Frage von erkis81, 593

Strommast auf dem Grundstück Behindert meine Auffart.

Hallo Leute, ich bräuchte mal einen dringenden Rat von euch. Bei mir auf dem Grundstück steht ein großer Strommast der Albstadtwerke GmbH. Da ich mir letztes Jahr eine Garage gebaut habe und neben der Garage eine Auffahrt zum Haus aufgeschüttet habe stört der Strommast enorm . Meine Frau traut sich nicht mit unserem T5 hoch zu fahren. Da ich mir den Weg links neben dem Strommast letztes Jahr auch dazu gekauft habe fehlen mir ca.1,5 m in der breite durch den Strommast. Die jetzige Auffahrt ist 2.40 m breit. Im Grundbuch und im Baulastenverzeichnis ist auch nichts eingetragen. Mein Haus wird auch nicht über den Strommast versorgt sondern durch einen Erdanschluss. Letztes Jahr habe ich den Albstadtwerken dann ein Ultimatum gesetzt und ihnen mitgeteilt, dass ich rechtliche Schritte gegen sie einleite, falls sie ihn nicht von der jetzigen Stelle versetzen bzw. entfernen. Sie sagten mir dann zu, diesen im Frühjahr 2014 zu entfernen. Die Nachbarn haben auch schon eine Schriftliche Ankündigung diesbezüglich erhalten. Da ich das gesamte Grundstück pflastern möchte, wollte ich jetzt abwarten bis der Strommast entfernt wird. Jetzt haben die Albstadtwerke GmbH mitbekommen, dass ich mein Haus verkaufen möchte und nun stellen sie sich jetzt quer!!!! Ich habe vielerlei Beeinträchtigungen durch den Strommast. Z,B. Anstatt Beton zum Umbau ganz normal anliefern zu lassen, benötige ich immer eine große Betonpumpe. Ich heize mit Holz ,wenn Holz angeliefert wird, wird es unten an der Auffahrt abgekippt. Es können nur geübte Fahrer die Auffahrt mit einem PKW befahren.2.4 m breit. im Winter ist es Dank des Strommastes unmöglich die Auffahrt zu nutzen.

Was meint ihr dazu? Mfg Erkan Altun

Antwort
von wfwbinder, 448

Es ist nichts eingetragen, der Versorger hat schon zugesagt den Mast zu versetzen.

In welcher Form stellen die sich quer?

Wieso haben die Mibekommen, dass Du verkaufen willst? Ist es inseriert?

WArum möchtest Du das Grundstück kurz vor dem Verkauf pflastern?

Einige Punkte im Sachverhalt passen für mich nicht ganz.

Aber wenn Du wirklich verkaufen willst, werden die Probleme, die Du hast auch den Käufer treffen und so das Grundstück vermutlich durch den Mast einen merkantilen Minderwert haben.

Dann trete doch mal mit einer entsprechenden Forderung an den Versorger heran. Eventuell beschleunigt das die Planung den Mast zu versetzen.

Antwort
von gandalf94305, 515

Ich habe ein Haus gekauft, das über eine Einfahrt mit Tor verfügte. Diese Einfahrt hatte auf der einen Seite einen Grenzzaun (zum Nachbargrundstück) und auf der anderen ein Mäuerchen von ca. 1 m Breite, neben dem sich dann das Eingangstürchen für Fußgänger befindet. Direkt vor diesem kleinen Mäuerchen befand sich ein Lichtmast. Ich wollte die Einfahrt verbreitern und den Zugang zum Haus anders gestalten. Dafür war der Lichtmast im Weg und mußte ca. 3 m versetzt werden.

Die Stadtwerke haben das durchgeführt, aber die Kosten hatte ich zu tragen. Warum?

Nun, die Planung der Platzierung von Strommasten, Verteilerkästen, Lichtmasten etc. erfolgt nach klaren Kriterien, die auch die Nutzung der Grenze von Grundstücken zur Straße einbeziehen. Dies erfolgt jedoch zum Genehmigungszeitpunkt und wird dann baurechtlich von der zuständigen Stadt/Gemeinde verabschiedet. Damit besteht keine rechtliche Handhabe, daß ein Grundstückseigentümer auf Basis einer veränderten Nutzung seines Grundstücks nun die Versetzung des Objekts fordern könnte.

Wenn es sich bei Dir tatsächlich um einen "großen" Freileitungsmast (was ist für Dich denn "groß"?), dann beansprucht dieser auch mehr als nur ein kleines Fleckchen Erde, denn der entsprechende Grund wird durch eine Mietvereinbarung oder sogar bei Hochspannungsmasten durch eine Abtrennung eines entsprechenden Flurstücks (Eigentümer ist dann die Stromgesellschaft oder zumindest die Stadt/Gemeinde) für diese Nutzung vorgesehen. Das ist auf Privatgrundstücken jedoch eher unüblich.

Es dürfte sich bei Dir also um einen Niederspannungsfreileitungsmast handeln, der aus historischen Gründen dort noch steht, obwohl die Versorgung des Gebäudes mit Strom inzwischen über eine Erdleitung erfolgt. Für die Errichtung solcher Versorgungsmasten für Gebäude war die Zustimmung des Grundstückseigentümers erforderlich. Dieser hat wahrscheinlich sogar Erschließungskosten dafür übernommen. Eine Grunddienstbarkeit wirst Du dann sehr wahrscheinlich im Grundbuch nicht finden, da dies vertraglich geregelt wurde. Die vereinbarten Nutzungszeiten sind üblicherweise sehr lange Zeiträume.

Sofern dieser Mast also nicht mehr benötigt wird, wäre die plausible Forderung nun die Entfernung der Freileitung und des Masten. Daher würde ich folgendes empfehlen:

  • Fordere von den Stadtwerken eine Kopie der vertraglichen Grundlage für den Betrieb des Freileitungsmasten auf Deinem Grundstück an oder suche diesen Vertrag in den Unterlagen des ursprünglichen Hausbesitzers. Dort gibt es normalerweise auch Klauseln für die Beendigung der Nutzung.

  • Wenn die Freileitung nicht mehr genutzt wird, fordere einen Rückbau und kündige explizit den Nutzungsvertrag aufgrund Wegfalls der Geschäftsgrundlage. Die Stromversorgung erfolgt ja über eine Erdleitung.

  • Dafür setzt Du Fristen und leitest die Sache einem Anwalt weiter, wenn sich nichts bewegen sollte.

Wichtig dafür ist jedoch in jedem Fall zunächst die Klärung der vertraglichen Lage. Die Stadtwerke müssen dies darlegen, da ansonsten mangels vertraglicher Basis der Mast ohnehin mit sofortiger Wirkung zu entfernen wäre. Prüfe auch die Aussagen und Mitteilungen der Stadtwerke zum Zeitpunkt der Herstellung der Erdleitung. Dies dürfte erst ab den 1990ern erfolgt sein, da zu diesem Zeitpunkt in der Region alle möglichen Niederspannungsfreileitungen in Erdleitungen gewandelt wurden.

Kommentar von Juergen010 ,

Na, das ist mal ne Antwort. Da bleibt ja wirklich keine Frage mehr offen. DH - sehr gut!

Antwort
von Snooopy155, 357

Bei Autobahnbaustellen stellst Du auch Dein Fahrzeug ab, denn dort sind oftmals die Fahrspuren auch nicht breiter als 2,4 m.

Verwunderlich ist auch, dass Du Grund zu einem Zeitpunkt kaufst, da der Strommast schon gesetzt war. Da klärt man halt im Vorfeld, welche Lasten auf dem Grundstück sind.

Mit Deiner "Hoppla jetzt komm i Methode" wirst Du wenig erreichen.

Alle entstehenden Mehrkosten sind Deinem Verhalten zuzuordnen.

Antwort
von LittleArrow, 299
Was meint ihr dazu?

Dies ist keine Finanzfrage und kein Chatforum.

Dringender Rat, wenn Du ohnehin verkaufen willst, ist doch nicht nötig, denn der nächste Winter ist noch weit weg. Warum willst Du vor dem Verkauf noch pflastern? Für ungeübte Fahrer gibt es noch Fahrunterricht.

Kommentar von EnnoBecker ,
Was meint ihr dazu?

Soweit bin ich gar nicht gekommen. Das "Behindert" hab ich noch übergangen, aber bei "Auffart" war Schluss mit Lesen.

Antwort
von Privatier59, 274

Die Schilderung läßt eine ganze Menge Fragen offen: Seit wann steht der Mast da? Sind alle behördlichen Genehmigungen für den Mast eingeholt worden? Wieso kratzt Dich die Sache noch wenn Du ohnehin verkaufen willst? Im Grunde müßte sich ein Anwalt der Angelegenheit annehmen und die Sach- und Rechtslage prüfen. Kannst dem Stromversorger ja die Beauftragung eines solchen androhen. Das beschleunigt die Entscheidungsvorgänge oftmals. Wenn allerdings wirklich ein Verkauf geplant ist, würde ich mir das Geld sparen und das für die Pflasterung auch.

Antwort
von vulkanismus, 237

Ich meine, dass Du hier falsch bist (wo ist die Finanzfrage?).

Kommentar von EnnoBecker ,
(wo ist die Finanzfrage?)

Das kann ich nicht beurteilen. Diese lieblos hingerotzte Buchstabenwüste habe ich nicht ma versucht zu lesen.

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