Frage von MinAn, 199

Prüft Notar bei Schenkung, ob Schenkerin voll geschäftsfähig ist? Mutter hat Demenz, soll ins Heim.

Ist es Aufgabe des Notars bei einer Schenkung zur prüfen, ob die Schenkerin voll geschäftsfähig ist? Denn meine Mutter hat beginnende Demenz, wurde von meiner Schwester in den Haushalt aufgenommen und gleich danach wurde sie (so sehe ich es) zum Notar geschleppt (wegen Schenkung der Eigentumswohnung an die eine Enkelin) und hat sie schon einen Platz im Altenheim, das passierte alles innerhalb 4 Wochen. Ich habe das Gefühl das geht nicht mit rechten Dingen zu. Danke für Euren Rat.

Antwort
von Rat2010,

Der Notar ist weder Psychologe noch Mediziner und prüft die Geschäftsfähigkeit wie dies ein Laie tun würde. Also nach seinem Eindruck.

Ich kann mir vorstellen, dass Deine Mutter schon wusste, was sie tut. Sie wurde von deiner Schwester aufgenommen, die Schwester kümmerte sich um sie (auch um den Heimplatz) und die Mutter kann und will sich nicht mehr selbst um die Wohnung kümmern.

Gleichzeitig hatte deine Mutter Sorgen darüber, was aus der Wohnung wird, weil sie vielleicht Angst hat, dass Sie als Pflegefall nicht für sich selbst sorgen kann, die Wohnung also abgepflegt werden muss. Da die Schwestern selbst schon Wohnungen haben und kaum miteinander reden sollten diese die Wohnung nicht gemeinsam haben also hat sich die Tochter deiner Schwester als beste und einfachste Lösung angeboten.

Nicht nachvollziehbar??? Warum?

Bei meinen Eltern geht das Erbe auch Großteils direkt an die Enkel. Ich bin nicht glücklich damit, kann es aber auch irgendwie verstehen.

Antwort
von klPrinz,

Ein Notar läßt und darf keinen etwas unterschreiben lassen, wenn der/die nicht voll geschäftsfähig ist. Wenn ein Notar nur einen leisen Eindruck hat, dass da jemand nicht voll geschäftsfähig ist, dann würde er sofort ein medizinisches Gutachten verlangen oder das Geschäft nicht beurkunden. Ein Notar muss auch darauf achten, dass ein Vertrag nicht zum Nachteil eines Anderen beurkundet wird.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Eine Diagnose Demenz ist gerade am Anfang schwierig zu erkennen ! Einem Fremden fällt so etwas im ersten Gespräch überhaupt nicht auf - kenne ich aus der Familie ! Da kommt man zeitweise als nahe Angehörige aus dem Staunen nicht wieder heraus, wie gepflegt und überlegt die Betroffenen auf Fragen antworten können....

Eine Stunde später - alles vergessen !!! K.

Antwort
von Salomon1, 199

Erstens, wenn die Mutter an Demenz leidet hättest du sie entmündigen lassen müssen damit so etwas nicht passiert. Etwas dagegen kannst du nur dann machen wenn der Erbfall eintritt.

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo MinAn, schau einmal hier bei finanzfrage.net :

http://www.finanzfrage.net/frage/kann-eine-schenkung-vom-sozialamt-zurueckgeford...

z.B. unter anderen Antworten auch die von : MatrixMATRIX 07.01.2010 -

Gruß K.

Kommentar von Zitterbacke ,

Gut . Und noch aktuell! Das sind ja noch Albwolf und Walter Zeiten. ;-((

Kommentar von Caro1987 ,

Ja ist schon ölter, müsste aber noch stimmen. Grundsätzlich gilt: Muss irgendwann das Sozialamt für die Heimunterbringung der Mutter aufkommen, kann es die Schenkung zurückverlangen, wenn sie nicht mindestens 10 Jahre her ist: http://www.finanzen.de/magazin/elternunterhalt

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