Frage von chris1987 02.02.2012

Extra Kosten bei Übernachtung von Freundin

  • Hilfreichste Antwort von bigben0810 03.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo chris 1987,

    ganz so einfach, wie einige Antworten vorher es beschreiben, würde ich die Sache nicht sehen.

    Also einfach "überlesen" würde ich das nicht so ohne Weiters - schließlich handelt es sich um einen Vertrag der von deinem Freund unterzeichnet, aber vorher scheinbar nicht vernünftig gelesen, wurde.

    Wenn die mtl. Vorauszahlungen für die Betriebskosten in der Miete enthalten sind, also keine gesonderten mtl. Vorauszahlungen geleistet werden, kann durchaus eine zusätzliche "Gebühr" berechtigt sein - allerdings nicht in der von dir genannten Höhe. Denn wenn dein Freund tatsächlich einmal Besuch hat, der sich dann auch noch die erlaubte Zeit bei ihm aufhält, wäre die zustätzliche Gebühr sehr wahrscheinlich höher als die Miete (dies schon bei einem/r Besucher/in). Außerdem ist dein Freund nicht verpflichtet, seinen zu erwartenden Besuch vorher beim Vermieter anzukündigen.

    Ich würde deinem Freund empfehlen, seinen Vermieter auf diese Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit in einem persönlichen Gespräch hinzuweisen. Ich glaube, dann sollte eine vernünftige Regelung gefunden werden können.

    Sollte der Vermieter allerdings auf "stur" schalten, würde ich deinem Fraund raten, sich an den Mieterbund zu wenden. Die werden ihm dann sicherlich helfen.

    Viele Grüße

  • Antwort von Gaenseliesel 02.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    habe mir gerade so überlegt was ich so zahlen müßte, wenn meine Kinder mit den Enkelkindern zu Besuch kommen..... Dazu habe ich folgendes gefunden : Besuchsrecht des Mieters Grundsatz: Jeder Mieter darf grundsätzlich so oft und so lange Besuch in seiner Mietwohnung empfangen, wie dies die Nachbarn und den Vermieter nicht (übermäßig) beeinträchtigt. Der Vermieter hat kein Recht, dem Mieter Vorschriften über den Empfang von Besuch zu machen. So sind zum Beispiel Klauseln im Mietvertrag unwirksam, nach denen Besucher spätestens um 23.00 Uhr die Wohnung verlassen haben müssen.

    Ausnahme: Nachbarn und/oder Vermieter werden durch den Besuch übermäßig beeinträchtigt oder es liegen besonders schwerwiegende Gründe gegen den Besucher vor. Beispiel: Eine aparte junge Dame empfängt in ihrer Mietwohnung "stundenweise" Besuch oder der Besucher verstößt immer wieder gegen die Hausordnung.

    dieses und mehr nachzulesen : www.finanztip.de/recht/mietrecht/besuchsrecht-mieter.htm
    was sich einige Vermieter so einfallen lassen ..... ?

  • Antwort von TopJob 02.02.2012
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    Also eine solche Klausel kann getrost überlesen werden. Der Vermieter hat zwar ein Anrecht darauf, dass er informiert wird, wenn ein Besuch länger (d. h. länger als 6 Wochen) bleibt und kann dieses danach ggf. in den Nebenkosten berücksichtigen (falls eine Kopfverteiligung existiert, die jedoch mittlerweile nicht mehr erlabt sein dürfte). Bei einem Besuch pro Nach 10 EUR zu nehmen ist definitiv eine ungültige Klausel. Wäre ja auch noch schöner, wenn ich meinem Vermieter alles melden müsste. Am besten gibt es auch noch eine Toilettengebühr für Gäste. Das hat bisher selbst Ryanair nicht eingeführt.

    Also ich würde mir diese Klausel aus dem Vertrag kopieren und sichtbar einrahmen. So hat sie wenigstens etwas belustigendes. :)

  • Antwort von mig112 02.02.2012
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    Das ist selbstverständlich NICHT rechtens - auch wenn man die Einstellung des Vermieters vielleicht nachvollziehen kann. Oder hat der werte Herr einen Hotelbetrieb!??

  • Antwort von MadRampage 02.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Gegenfrage: Wie wird das denn kontrolliert? Mit Kamaras vom Vermieter in der Wohnung?

    Scherz bei Seite:

    • bei Betriebskosten-Vorauszahlungen ist eine solche Klauses sicher ungültg und unwirksam, da eh der Vermieter jährlich den tatsächlichen Verbaruch abrechnen muss
    • bei Betriebskosten-Pauschale bin ich mir unsicher, ob so was zulässig ist: Hier möchte sich wohl der Vermieter das Risiko, das seine Pauschale aufgrund von Mehrverbrauch wegen Besuch nicht ausreicht, auf dem Mieter abwälzen.
    • aber der Höhe nach zu Urteilen ist es wahrscheinlich unangemessen und damit eher unwirksam: Denn auf 30 Tage hochgerechnet wären dass ja 300€ zusätzliche Betreibkosten je Monat für eine weitere Person im Haushalt!

    Noch ne Frage: Warum wurde der Mietvertrag so unterschrieben? Da hätte man auch schon VOR der Unterzeichnung nachfragen/Nachhaken können....

    Nun bleibt nur mit dem Vermieter zu reden und mal freundlich nach seiner Berechnung für die 10€ pro Nacht zu fragen und versuchen sich gütlich zu einigen. Alternativ wäre das Einschalten des Mieterschutzbundes und/oder der Verbraucherzentrale um sich hier beraten zu lassen..

    MfG

  • Antwort von Snooopy155 02.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ob das rechtlich zulässig ist, hängt etwas von dem Mietvertrag ab, der von dem Freund geschlossen wurde. Wenn er in eine Wohneinheit gezogen ist, bei der keine Nebenkosten umgelegt werden müssen, weil diese alle bereits in der Miete enthalten sind, dann ist so etwas durchaus denkbar, wenn auch etwas wirklichkeitsfremd und überteuert.

    Hat er dagegen einen Mietvertrag für ein ganz normales Mietobjekt, dann muß der Vermieter Besuch vom Mieter dulden und darf dafür keine Gebühr für Übernachtungen verlangen.

  • Antwort von volksbanker 02.02.2012

    ich würde den vermieter mal fragen, ob er noch alle latten am zaun hat. wenn du eine orgie feierst, will er dann für jeden einzeln abkassieren? selten so einen quatsch gehört

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