Frage von KarstenF 02.12.2011

Eingetragener Kaufmann und steuerliche Freiberuflichkeit

  • Hilfreichste Antwort von EnnoBecker 02.12.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Gewerbesteuer fällt an, wenn man eine gewerbliche Tätigkeit ausübt. Das tust du aber dem Sachverhalt nach nicht.

    Du kannst dich zwar im HR als eK eintragen lassen, aber dieser Kaufmann ist sozusagen leer, wenn du handelsrechtlich nicht in Erscheinung trittst.

    Handelsrechtlich wärst du dann das, was wir früher noch als "Scheinkaufmann" gelernt haben. Du müsstest dich dann wegen der Eintragung als Kaufmann behandeln lassen, würdest aber doch vom § 241a HGB in der Weise profitieren, dass du unterhalb der dort genannten Grenzen nicht bilanzieren müsstest.

    Das alles interessiert den Steuerrechtler nur wenig. Denn wenn du nach HGB bilanzieren müsstest, müsstest du es nach § 140 AO zwar auch steuerlich tun. Deine Einkunftsart würde sich dadurch jedoch nicht ändern - ebensowenig wie deine Gewerbesteuerpflicht.

    Komische Leute gibts.....

  • Antwort von Meandor 03.12.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Naja, wenn Du wirklich so typisch freiberuflich tätig bist, dann müsste das Handelsregister Deine Eintragung eigentlich ablehnen, da Du nie und nimmer Kaufmann bist.

    Würdest Du es aber doch schaffen, dann ist die Chance sehr hoch, dass das Finanzamt seine Meinung über Dich ändert und Dich als Gewerbetreibenden ansieht.

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