Frage von Mondieu, 87

Bei Auszahlung eines Immobilienanteils immer mit Notar?

Meine Ex-Frau und ich haben ein gemeinsames Haus, in dem sie noch wohnt. Da ich jetzt eine Wohnung kaufen möchte, möchte ich meinen Anteil am Haus ausgezahlt bekommen. Wir sind uns über den Auszahlungsbetrag einig. Natürlich bin ich damit einverstanden, dass ich danach auch aus dem Grundbuch ausgetragen werde. Das muss, wenn ich richtig informiert bin, immer über einen Notar gemacht werden, und kostet auch Geld. Nun zur eigentlichen Frage: gibt es für mich eine Möglichkeit, dieses ohne Kosten oder mit geringeren Kosten zu regeln, z.B. durch eine schriftlich niedergelegte Aussage, dass ich mit der Auszahlung des vereinbarten Betrages auf alle Ansprüche oder Rechte verzichte, die sich aus meinem nach wie vor vorhandenen Namen im Grundbuch ergeben? Oder gibt es irgendeine andere Möglichkeit, diese Auszahlung ohne Notar rechtsverbindlich zu regeln? Schon mal meinen Dank für den Fall, dass sich ein(e) geneigte(r) LeserIn um eine Antwort bemüht.

Antwort
von Mikkey, 67

Geht zum Notar, den Ihr für die Austragung ohnehin braucht, der wird eine Zug-um-Zug-Regelung niederlegen, die aus den Bestandteilen:

- Vertragsschluss

- Auszahlung des Ablösebetrags

- Grundbuchänderung

besteht. Damit geht keiner von Euch ein Risiko ein und es geht alles seinen vorgeschriebenen Gang.

Kommentar von Mondieu ,

Vielen Dank für Eure schnellen Antworten! Wir werden zum Notar gehen.

Antwort
von Privatier59, 67

Übertragungen von Grundstücken oder Miteigentumsanteilen.an Grundstücken bedürfen der notariellen.Beurkundung. Die von Dir angedachte privatschriftliche Vereinbarung ist formnichtig und damit unwirksam.

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