Frage von Werniman, 177

Ausbildung Anrechnungszeit Rente

Hallo! Wir haben gerade mal die Anrechnungszeiten für die Rentenbeiträge meiner Freundin überprüft. Sie hat Anfang der 90er eine schulische Ausbildung gemacht,so daß erst die Zeit nach der Ausbildung als Beitrag gilt. In den Hinweisen der Deutschen Rentenversicherung steht zum Thema Ausbildung,daß "Zeiten der Berufsausbildung, in denen keine Pflichtbeiträge bezahlt wurden, diese unter bestimmten Voraussetzungen als Pflichtbeitragszeit gelten".
Sie hat in dieser Zeit übrigens eine Halbwaisenrente und Schüler-Bafög bezogen, von denen aber nur Krankenversicherungsbeiträge abgezogen wurden.

Nun würde mich an dieser Stelle interessieren, was denn das für Voraussetzungen sein sollen. Weiß das hier zufällig jemand ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von billy, 158

Bei der Berechnung der Rente werden verschiedene rentenrechtliche Zeiten berücksichtigt. Das können beispielsweise Beitragszeiten oder beitragsfreie Zeiten sein. Die Auswirkungen auf die Rentenhöhe sind unterschiedlich. Zu den beitrags- freien Zeiten zählen Anrechnungs-, Zurechnungs- und Ersatzzeiten. Zu den wichtigsten Anrechnungszeiten gehören: > Arbeitsunfähigkeit, Krankheit und Rehabilitation, > Schwangerschaft und Mutterschutzfristen, > Arbeitslosigkeit sowie > Schulbesuch und Studium. Anrechnungszeiten sind diese Zeiten in der Regel aber nur, wenn sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen haben. Dabei reicht es aus, wenn sie im Monat nach dem Ende der Beschäftigung beginnen. Ein direkter – tatgenauer – Anschluss ist nicht erforderlich.Liegen Ihre Anrechnungszeiten zwischen dem vollende- ten 17. und dem vollendeten 25. Lebensjahr, müssen sie keine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbro- chen haben. Diese Regelung bietet insbesondere Berufs- anfängern die Chance auf eine Anrechnungszeit.Für Zeiten der Schulausbildung, die keine Anrech- nungszeiten sind, können Sie freiwillige Beiträge nach- zahlen. Das gilt zum Beispiel immer dann, wenn Sie die Höchstdauer von acht Jahren überschritten haben. Möglich ist das auch für Schulzeiten zwischen dem vollendeten 16. und 17. Lebensjahr. Ob sich das für Sie lohnt, erfahren Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger. http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232688/publica...

Antwort
von Primus, 116

Schulzeiten und Praktika zählen nicht zu den 45 Jahren, die langjährig Versicherte abgeleistet haben müssen. Ebenso wenig kann ein Studium oder der Besuch einer Meister- oder Fachschule angerechnet werden.

Eine betriebliche Lehre, bei der regelmäßige Beiträge eingezahlt werden, ist hingegen voll anrechnungsfähig.

Antwort
von Rentenfrau, 100

Hallo Werniman, Zeiten der Berufsausbildung könnten z. B. Ausbildungen im Gesundheitsbereich sein, z. B. Altenpfleger, hier wird eine Altenpflegeschule besucht und man am Ende den Abschluß als Altenpfleger. Mein Rat: mache bei der deutschen Rentenversicherung eine Kontenklärung, gib die Nachweise Deiner Berufsausbildung dazu und beantrage die Zeit als Ausbildungszeit. Ich drücke Dir, daß das klappt.

Antwort
von Kevin1905, 86

Kein Beitrag bzw. kein Kind erzogen = keine Beitragszeit.

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