Frage von Schlaumeierin, 146

Wie sicher ist ein Kursabsturz des Deka Euroland Balance?

Meine Mutter hat eine sehr knapp bemessene Rente. Zum Glück gabs zu Rentenbeginn eine mittelgroße Abfindung, die meine Eltern (mein Vater ist inzwischen verstorben) damals in einem sicheren Konzept untergebracht haben. 1/3 langfristig in Deka Euroland Balance 1/3 mittelfristig in Deka Immo Global und der Rest als Auszahlplan von einem Deka Geldmarktfonds. Inzwischen ist mein Vater verstorben, der Auszahlplan leer und meine Mutter entnimmt aus dem Immofonds. Das finde ich eigentlich schon nicht mehr so günstig, weil es keinen Puffer mehr zu dem etwas stärker schwankenden Fonds gibt. Nun höre ich von einigen Seiten (u.a. auch hier), dass der Deka Euroland Balance CF ein riesiges Problem mit seinen Anleihen hat. Woran kann ich das erkennen? Welche Tendenzen gibt der Markt her? Welche Fragen muss ich beim Bankgespräch stellen? Ich finde es eine Schweinerei, dass niemand meine ahnungslose Mutter auf die Problematik aufmerksam gemacht hat. Beimletzten Gespräch war ich mit dabei. An Belanglosigkeit kaum zu übertreffen. Auf mein sehr deutliches Fax, das ich hinterher geschrieben habe, hat sich noch niemand bequemt, zu reagieren. Mein Eindruck, dass man hier etwas vertuschen will, steigt deutlich an. Ein paar hilfreiche Hinweise auf die wichtigsten Punkte und die schmerzlichen Stellen dieses fragwürdigen Fonds würden mir SEHR weiter helfen.

Antwort
von SBerater, 132

der Deka Euroland Balance CF ist kein Highperformer, aber ganz verstehe ich deine Zeilen nicht. Sieh mal hier die Daten an https://www.deka.de/decontent/produkte/fonds/portrait/portraitDE0005896872.jsp - den Kursverlauf kannst du dort auch sehen.

Nicht der Fonds hat ein Problem mit seinen Anleihen, sondern die ganze Assetklasse hat ein Problem, denn die Kurse stiegen für einen sehr, sehr langen Zeitraum. Und daher steigen die Risiken des Kursverfalles.

Was auch immer deiner Mutter verkauft wurde, mag fraglich sein, aber der Fonds ist defensiv aufgestellt und hat eine geringe Volatilität. Ob man in Fonds investieren soll, wenn diese nur knapp über Tagesgeld performen, diese Frage kann man sich stellen.

Man kann auch die Frage stellen, ob Deka die richtige Gesellschaft ist. Aber deine Zeilen sind übertrieben.


Wieso verkaufst du nicht die Anlage, wenn sie dir nicht passt?

Antwort
von Niklaus, 114

Dein Name ist zumindest was die Frage betrifft zutreffend. Ohne die Sparkassen in Schutz nehmen zu wollen, tragen sie keine Schuld an dem was auf dem Markt passiert. Zum damaligen Zeitpunkt mag die Entscheidung richtig gewesen sein. Der Kauf eines Fonds ist kein aktives Vermögensmanagement. Dies könnte nur eine Vermögensverwaltung leisten.

Der DEKA Euroland investiert in Aktien (max. 30%) und in auf EUR lautende Rentenpapiere von Emittenten aus dem Gebiet der Europäischen Währungsunion. Im Rahmen des Anlageprozesses wird sukzessive das Gewicht der jeweils akttraktivsten Wertpapierklassen zu Lasten der weniger vielversprechenden erhöht. In Zeiträumen, in denen sowohl Aktien als auch Renten unattraktiv erscheinen, legt der Fonds seine Mittel verstärkt in Termingeld an. Das Anlagekonzept basiert auf einem technisch-quantitativen Verfahren.

Der Fonds hat somit ein Risikoklasse 3 und das ist für einen dreijährigen Anlagezeitraum absolut in Ordnung. Der Fonds hat eine sehr niedrige Schwankungsbreite von 3,44 bis 3.98 %. D.h. der Fonds ist sehr defensiv aufgestellt. Außerdem kann man nicht sagen das der Fonds fragwürdig ist. Es ist ein deutscher Mischfonds und unterliegt der gesetzliche Regelung in Deutschland. Da will auch niemand etwas vertuschen. Du kannst dir die Märkte und Wertpapiere die in dem Fonds sind anschauen. Du kannst dann auch entscheiden, den Fonds zu verkaufen.

Wenn Fehler begangen wurden, dann damit , das Fonds der falschen Fondsgesellschaft genommen wurde. Fonds anderer Fondsgesellschaften, weisen in den meisten Fällen bessere Wertentwicklungen auf. Diese gibt es aber nicht bei den Sparkassen. Das ist das Problem. Da muss man auch mal einen anderen Weg gehen und nicht immer bei der Hausbank sein Glück versuchen.

Antwort
von Privatier59, 89

Was Du da verbreitest sind Latrinenparolen. Wieso sollte dieser Fonds ein riesiges Problem mit seinen Anleihen haben? Das ist Unfug. Schau Dir den Kursverlauf und die Wertsteigerungen an. Das hält sich im Durchschnitt vergleichbarer Fonds:

http://www.finanzen.net/fonds/Deka-Euroland_Balance_CF

Allerdings ist für die Zukunft dieses und aller vergleichbaren Fonds ein Stillstand der Wertentwicklung zu erwarten. Das ergibt sich ganz einfach aus dem hohen Anleihenanteil und dem Umstand, dass die Renditen solider Anleihen schon fast an der Nulllinie sind und weitere Absenkungen nicht zu erwarten sind. Es fehlt insofern also jede weitere Kursperspektive ebenso wie ein laufender Ertrag in akzeptabler Höhe. Das aber betrifft jeden Misch- und Rentenfonds und es betrifft auch den Anleger, der selber in Kontensparen oder Rentenwerte anlegt.

Was Du dem Bankberater vorhalten möchtest, weiß ich wirklich nicht. Glaubst Du etwa, der sei verantwortlich für das Zinsniveau? Da mußt Du schon eine Petition nach Berlin oder Brüssel schreiben. Man hätte sicher viel mehr Rendite mit Aktienfonds erzielen können. Nur, wer ahnt schon was die Aktienmärkte hergeben? Und einem Rentnerehepaar das auf laufende Entnahmen angewiesen ist Aktienfonds zu empfehlen wäre mehr als leichtfertig gewesen.

Antwort
von NasiGoreng, 71

Der Deka Euroland Balance hat drei Geburtsfehler: 1. Er ist von Deka. 2. Der Fonds beschränkt sich auf das "Euroland", 3. Der Fonds darf maximal 30% in Aktien anlegen.

Defensive Fonds, also solche die überwiegend in verzinslichen Anlagen investieren haben langfristig das größte Verlustrisiko, weil die weltweite Staatsverschuldung eine weltweite Inflationierung verursachen wird. Insofern sind Deine Befürchtungen gerechtfertigt.

Gute, international anlegende Aktienfonds und flexible Mischfonds mit dem Schwerpunkt auf der Aktienanlage sind langfristig ertragreicher und sicherer.

Kommentar von Niklaus ,

Der Deka Euroland Balance hat drei Geburtsfehler: 1. Er ist von Deka. 2. Der Fonds beschränkt sich auf das "Euroland", 3. Der Fonds darf maximal 30% in Aktien anlegen.

Ich möchte noch mal betonen, das ich kein Freund von DEKA Fonds bin,. aber was du schreibst ist nicht korrekt. Der Fonds ist so wies ihn gibt vom Emittenden so geplant. Es sollte eine Mischfonds mit 30 % Aktien sein, der in Euroland anlegt. Das steht so im Verkaufsprospekt.

Ob man persönlich in so einen Fonds investiert, ist ein ganz andere Frage. Es gibt hunderte und tausende andere Fonds in die man investieren kann,

Kommentar von NasiGoreng ,

Der Fonds ist so wies ihn gibt vom Emittenden so geplant.

Genau das meinte ich doch mit Geburtsfehler!

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