Frage von FlorianSt,

Welche Auswirkungen hat es wenn man ständig im Dispokredit ist?

Meine Freundin ist ständig in ihrem Dispokredit. Es ist nicht so, dass sie hoffnungslos verschuldet ist, sondern sie ist vor einiger Zeit durch eine größere Abschaffung in den Dispokredit reingekommen, und lebt jetzt einfach genauso weiter, nur dass ihr der Dispokredit das Gehalt quasi vorfinanziert. Sobald das Gehalt kommt ist sie knapp im Plus, und über den Monat geht es ebnen wieder ins Minus. Sie tut so als ob das alles kein Problem wäre, weil sie ja „nur ein, zwei Monate mal sparen müsste“, aber ich bin mir da nicht so sicher. Angenommen wir würden irgendwann mal zusammen ein Haus bauen wollen, wäre so ein Verhalten für den Kredit für die Baufinanzierung schädlich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von volksbanker,

Solange es keine Unsummen jenseits von 5.000 € sind ist das Ganze noch nicht so schlimm. Die Bank verdient sehr ordentlich und deine Freundin zahlt dementsprechend hohe Sollzinsen. Dennoch sollte eine Lösung her - denn der Dispo ist nicht zur dauerhaften Inanspruchnahme gedacht. Er ist bequem und flexibel - und daher auch sehr teuer!

Günstiger wäre eine Umschuldung in einen zinsgünstigen Ratenkredit oder alternativ eine Rückzahlungsvereinbarung mit der Bank (macht am wenigsten Aufwand). Bei der Rückzahlungsvereinbarung wird der Dispo monatlich zu einem festen Termin um eine bestimmte Summe reduziert - meist ist der Termin der Reduzierung identisch mit dem Gehaltseingang. So steht jeden Monat automatisch weniger Geld zur Verfügung - so lange bis der Dispo auf 0 ist. Dies erfordert jedoch den Willen und die Disziplin zur Rückzahlung - ob das deine Freundin hat ist die andere Frage.

Die Nutzung vom Dispo ist jedoch nicht negativ zu bewerten (zumindest soweit ich das beurteilen kann in eurem Fall nicht - kann sich aber auch schnell ändern) - auch bei einer Hausfinanzierung sollte das kein negativer Aspekt sein. Allerdings wird jeder Kontoinhaber in der Bank "gerated" - also die Kontoführung wird beurteilt. Wenn man mehr Tage im Minus als im Plus ist sinkt das Rating monatlich!

Antwort
von Primus,

Solange Deine Freundin nicht in finanzielle Schwierigkeiten gerät und gewillt ist, jeden Monat hohe Dispo - Zinsen zu zahlen, ist alles im grünen Bereich.

Spätestens aber wenn Ihr plant ein Haus zu bauen, wäre es angebracht, das die Ihre Lebensweise ändert und den Dispo als äußerste Notlösung ansieht.

Antwort
von Delle,

Auswirkung auf die Bonität hat das nicht, aber man soll den Effekt nicht unterschätzen, dass durch hohe Zinsen man immer mehr den Saldo zementiert und irgendwann mit dem Dispo nicht mehr auskommt! (und das kann dann schon zu einer schlechtere Bonität führen!!)

Also: den Dispo über einen günstigen Ratenkredit klattstellen und ansonsten sparen!

Antwort
von Replear,

Wird denke ich keine Auswirkungen haben. Nur die hohen Dipso-Zinsen sind sehr doof. Lieber also mal zwei Monate sparen und dann wieder im grünen Bereich sein.

Antwort
von sicherfrei,

Die einzigen Auswirkungen sind, daß Deine Freundin teure Dispozinsen an die Bank zahlt. Ehrlich gesagt, würde ich mit Deiner Freundin kein gemeinsames Haus finanzieren.Ich meine , ein Haus ist schon ein anderes Kaliber. Aber noch seid ihr nicht verheiratet und jeder muss für seine eigenen Finanzen aufkommen.

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