Frage von Cindytapsi, 2.790

Unterschied zwischen Stundung und Ratenzahlung

Was ist der Unterschied zwischen Stundung und Ratenzahlung ??? Und zu der Antwort Du hast ja geerbt gibt es zu sagen das damit laufende Verpflichtungen gezahlt worden sind um schuldenfrei zu sein.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nixwissen13, 2.790

für mich ist Stundung ein Aufschub der Zahlung. Ratenzahlung heisst: man zahlt zu festen Terminen Einzelbeiträge.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stundung

Kommentar von Meandor ,

Von der Allgemeinbildung her ein gute Antwort. Steuerrechtlich aber (leider) nicht zu gebrauchen.

Antwort
von Privatier59, 1.529
Und zu der Antwort Du hast ja geerbt gibt es zu sagen das damit laufende Verpflichtungen gezahlt worden sind um schuldenfrei zu sein.

Das bezieht sich auf die vorherige Frage. Was Du allerdings nicht gesagt hast ist, ob das Schulden aus dem Erfall waren oder Eure eigenen Schulden und der Unterschied ist für die Stundungsbereitschaft des Finanzamts wahrscheinlich schon von Bedeutung. Wenn das nämlich eigene Schulden waren, würde das Argument lauten, wieso denn andere Gläubiger bedient werden bevor nicht alle mit dem Erbfall zusammen hängenden Ansprüche erledigt worden sind.

Letztendlich ist es immer eine Frage des Auftretens und der Argumentation ob man beim FA Stundung (= Aufschieben der Zahlung) oder Ratenzahlung gewährt bekommen kann. Man muß da schon ausführlich und sachlich begründen und man muß sich darüber im klaren sein, dass so etwas nicht kostenfrei sondern mit Zinszahlung verbunden ist.

Antwort
von imager761, 2.092

Das Finanzamt wäre nun der letzte Gläubiger, mit dem ich ein Tänzchen wagen würde - ich kenne niemanden, der so schnell und gnadenlos Konten sperrt wie der Fiskus :-O

Nach Ablehnung der Stundung kannst du zwar Ratenzahlung beantragen. Wird die aber ebenso abgelehnt, wird der festgesetzte Steuerbescheid schneller vollstreckt als du denkst :-(

Mit deiner Einlassung, dass du deren Forderungen weniger wichtig nahmst als andere Schulden, dürften das FA mit einer sofortigen Einfrierung sämtlicher Konten reagieren :-(

Besser du erledigst deine Weihnachtseinkäufe schnell, bevor deine Bankkarte nur noch zum Eiskratzen taugt und besorgst dir vorsichthalber die Zusage eines Bankdarlehens :-)

Kommentar von vulkanismus ,

Der "Fiskus" sperrt keine Konten. Wie oft muss ich denn das hier noch schreiben. Etwa 80 Prozent aller Kontenpfändungen durch die Vollstreckungsstellen der Finanzämter sind tagsdarauf durch Zahlung erledigt. In den restlichen Fällen sperren die B a n k e n die Konten. Warum wohl ?

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Steuern, 1.716

Den zweiten Satz verstehe ich nicht.

Stundung = Aufschub fälliger Zahlungen, d.h. man zahlt erst man nichts, sondern später.

Ratenzahlung = ab einem gewissen Zeitpunkt werden Raten laufend gezahlt. Das ist i.a. ab sofort.

Antwort
von Meandor, 1.097

Die Stundung ist in § 222 AO geregelt. Wenn eine Stundung gewährt wird, dann wird die bestehende Fälligkeit der Steuerschuld auf einen anderen Termin oder auf mehrere Termin verlegt.

Der Vorteil ist, das keine Säumniszuschläge (1% je angefangener Monat) anfallen; es fallen jedoch Stundungszinsen (0,5% je voller Monat) an.

Die Ratenzahlung selbst ist in der AO nicht normiert. Sie gibt es in der Regel im Zusammenhang mit § 258 AO. Das Finanzamt stellt die Vollstreckung einstweilen ein, wenn dafür Raten gezahlt werden. Diese Einstellung der Vollstreckung setzt keine neuen Fälligkeiten. Das bedeutet, dass seit der ursprünglichen Fälligkeit Säumniszuschläge anfallen.

Antwort
von vulkanismus, 812

Da diese Frage für sich alleine Unsinn ist, war zu ahnen, dass da noch eine andere war. Der dortige Tip, eine Ratenzahlung zu beantragen, hilft dir auch nicht weiter. Nun, nachdem das Finanzamt den Stundungsantrag abgelehnt hat, ist die Vollsteckungsstelle mit Deinen Rückständen beschäftigt. Dorthin wende Dich p e r s ö n l i c h , um Deinen Fall zu schildern und bitte um Vollstreckungsaufschub. Rein vorsorglich weise ich darauf hin, dass sowohl bei Ablehnung als auch bei Gewähung weiterhin Säimniszuschläge anfallen.

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