Frage von Pancake, 218

Tätigkeiten am Hauseigentum - vgl. Hausmeister / Putztätigkeiten

Guten Tag,

ich ziehe demnächst um und besitze entsprechendes Hauseigentum. Das Problem ist, ich kann diese aus dieser Ferne nicht komplett selbst verwalten, d.h beispielsweise den Hof sauber halten, Gartenpflege oder auch bei direkten Konflikte mit dem Mieter zu kommunzieren ist nicht möglich. Einzig und alleine die Mietzahlungen zu kontrollieren, wäre aus der ferne kein Problem, aber überrall wo direkter Kontakt sein muss, kann ich nicht jedes mal zum Mietobjekt hinfahren, außer es geht nicht anders.

Jetzt ist die Frage, ich will keine Dienstleisterfirma für die Verwaltung organisieren, sondern einen nahen Verwandten und würde ihm auch hierfür entsprechend eine monatliche Aufwandsentschädigung zu teil werden lassen.

Ist das steuerrechtlich absetzbar und wenn ja, wie genau?

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Antwort
von LittleArrow, 212

Die von Dir beschriebene Tätigkeit enthält zwei Komponenten: Verwaltungstätigkeit und Gartenpflege. Wenn mietvertraglich vorgesehen, kann die Gartenpflege als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden; bei fehlender vertraglicher Vereinbarung jedoch nicht. Die Verwaltungskosten können nie umgelegt werden. Genaues findest Du in der Betriebskostenverordnung.

Einkommensteuerlich sind beide bezahlten Tätigkeiten bei Dir als Werbungskosten anzusetzen. Die umgelegten Betriebskosten sind von Dir allerdings als Einnahmen anzugeben.

Was bei Dir Aufwand ist, ist bei Deinem Verwandten steuerpflichtiger Lohn, auch die Aufwandsentschädigung. Oder hattest Du Dir das anders vorgestellt? Die Vereinbarung sollte schriftlich sein und die Überweisung unbar. Dann können Mieter und Finanzamt die Kosten auch nachprüfen und der Mieter seine Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich ansetzen.

Antwort
von wfwbinder, 157

Natürlich sind die Kosten steuerlich abzugsfähig. Wenn es im Mietvertrag vorgesehen ist, kann man die Kosten dafür auch ggf. auf die Miete umlegen.

Wie erfolgt nun die Abrechnung?

  1. Wenn es unter 450,- Euro Vergütung im Monat sind, kannst Du DEinen Mitarbeiter als Minijobber bei der Knappschaft anmelden udn zahlst für ihn 31 % pauschale Abgaben, damit ist es für Euch beide erledigt.

  2. Würde er mehr als 450,- von Dir bekommen (vermute mal nicht) müsste er normal als Arbeitnehmer angemeldet werden.

  3. Er macht es als selbständiger Hausmeister für Dich. Dann schriebt er Dir eine Rechnung und Du zahlst. ER müsste das als Hausmeisterbetrieb anmelden und sich um die Besteuerung selbst kümmern.

Kommentar von wfwbinder ,

Die Beiträge zur Knappschaft für den Minijoblohn gehören natürlich auch zu den abzugsfähigen Ausgaben.

Antwort
von Pancake, 138

Das ist auch die Sache, mündliche Verträge sind nicht verboten und einen Hauswart zu beauftragen, soll es auch im engen Familenkreis sein, sollte ja auch steuerrechtlich kein Problem sein, von daher sehe ich Schwarzarbeit etwas weit her geholt.

Kurzgefasst, ein monatlichen fixen Betrag als Hauswart.

Kommentar von wfwbinder ,

Gerade unter Angehörigen sollte man aber eine schriftliche Vereinbarung treffen.

Kommentar von Pancake ,

Genügt ein Privatvertrag für das Finanzamt oder wollen die irgendwas beglaubigtes haben, da ich denke, solange der Zahlungsfluss erkenntlich ist, dass es kein Problem ist.

Kommentar von wfwbinder ,

ganz normal, ggf. handschriftlich. nur muss er wortgetreu durchgeführt werden.

Kommentar von vulkanismus ,

"Der Zahlungsfluss muss erkenntlich sein" ist falsch ausgedrückt.

Er muss lückenlos von Anfang an belegbar sein.

Also immer schön pünktlich überweisen. Auch die Lohnsteuer und die Sozialabgaben.

Kommentar von vulkanismus ,

Einen mündlichen Vertrag habe ich mit dem Bäcker.

Du aber willst Deine Ausgaben steuerlich anerkannt haben.

Und da wird Dir "das Finanzamt" etwas husten, wenn Du keinen wie unter Fremden üblichen Vertrag hast und diesen auch so durchführst.

Womit wir wieder bei Schwarzarbeit sind.

Antwort
von robinek, 121

Wie gross ist das "Hauseigentum" denn? Wieviele Mieparteien? Persönlich würde ich mir das nicht antun einen "Verwandten" einzuschalten. Versteht er von der Verwaltertätigkeit etwas? Würde einen neutralen Verwalter beauftragen! Aber, ein Verwalter hält selbst keinen Hof sauber oder macht Gartenpflege!!! Du wärst und bist aber auf der sicheren Seite! Kosten kannst Du als Eigentümer doch beim Finanzamt geltend machen!

Antwort
von vulkanismus, 99

Was heisst Aufwandsentschädigung? Wird er angestellt oder soll er "Schwarzarbeit" verrichten?

Ein normales Arbeitsverhältnis kann natürlich berücksichtigt werden.

Wie? Na wie die anderen Ausgaben auch.

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