Frage von Leonie24, 145

Rückübertragung von Schenkung an Kinder wegen geringer Rente.

Rückübertragung Haus an die Eltern

Meine Schwester und ich haben Anfang 2011 das Haus unserer Eltern notariell überschrieben bekommen. Zweck dieser Überschreibung war, eine Grundschuld in Höhe von 20.000 € eintragen zu lassen, da meine Eltern nur eine sehr geringe gesetzliche Rente mtl. beziehen (300 €) + 300 € mtl. aus einer Lebensversicherung (insgesamt 600 € mtl.). Meine Schwester und ich haben für diese Grundschuld mit unseren Gehältern gebürgt, sonst hätten meine Eltern dieses Darlehen nicht erhalten. Aus diesen 20.000 € beziehen meine Eltern mtl. 700 €. Von diesen 700 € zahlen sie aber 200 € wieder zurück für das geliehene Geld. So verbleiben Ihnen nur 500 € aus diesem Kredit. Diese 500 € erhalten unsere Eltern aber nur noch knapp 9 Monate, dann sind die 20.000 € aufgezehrt und der nächste Kredit muss her. Wir möchten nun das uns überschriebene Haus wieder rückübertragen auf unsere Eltern, damit diese ein zinsfreies Darlehen von der Stadt bekommen (Sozialhilfe) können. Ein Problem besteht nun darin, dass bei der Rückübertragung einer Schenkung, Steuern für den Beschenkten anfallen, in diesem Fall, unsere Eltern. Da unsere Eltern ja nichts mehr besitzen, kann man doch keine Schenkungssteuer verlangen? Es muss der Zustand der Armut konstatiert werden, so sagte man uns auf dem zuständigen Gemeindeamt meiner Eltern. Entfallen dann diese Schenkungssteuern? Ist der zuständige Steuerberater am Ort die richtige Person, die den Zustand der Armut konstatiert?

Antwort
von imager761, 136
Anfang 2011 das Haus unserer Eltern notariell überschrieben bekommen. Zweck dieser Überschreibung war, eine Grundschuld in Höhe von 20.000 € eintragen zu lassen

Wieso? Hätte ihr nicht ohne Schenkung für die Grundschuld bürgen können?

Ein Problem besteht nun darin, dass bei der Rückübertragung einer Schenkung, Steuern für den Beschenkten anfallen, in diesem Fall, unsere Eltern.

Wieso? Fordern sie die Schenkung aus Rechtsgrund Verarmung zurück, was sinnigerweise im Schenkungsvertrag geregelt sein dürfte, fällt bei dieser Rückauflassung auch keine Schenkungssteuer an. Erst recht nicht bei einem Verkehrswert unter 400.000 EUR.

Ist der zuständige Steuerberater am Ort die richtige Person, die den Zustand der Armut konstatiert?

Durchaus, aber auf dessen "Gutachten" käme es garnicht an, wenn man als Schenkungsgeber dem Notar die Einkommenslage darlegt und ihr der Rückforderung nicht widersprecht.

Antwort
von wfwbinder, 87

Ist das Haus denn mehr als 400,000,- Wert?

Ihr seid zwei Kinder mit zwei Eltern. Pro Kind und Elternteil sind 100.000,- Schenkung, schenkunggssteuerfrei.

Also Schwer A an Vater 100.000,- Schwester B an Vater 100.000,- Schwester A an Mutter 100.000,- Schwester B an Mutter 100.000,-

Wenn das Haus mehr als 400.000,- wert ist hat Euch der Notar eventuell unzureichend beraten, denn mit einer Rückfallklausel hätte man die Sache retten können.

-Aber mal anders, Seht ihr das , was ihr da macht als Optimal an?

Wie sind die Zukunftstpläne?

Was liegt an, für später. Wollt Ihr Schwestern das Haus für Euch haben?

Oder eght es nur darum, dass die Eltern in gewohnter Umgebung möglichst bis zum Ableben bleiben können.

Es gäbe auch die Möglichkeit der Verrentung des Hauses mit einer negativen Hypothek, oder Lösungen mit Übertragung auf Euch und einer Rente an die Eltern.

Antwort
von Privatier59, 69
Da unsere Eltern ja nichts mehr besitzen, kann man doch keine Schenkungssteuer verlangen?

Schreibst Du aus Deutschland? Dann hast Du die Funktionsweise der Schenkungsteuer nicht verstanden. Besteuert wird die Zuwendung und nicht das Gesamtvermögen des Beschenkten.

Was ist mich allerdings frage ist, ob denn hier überhaupt eine Schenkung und nicht die Rückforderung einer erfolgten Schenkung wegen Verarmung erfolgen soll. Dann gäbe es auch keine Steuerpflicht.

Antwort
von billy, 49

Unter Verwandten ersten Grades gibt es relativ hohe Freigrenzen 400.000 € bevor die Schenkungssteuer / Erbschaftssteuer fällig würde.

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