Frage von rudirudi, 393

Langfristige Geldanlage gewählt, jetzt Tod des Anlegers, können Erben kündigen?

Wenn jemand eine langfristige Geldanlage gewählt hat und verstirbt, können die Erben dann die Papiere verkaufen, bzw. steht ein Sonderkündigungsrecht zu?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Erbe & erbrecht, 389

Die Erben treten in die Rechtsposition des Erblassers.

Wenn in dem Vertrag mit dem Fonds, der Bank, oder wer der Vertragspartner sein mag, keine Sonderkündigungsrechte vorgesehen sind, dann kann man nur vertragsgemäß kündigen.

Also, den Vertrag genau prüfen.

Antwort
von Finanzschlumpf, 376

Also ich kenne das auch meiner "Kundenzeit" anders.

Da haben rüstige, kerngesunde Rentner mit mindestens noch 10 Jahren Lebenserwarung max. 3 Monatsgeld gemacht, "falls was passiert" , sprich, dass sich die Erben sofort drüber hermachen können....

( Ok, zugegeben, damals gab es für 3 Monate auch noch 4-5 Prozent , bei 2-3 Prozent Inflation ).

Antwort
von Rat2010, 351

Um was für "langfristige Geldanlagen" geht es? Ein Aktienfonds oder manches, was du vermutlich als "Papiere" bezeichnest ist auch eine langfristige Geldanlage, kann aber jederzeit verkauft werden. Ein Sparbrief hat dagegen eine Laufzeit. Richtig problematisch sind geschlossene Fonds.

Worum geht es also? Es gibt kein Sonderkündigungsrecht aber auch gar nicht so vele Fälle, in denen die Erben nur warten können. In den Fällen entsteht eine Erbengemeinschaft, deren Ergebnis aus der Anlage gesondert udn einheitlich festgestellt werden muss.

Kommentar von LittleArrow ,

Hinweis für Fragesteller rudirudi:

Erbengemeinschaft, deren Ergebnis aus der Anlage gesondert und einheitlich festgestellt werden muss.

Dies ist ein einkommensteuerlicher Aspekt, zu dem der Fragesteller z. B. hier mehr erfährt:

http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-10646.xhtml?currentModule=home

Antwort
von gandalf94305, 304

Das kannst Du alleine den Vertragsbedingungen der "langfristigen Geldanlage" entnehmen. Eine besondere gesetzliche Regelung gibt es dazu jedenfalls nicht.

Du sagst ja nicht einmal, welche konkrete Geldanlage das ist. Da wirst Du also schon etwas lesen müssen.

Antwort
von MadRampage, 276

Die Erben treten die rechtsnachfolge dieses Vertrages an. Und dieser Vertrag gilt natürlich weiter. Um welche Anlage handelt sich es denn? Festgeld? Sparbrief? geschlossener Fonds (grauer Kapitalmarkt)?

Antwort
von Privatier59, 262

Ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht gibt es nicht. Die Erben treten in die Stellung des Erblassers ein. Allerdings sehen die Vertragsbedingungen der Banken manchmal Kündigungsmöglichkeiten vor. Genaues dazu könnte man erst dann sagen, wenn man wüßte, was hinter dem nebulösen Begriff "langfristige Geldanlage" steckt.

Antwort
von free555, 253

das Gesetz hilft dir da nicht, sondern nur ein Blick in die Geschäftsbedingungen, die das Papier betreffen.

Auch Aktien sind eine Geldanlage und die kann man sofort verkaufen.

Nachdem unklar ist, was unter Geldanlage zu verstehen ist, kann man wenig sagen. Klar ist: der Erbe tritt in den Vertrag ein. Und den sollte man lesen.

Antwort
von althaus, 241

Tolle Frage. Warum sagst Du uns nicht um welche Geldanlage es sich handelt?

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