Frage von Timmy1960,

Heizkosten zu hoch in 3 Monaten 1237,97 ab gelesen von Techem

Hallo , brauch mal eure Hilfe,

wir haben für drei Monate ein Haus gemietet Okt, Nov, und Dez. Die wohnfläche betrug 128 m2 vorauszahlung 200,00€ monatlich, die Heizkosten betrugen insgesamt 1237,97 plus betriebskosten von 85,95 also somit eine Nachzahlung von 723,56 € wohlgemerkt für 3 Monate.. Die Ablesung hat Techem vor genommen.

Die Vormieter haben in 9 Monaten 9500 Einheiten verbraucht mit 6 Personen und alle 3 Kinderzimmer waren beheizt und wir sollen mit 2 Personen 7500 Einheiten verbraucht haben und waren über Tag nicht da (arbeit) und die Heizkörper waren über tag runter gestellt. Techem hat die Heizkörper im September nicht abgelesen sondern sie selber, um kosten zu sparen, ist das überhaupt rechtens! Leider ist mit dem Vermieter nicht zu reden, sie sagten mir selber schuld wenn man in der Küche bei 20 Grad sitzt, sie Selber würden mit Jacke und Schal in der Wohnung sitzen, das sagt eigentlich alles! Was kann ich tun oder muss ich in den sauren Apfel beissen! Danke im Vorraus für Ratschläge! MFG Timmy

Antwort
von Privatier59,

Das ist ein wohlbekanntes Problem: Ich nehme an, dass bei techem auf der Rückseite der Abrechnungen wie an sich üblich die sogenannte Gradtagszahltabelle ist. An der kannst Du sehen, dass auf die Monate Oktober bis einschließlich Dezember 360 von insgeamt 1000 Gradtagszahlen entfallen, maW: Es entsteht 36% des jährlichen Heizkostenbedarfs, wobei das Durchschnittswerte sind die sich witterungsbedingt noch veränden können. Es muß also bei Bezug des Hauses zu Beginn der Heizperiode zwangsläufig eine Nachzahlung geben.

Man kann die Werte also nicht auf das Jahr hochrechnen.

Was Du außerdem beachten mußt ist das geradezu explosive Ansteigen der Energiepreise in den letzten Monaten. Das wird bei der Berechnung der Vorauszahlungshöhe so nicht vorhersehbar gewesen sein. Wenn ich mir das mal überschlage, wäre es sinnvoller, die Heizkostenvorauszahlung auf 300,--Euro den Monat zu erhöhen. Das müßte in ungefähr hinkommen.

Antwort
von gammoncrack,

Die monatlichen Abschlagszahlungen zu den Heizkosten beziehen sich doch immer auf den Jahresverbrauch.

Dass man in den Monaten Oktober bis Dezember natürlich mehr verbraucht, als im Jahresdurchschnitt, dürfte doch wohl einigermaßen verständlich sein.

Antwort
von robinek,

Für 3 Monate ist das auf den ersten Blick schon sehr viel! Wieviel Heizkörper sind es denn? Nach den Einheiten kannst Du Dich nicht unbedingt orientieren. Wohnt Ihr alleine in dem Haus (Warum sind dann Heizkostenverteiler?) Es gäbe noch einige Fragen. Lass die Abrechnung doch von einem Mieterschutzverein oder von der Verbraucherzentrale überprüfen! Die Aussage des Vermieters 20 Grad in der Küche oder selber mit Jacke und Schal in der Wohnung sitzen ist natürlich "nonsens"

Antwort
von anitari,

drei Monate ... Okt, Nov, und Dez.

Das sagt schon alles. 3 Monate noch dazu ausschließlich Heizmonate. In diesen Monaten sind die tatsächlichen Heizkosten 2 - 3 x so hoch wie die gezahlten.

Dazu kommt das 200 € Vorauszahlung bei einer Wohnfläche von 128 m² sehr knapp, um nicht zu sagen, zu wenig sind.

Allein für Heizkosten ohne Warmwasseraufbereitung hätten es 130 € pro m² sein sollen. Für Warmwasseraufbereitung, wenn über die Heizanlage, noch mal 30 - 50 €.

Weiterhin ist zu berücksichtigen das Heizkosten nicht zu 100 %, sondern nur zu 70 oder 50 nach Verbrauch abgerechnet wird. Der Rest nach Wohnfläche.

Kommentar von LittleArrow ,

Der Rest nach Wohnfläche.

Dieser gespaltene Verteilungsschlüssel ist bei einem gemieteten Haus irrelevant. Nicht jedoch bei einem Mehrfamilienhaus.

Kommentar von anitari ,

Irrelevant vielleicht, aber nicht unmöglich.

Kommentar von LittleArrow ,

Sorry, ich wollte sagen, dass es beim Einfamilienhaus (mit einer Wohnung) für die Kostenbelastung irrelevant ist, ob so oder so abgerechnet wird, weil die Hausgesamtheizkosten zu 100 % dem Mieter belastet werden.

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