Frage von paule1234567, 1.809

grundsicherung und 450 euro job leider nicht angegeben was nun?

bin in einer lebensgemeinschaft und wir beziehen grundsicherung nun hab ich einen 450 euro job hab ihn aber und das stimmt wirklich vergessen zu melden da ich in der anname war ich bekomme die grundsicherung weiter oje mir ist ganz bange den leuten das zu sagen. wer und wie kann ich mich verhalten?

Antwort
von Kevin1905, 1.688

bin in einer lebensgemeinschaft und wir beziehen grundsicherung nun hab ich einen 450 euro job hab ihn aber und das stimmt wirklich vergessen zu melden da ich in der anname war ich bekomme die grundsicherung weiter oje mir ist ganz bange den leuten das zu sagen. wer und wie kann ich mich verhalten?

Du wirst die zu viel erhaltene Leistung zurück zahlen müssen. Ferner richte dich auf ein Strafverfahren ein, also Post von der Staatsanwaltschaft in Form eines Strafbefehls.

Evtl. solltest du dir dann einen Strafverteidiger nehmen und dagegen vorgehen. Wenn der Tatnachweis des Betrugs nicht erbracht ist, darf das Urteil nur Freispruch lauten.

Antwort
von Primus, 1.298

Je schneller Du Dich meldest, um so geringer wird die Rückzahlung sein, die Du auf jeden Fall leisten musst.

Wenn es nur bei der Rückzahlung bleibt, kannst Du zufrieden sein, denn je nachdem wie lange Du diesen Nebenverdienst schon beziehst, kann das für Dich strafrechtliche Folgen haben.

Antwort
von cyracus, 1.029

Du schreibst nicht, ob Dir Dein Versäumnis jetzt eingefallen ist, wie lange Du schon dem Job nachgehst und ob Du schon Post vom Jobcenter erhalten hast.

Wie hier schon geschrieben: Geh schnell zum Jobcenter, um das zu klären. Und:

Geh auf keinen Fall alleine hin, sondern in Begleitung eines erfahrenen (!!) Beistands (dazu gleich mehr).

Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

Antwort
von Gaenseliesel, 764

Tja, das nicht Melden ist schon Betrug am Sozialsystem an sich ! 

Also, schnellstens nachmelden ! 

Nichtwissen schützt vor Strafe nicht, da musst du nun durch !

Aber - " lieber ein Ende mit Schrecken  als ein Schrecken ohne Ende " ! 

135,00 Euro bleiben vom 450 Eurojob anrechnungsfrei.

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