Frage von Lohnbuchhaltung, 261

Frage zu Erbschaft -vor Tod noch Auto verschenkt

Vor 2 Wochen verstarb meine Tante-kinderlos.

Sie hat 2 Geschwister, mein Onkel bekam vor 4 Wochen ihr Auto geschenkt, weil sie es nicht mehr fahren konnte. Müsste dies nun nicht mit in die Erbmasse fallen? Da meine Mutter ja sogesehen auch Erbberechtigte ist?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Lohnbuchhaltung,

Schau mal bitte hier:
Erbe schenkung

Antwort
von imager761, 251
ihr Auto geschenkt (...) Müsste dies nun nicht mit in die Erbmasse fallen?

Nein: Das verschenkte Auto gehört ja nicht mehr zum Nachlass der Verstorbenen, an dem aber allein deine Mutter erbberechtigt ist :-(.

Da meine Mutter ja sogesehen auch Erbberechtigte ist?

Trotzdem besteht kein Ergänzungsanspruch n. § 2325 BGB aus lebzeitiger Schenkung, da deine Mutter als Schwester der Erblasserin keinen derartigen Anspruch hat; den haben gem. § 2303 BGB nur Ehegatten, Kinder und Eltern der Verstorbenen: http://dejure.org/gesetze/BGB/2303.html

G imager761

Antwort
von gandalf94305, 210

Deine Mutter mag erbberechtigt sein, aber einen Anspruch auf Pflichtteil bzw. Pflichtteilergänzung hat sie als Schwester nicht. Das hätten nur direkte Abkömmlinge, Ehegatten und die Eltern/Großeltern, d.h. Verwandte in gerader Linie und Ehegatten. In Abwesenheit solcher besteht keine Grundlage für einen Pflichtteilsergänzungsanspruch nach §2325 BGB.

Damit ist die Lage recht klar. Die Tante hat dem lieben Onkel ein Auto geschenkt und das ist gut. Der Rest fällt nun an die mehr oder weniger liebe Schwester und ebendiesen Onkel, die sich jetzt entweder einigerweise eine Aufteilung des Erbes überlegen oder aber die nächsten Jahrzehnte in Erbstreitigkeiten ergötzen werden.

Regel #1 für Erbschaften: freue Dich über das, was Du bekommst. Trauere nicht dem nach, was andere bekommen. Vorher hattest Du gar nichts von alledem.

Antwort
von Primus, 156

Dein Onkel war doch mit Sicherheit der Ehemann Deiner Tante, oder?

Warum sollte er dann etwas, was seine Frau ihm geschenkt hat, wieder abgeben und in die Erbmasse stecken müssen?

Sorry, aber Deine Mutter wäre nur erbberechtigt, wenn es den Ehemann auch nicht mehr gäbe.

Ich wünsche ihm, obwohl er mir völlig fremd ist, noch ein langes, langes Leben.

Antwort
von EnnoBecker, 130

Warum soll es in die Erbmasse fallen? Vererben kann man doch nur das, dessen Eigentümer man ist. Und das ist hier der Onkel.

Antwort
von Privatier59, 102

Nö, was weg ist, ist weg!

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