Frage von klPrinz, 268

Gerichtsvollzieher vor der Tür aufgrund falscher Wohnandresseangabe, was tun ?

Hallo liebe Foraner,

ich habe eine Frage mit der Bitte um sachdienliche Antworten:

Frage 1: Was kann man im folgenden Fall am besten tun ?. Die Post der Kinder einer Ex-Partnerin landet im Briefkasten ihres Ex-Partners. Es handelt sich um Post von Inkassebüros, Gerichtsvollzieher ..... Die Post ist an die volljährigen Kinder adressiert, mit Vor- und Nachnamen, obwohl sie an der Adresse nie gewohnt haben, nicht wohnen und niemals wohnen werden. Die Gerichtsvollzieher stehen gelegentlich auch an der Tür des Ex-Partners wegen seiner volljährigen Stiefkinder, weil irgend jemand, sehr wahrscheinlich die Kinder selbst, gegenüber den Gläubigern eine falsche Adresse angegeben haben. Die Situation ist für den Wohnungsbesitzer, der mit den Kindern nichts zu tun hat, sehr unangenehm. Die Kinder selbst wohnen in einer WG in einer anderen Gemeinde unter anderen Namen.

Frage 2: Wie kann man es verhindern, dass die Situation sich immer wieder wiederholt ?.

Frage 3: Ist das ein Fall für die Polizei, Einwohnermeldeamt.... ???

Vielen Dank im voraus.

Antwort
von Primus, 221

Zu Frage 1: Post mit dem Vermerk - Adressat unbekannt dem Postbooten wieder mitgeben.

Zu Frage 2: Der Wohnungsbesitzer solle seinen Vor - und Zunamen an der Klingel anbringen, damit zu sehen ist, wer dort wohnt und gegebenenfalls dem Gerichtsvollzieher Wohnort und (anderen) Namen .der Kinder nennen.

Außerdem würde ich mich - da Du ja Betrug vermutest - mal mit der Polizei unterhalten, wie man gegen solche Subjekte vorgehen sollte.

Antwort
von imager761, 266

Post von Inkassebüros, Gerichtsvollzieher ...(...) an die volljährigen Kinder adressiert, mit Vor- und Nachnamen, obwohl sie an der Adresse nie gewohnt haben, nicht wohnen und niemals wohnen werden. Wie kann man es verhindern, dass die Situation sich immer wieder wiederholt ?

Indem man die Sendungen nicht annimmt? Dafür erklärt man dem Postzusteller, wer hier alles nicht wohnt und bittet ihn, die Sendungen vor Zustellung gleich auszusortieren und zu retournieren oder besorgt sich bei der Post die rosa Aufkleber CN 15 (s. Foto) :-)

G imager761

Antwort
von wfwbinder, 156

Man wird nie verhindern können, dass Jemand an der Tür klingelt und fragt, "wohnt hier Michaela Mustermann?"

Man sagt, "Nein" udn er geht.

Wenn in meinem Briefkasten Post landet, die mir nciht gehört, werfe ich sie in den Briefkasten, der richtig ist, wenn es einer Nachbarn ist. Sonst stelle ich sie oben auf die Briefkastenanlage, damit der Postbote am nächsten tag ihn wieder mitnehmen kann. landet der wieder in meinem kosten, kommt der Vermerkt drauf "unbekannt" und fertig.

Das würde ich nicht nur mit Post von den Kindern von meiner EX machen, sondern auch mit der Post von meiner Ex.

Kommentar von freelance ,

so einfach kann die Welt sein....

dh

Antwort
von Mikkey, 175

Nun, anscheinend kann hier niemand so richtig die Unannehmlichkeiten nachvollziehen...

Frage 1 ist bereits ausführlich beantwortet worden

Frage 2: Du könntest das Geld für einen Anwalt investieren, der jedes der "Kinder" abmahnt. Da die wohl kein Geld haben, würdest Du zum Einen auf den Kosten sitzenbleiben und zum Anderen ware eine Strafgeldandrohung ein zahnloser Tiger.

Frage 3: Du könntest es mit einer Anzeige wegen Betrugsverdachts versuchen.

Antwort
von gandalf94305, 132

Sagen wir mal so.... meine private Telefonnummer war mal auf Industriepumpen eines bestimmten Herstellers als Notfallnummer aufgedruckt. Während die ersten Anrufe der Art "ich hätte da ein Problem mit meiner Pumpe..." vielleicht noch als lustig einzustufen waren, fing es mit der Zeit an, doch etwas lästig zu werden. Irgendwann hatte ich sogar auf dem Anrufbeantworter die Nachricht "Nein, wie verkaufen und reparieren keine Pumpen. Das ist die falsche Telefonnummer." aufgesprochen.

Meine Telefonnummer bei Xerox PARC unterschied sich um eine Ziffer von der eines Pizza-Service - man kann sich vorstellen, welche Anrufe ich bekam.

Und was die Adressen anbelangt, so gibt es einen Ort, der gleich wie mein Wohnort ausgesprochen wird, nur eben hat er noch einen Buchstaben gedoppelt. Schade, wenn dann ein Lkw vor dem Haus hält und fragt, wo die Paletten abzuladen seien... und feststellen muß, daß er sein Ziel um ca. 80 km verfehlt hat.

So ist es nun mal. Irrläufer gibt es immer. Und die lassen sich schnell klären. Im Fall eines Gerichtsvollziehers passiert das anhand eines Personalausweises. Wenn die Personen, die der Gerichtsvollzieher sucht, nicht an Deiner Adresse gemeldet sind, dann gibt es gar kein Problem. Falls doch, solltest Du das dem Einwohnermeldeamt mitteilen. Post unbekannter Personen gibt man der Post wieder mit oder schreibt "unbekannt verzogen" darauf und steckt sie in den nächsten Briefkasten. Fertig.

Das Leben kann manchmal lästig sein, aber dafür gibt es einfache Lösungen.

Kommentar von blnsteglitz ,

Das Leben kann manchmal lästig sein, aber dafür gibt es einfache Lösungen.

DAS gefällt mir gut!!!!!! Sehr gut.

Kommentar von gandalf94305 ,

Das sollte doch das Motto eines jeden Beraters sein, oder? :-)

Kommentar von blnsteglitz ,

nicht nur das - jeder sollte das beherzigen.....

und auch danach handeln!!!!!!

Kommentar von FREDL2 ,

Das Leben kann manchmal lästig sein, aber dafür gibt es einfache Lösungen.

Nun ja. Eine meiner Mobilfunknummern ist - wenn man eine Zahl weglässt - identisch mit der Nummer der Adipositas-Sprechstunde der Berliner Charite. Mein Arbeitgeber sieht keinen Handlungsbedarf, die Charite hab ich nicht gefragt. Ich gehe davon aus, die auch nicht. Dieser stete Quell der Freude bleibt mir also erhalten.

Antwort
von freelance, 100

Die Kinder selbst wohnen in einer WG in einer anderen Gemeinde unter anderen Namen.

wie geht das? Wie können a) die Kinder Post bekommen an falscher Adresse und b) unter anderem Namen in einer anderen Gemeinde? Reden wir hier von einem Zeugenschutzprogramm?

Ok. Sagen wir mal so. Ich achte nun nicht auf die ganzen Nebeninformationen zu den Verwandtschaftsgraden etc.

  • Bekäme ich Post von Dritten, die nicht bei mir wohnen, dann würde ich entweder die Post diesen Dritten zukommen lassen oder die Post als unbekannt verzogen zurückgehen lassen
  • käme der Gerichtsvollzieher, wird der mich ja fragen, ob Person xy hier wohnte. Wenn ich dann sage nein, dann kommt der nie wieder

Wie man das verhindern kann?

  • Post unbekannt verzogen zurück
  • Absender anschreiben, dass die Personen eine andere Adresse haben. Welche? Keine angeben oder die vom 'Zeugenschutzprogramm'
  • dem Gerichtsvollzieher sagen, dass die Personen hier nicht wohnen. Den Rest macht der
  • auf die Personen zugehen und informieren, dass irgendwas da zu brennen beginnt
  • einfach ignorieren und den Gerichtsvollzieher anschweigen

Was ich nicht verstehe, ist, dass der Gerichtsvollzieher öfter kommt. Wie kann das sein, denn der wird ja weder ein Namensschild finden und wenn er denn eine Person antrifft, die dann hoffentlich sagt, dass der Empfänger hier nicht wohnt, ist der Fall over. Und daher verstehe ich nicht, warum der öfter kommt.

Ein Fall für die Polizei ist es für mich nicht. Wieso auch? Der Absender muss hier aktiv werden, der, der Geld will. Der muss herausfinden, wo die Personen xy wohnen.

Kommentar von klPrinz ,

1.) Die Kinder wohnen in einer WG und haben auf dem Briefkasten und auf der Klingel kein Namensschild o.ä. --> blöd für den Briefträger.

2.) Die Mutter der Kinder wohnt an der Adresse wo die Post für ihre Kinder ankommt aber ihre volljährige Kinder haben da nie gewohnt und wohnen auch da nicht.

3.) Ich vermute einen Betrug: Die Kinder kaufen etwas, zahlen nicht und verstecken sich unter falschen Adresse.

4.) Wie kommt ein Gerichtsvollzieher an die Adresse eines Schuldners heran ?. Greift es sich die Adresse eines Verwandten, wenn er den Schuldner nicht selbst finden kann ?

Antwort
von Privatier59, 69
Was kann man im folgenden Fall am besten tun ?.

Die Post als unzustellbar zurück gehen lassen.

Dem Gerichtsvollzieher Tür aufmachen, Situation erklären und Tür wieder zumachen.

Und wieso unangenehm? Bei mir klingeln auch andauernd Leute an der Tür: Bettler oder Vertreter beispielsweise. Da mach ich das mit dem Tür auf/Tür zu auch immer. Was soll daran unangenehm sein?

Wie kann man es verhindern, dass die Situation sich immer wieder wiederholt ?.

Mach die Tür nicht mehr auf. Und brüll den Briefträger an, ob er nicht lesen kann (bei den heutigen Briefträgern ist das eine rhetorische Frage).

Ist das ein Fall für die Polizei, Einwohnermeldeamt.... ???

Wieso das denn?

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