Antworten von Kevin1905

  • wo bekommt man zuverlässige Hilfe bei Finanzangelegenheiten
    Antwort von Kevin1905 ·

    Investiere niemals Geld in etwas, dass du nicht verstehst. Dies ist einer der fundamentalsten Anlagegrundsätze.

    Wer außer einem Anwalt glaubst du hilft dir denn? Unentgeltlich wird das sowieso niemand tun, ist auch rechtlich nur sehr eingeschränkt möglich.

    Du kannst es mal bei der Verbraucherzentrale versuchen obwohl ich diese immer mit Vorsicht genieße bei Geldanlagen...

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    Kommentar von LittleArrow ,

    Du hast vollkommen Recht. Schon die Schreibweise "Patent-Fond" lies eher auf ein Kochrezeptproblem schließen;-) Bei Patent-Fond könnte man tatsächlich an ...ggi-Gemüsefond denken.

  • EU Rente Hinzuverdienst Minijob
    Antwort von Kevin1905 ·

    EU-Rente kannst du gar nicht bekommen, da du nach dem 01.01.1961 geboren bist. Folglich erhälst du eine Erwerbsminderungsrente.

    Voll erwerbsgemindert ist, wer keiner Tätigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt mehr für mehr als 3 Stunden täglich nachgehen kann. Da wird nichts ausgelegt oder interpretiert, sondern entscheidend ist das medizinische Gutachten (§ 43 SGB VI).

    Du kannst unschädlich 450,- € monatlich dazu verdienen.

  • Eine Folge der älter werdenden Gesellschaft sind auch mehr Pflegefälle. Unterhaltspflicht Eltern?
    Antwort von Kevin1905 ·

    > Sozialämter werden die Differenzen, die nicht durch Vermögen und Pflegeversicherung zu decken sind, sicher bei den Kindern einfordern.

    Yep. Sofern bei denen was zu holen ist. Das hängt davon ab, wie hoch das eigene Einkommen bzw. Vermögen ist und ob es vorrangige Unterhaltsansprüche gibt (Kinder, Ehegatte, etc.).

    Pflegeergänzung ist so unmöglich nicht. Die Gesundheitsfragen sind verglichen mit einer KKV doch recht harmlos. Pflege-Bahr ist war nicht Bombe aber besser als nichts.

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    Kommentar von microgeo ,

    Pflege-Bahr ist eine Möglichkeit. Jedoch sagen bisherige Testergebnisse dass das Preis-Leistungsverhältnis schlecht ist.

    Kommentar von Kevin1905 ,

    Besser hat man eine schlechte Absicherung als keine. 1.575,- € (gesetzliche Pflegeleistung in PSIII) zzgl. 600,- € Pflege-Bahr sind besser als nur 1.575,- €.


    Wer kann sollte natürlich eine vernünftige Pflegetagegeldversicherung abschließen. Pflege-Bahr ist eben der Notnagel.

    Kommentar von microgeo ,

    Bei einem 65-Jährigen kostet die Absicherung von 600 € Absicherung in Stufe III ca. 30 €. Nicht sehr rosig und nur geringer Absicherungsbetrag. Viele bekommen wg. Krankheiten keine normale Zusatzversicherung mehr....

  • Erwerbsminderungsrente/450euro job
    Antwort von Kevin1905 ·
    Wenn ich jetzt etwas darüberliege, 20-30min. gelegentlich, kann ich da ein Problem mit der DRV bekommen?

    Nein.

    Wie gross ist denn die "Gefahr" bei unbefristeten Renten überhaupt, noch mal zu einem Gutachter zu müssen?

    Eigentlich gar nicht. Es geht hier nur um die Definition des Begriffs der Erwerbsminderung nach § 43 SGB VI. Wer mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann ist ganz einfach nicht voll erwerbsgemindert.

  • Kündigung private klassische rentenversicherung
    Antwort von Kevin1905 ·

    Die Auflösung einer Altersvorsorge lohnt sich - grob gesagt - nur dann, wenn man

    1. Weiß (nicht glaubt), dass man im Alter Nettovermögensmillionär ist und somit diese nicht mehr benötigt ODER
    2. Eine bessere Anlage gefunden hat. Das dürfte sich praktisch als schwierig erweisen aufgrund der gefallenen Höchstrechnungszinsen und der Tatsache, dass du 6 Jahre älter bist (Menschen verstehen i.d.R. den Zinseszinseffekt nicht). Ebenso ist der Vertrag aus der Stornohaftung raus, heißt Abschluss- und Vertriebskosten sind bezahlt, jetzt wird mehr gespart als bis 2014.
    3. Die Steuern: Wenn du vorzeitig kündigst, kommt das Halbeinkünfteverfahren nicht zum Tragen (60/12 bzw. 62/12-Regelung), oder die im Alter günstige Ertragsanteilgsbesteuerung nach § 22 EStG, sondern es würde sich um Kapitalerträge nach § 20 EStG handeln, die auch entsprechend besteuert werden (§ 32d EStG). Verluste hieraus können nur mit Gewinnen der gleichen Anlageart verrechnet werden.

    Evtl. lassen sich Kosten sparen (und die Rendite erhöhen) für die unterjährige Zahlweise, wenn du den Betrag jährlich zahlst.

  • Gibt es beim derzeitigen Zinsniveau noch gute Gründe für den Abschluss eines Bausparers?
    Antwort von Kevin1905 ·

    Ich bin eigentlich generell kein Freund von Bausparverträgen

    1. aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, ist ohne staatliche Förderung eine positive Realrendite auf die eingezahlten Beiträge nicht bzw. kaum möglich.
    2. Niedrige Zinsen (Darlehen) werden wir auch noch länger haben. Hier kommt es primär auf die Bonität an, wer eine gute Bonität hat braucht i.d.R. keinen Bausparvertrag, der erhält auch so günstige Darlehenszinsen.
    3. Selbstgenutztes Wohneigentum auf Kredit zu finanzieren ist eine Sache die ich gesamtwirtschaftlich mit einem Schmunzeln betrachten würde. Stellt man eine Lebensrechnung auf, kostet die eigene Immobilie oft mehr als der Durchschnittsmieter (natürlich von der Lage abhängig) bezahlt hätte.

    Du solltest also dein Geld möglichst renditeorientiert anlegen, ganz besonders wenn es für die Kinder ist, sollte es doch der Fondssparplan sein, mit hoher Aktienquote.

  • Teilweise arbeitslos - wie Lohnsteuerjahresausgleich angehen?
    Antwort von Kevin1905 ·
    zugleich auch beim Thema Lohnsteuerjahresausgleich absolut talentfrei bin.

    Wenn du kein Arbeitgeber bist, muss der dich auch nicht interessieren.

    Nun kann ich mir vorstellen, dass ich das ALG I mit angeben muss.

    Ja musst du, das es dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

    Nur entzieht sich mir 1. wo genau und 2. wie ergeben sich dann die Steuerabgaben die ja sonst auf der Jahresbescheinigung ausgerechnet und aufgelistet sind.

    Im Mantelbogen, Zeile 94.

    Das Arbeitslosengeld I unterliegt dem Progressionsvorbehalt, schiebt dich also in der Steuerprogression nach oben. Dadurch kann es passieren, dass der Lohnsteuerabzug nicht ausreicht um deine Einkommensteuerschuld zu decken, Ergebnis: Nachzahlung!

    Die Erklärungen für 2013 und 2014 sind verpflichtend abzugeben. Wundert mich etwas, dass du noch keinen bösen Brief vom Finanzamt bekommen hast, 2013 ist nämlich gute 9 Monate überfällig ;-)

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von vulkanismus ,

    Warum wundert Dich das?

    Woher soll das Finanzamt wissen, dass er ALG I bekommen hat?

  • Stark gestiegene Kurse. Wann Zeit für Gewinnmitnahmen?
    Antwort von Kevin1905 ·
    Liegenlassen oder öfters einmal umschichten?

    Ich gebe so wenig Orders wie möglich aus, denn jede Order kostet Geld.

    Die starken Kursanstiege der letzten Zeit riechen aber geradezu nach einer Korrektur an den Märkten.

    Möglich, aber interessanter finde ich in wie weit der Aktienkurs den tatsächlichen Wert des Unternehmens wiederspiegelt. Blasenbildung sehe ich eigentlich nicht.

    Immer schön die Stopps nachziehen und deinen Take-Win hast du doch sicher vor der Anlage bereits definiert?

  • Muss ich die gegnerischen Anwaltskosten bezahlen???
    Antwort von Kevin1905 ·

    Muss ich den Anwalt bezahlen???

    Nein.

    Aber

    Anwaltskosten können, wenn diese zweckdienlich und erforderlich waren auch erfolgreich eingeklagt werden.

    Da hier aber - laut deinen Angaben - eine Bereitschaft zur Zahlung von vornherein bestand, könnte man ggf. argumentieren, dass die Anwaltskosten hier nicht notwendig waren und somit gegen die Schadensminderungspflicht (§ 254 BGB) verstoßen haben, womit sie nicht erstattungspflichtig wären.

    Ich habe keine Tierarztrechnung erhalten und angeboten zu bezahlen.

    Dann liegt ja nicht mal Verzug vor, womit eine Erstattung der Anwaltskosten ohnehin außen vor ist.

    Zwei Anmerkungen:

    1. Keine Hundehalterhaftpflicht? (Wenn nein, nehme ich mir die Freiheit dich als Idioten zu beschimpfen und darauf hinzuweisen, dass diese in manchen Bundesländern verpflichtend ist.
    2. Du hast keinen Anspruch auf Ratenzahlung. Du kannst deinen Gläubiger darum bitten und dieser kann kulanterweise darauf eingehen.
  • kleiner Nebejob (auf Rechnung) neben einer Vollzeit-Anstellung?
    Antwort von Kevin1905 ·
    Gibt es da einen Freibetrag pro Jahr, wo ich mir keine Sorgen machen muss, dass ich hinterher dafür extra Steuern zahlen muss?

    410,- € pro Jahr.

    Wenn ja, wieviel darf ich dazuverdienen?

    Prinzipiell so viel du willst, da Einkommen nach oben nicht begrenzt wird. Für die Krankenkasse wird es dann interessant, wenn Arbeitszeit und Verdienst in etwa gleich hoch sind wie bei der Anstellung oder du ggf. Angestellte beschäftigst.

    Wie müsste ich die Rechnung stellen?

    Formale Anforderungen an eine Rechnung entnimmst du dem § 14 UStG.

    Inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer oder kann ich das weglassen?

    Wer die USt. ausweist, muss sie abführen aber nur Leute die von Haus aus regelbesteuert sind bzw. dazu optiert haben dürften Vorsteuer abziehen (§ 19 UStG). Wer sind denn deine Kunden? Andere Unternehmen oder Privatleute? Wie viel Umsatz planst du p.a.?

    Muss ich das in irgendeiner Art beim Finanzamt im Vorwege abklären oder kann das dann über die jährliche Steuererklärung angegeben werden?

    Eine freiberufliche Tätigkeit ist dem Finanzamt schriftlich anzuzeigen. Ein Gewerbe ist anzumelden (meist auf dem Ordnungsamt). Ich vermag hier nicht abschließend zu beurteilen ob die Tätigkeit freiberuflich oder gewerblich wäre. Du musst in jedem Fall den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen.


    Noch einen kurzen Exkurs ins Arbeitsrecht:

    Du sagst du arbeitest hauptberuflich im gleichen Bereich (Grafik). Wenn du mit deiner Nebentätigkeit zu deinem Arbeitgeber in Konkurrenz trittst, kann er dir diese verbieten und dich bei Verstoß auch fristlos entlassen. Die Nebentätigkeit ist also auf jeden Fall anzuzeigen!

    Als Selbständige dürfte es allerding schwierig werden deine wöchentliche Höchstarbeitszeit zu kontrollieren. Wenn jedoch deine Arbeitsleistung leidet kann dies zu Abmahnung und Kündigung führen....

    Zur Sozialversicherung schrieb ich ja schon einen Satz.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Sandraaaaaa ,

    Wow, super erklärt – Vielen Dank!!!

  • Steuerklärung bei Bonuszahlung der Krankenkasse?
    Antwort von Kevin1905 ·
    Diese Bonuszahlung ist steuerpflichtig.

    Sie wird gegen die abzugsfähigen Sonderausgaben (KV/PV-Beiträge) gerechnet (Anlage Vorsorgeaufwand, Zeile 16).

    Muss ich im nächsten Jahr, aufgrund der Bonuszahlung, eine Steuererklärung abgeben?

    Ist nicht steuerpflichtig und unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt....

    Musst also keine EStE abgeben.