Ruhestandsversetzung von Beamten auf Probe?

Hallo, eine Frage an die Beamtenrechtler:

Grundsätzlich ist es im Beamtenversirgungsrecht auf Bundes- und Landesebene so, dass Beamte auf Probe in den Ruhestand versetzt werden, wenn sie durch einen Dienstunfall dienstunfähig geworden sind.

Um anderweitig, also sprich ohne Dienstunfall, Pensionsansprüche zu begründen, sieht das Beamtenversorgungsgesetz folgendes vor:

Generell hat der Beamte Anspruch auf Versorgung, wenn eine mindestens fünfjährige (ruhegehaltsfähige) Dienstzeit abgeleistet wurde. Im Gesetz findet sich jedoch kein Hinweis auf den Status, Lebenszeit, Probe oder Zeit.

Ein Beamter, der im gehobenen Dienst ein FH-Studium absolviert, wird als Beamter auf Widerruf (bereits ruhegehaltsfähige Dienstzeit von Anfang an) eingestellt. Nach absolviertem dreijährigem Studium wird er in die Probezeit übernommen, welche drei Jahre dauert. Das heißt, nach 6 Jahren wird er Beamter auf Lebenszeit und hat bereits als Probebeamter die "versorgungsrechtliche Wartezeit" von 5 Jahren erfüllt. Was passiert, wenn er noch bevor seiner Verbeamtung auf Lebenszeit (ohne vorangegangenen Dienstunfall) dienstunfähig wird, aber die 5 Jahre abgeleistet hat? Versetzung in den Ruhestand bei Mindestpensionoder Entlassung aus dem Beamtenverhältnis? Im BeamtVG steht kein Hinweis, dass der Beamte auf Lebenszeit verbeamtet sein muss, es steht lediglich "der Beamte", daher die Frage.

Google habe ich ausreichend bemüht, jedoch stützen sich die im Internet verbreiteten (teilweise widersprüchlichen) Informationen nicht auf Gesetze oder Verordnungen, sondern sind meiner Meinung nach wenig verlässlich und nicht begründet. 

Hierzu finde ich leider auch keine Rechtsprechung. Ich hoffe, jemand kann die Frage kompetent beantworten, entweder aus Erfahrung oder ausreichender Rechtskenntnis. Vielen Dank :-)

Albert

Beamtenrecht, Dienstunfähigkeit, Beamtenversorgung, Versorgung, Wartezeit, Pensionsansprueche
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Krankheit und Arbeitnehmerkündigung während der ersten 4 Wochen der Probezeit - Wie wird das mit dem Krankengeld bei der Krankenkasse geregelt?

Hallo,

ich bin seid dem 01.09.2016 bei einer Bundesbehörde beschäftigt und habe dort in den ersten 2 Tagen die Hölle auf Erden erlebt. So einen Einstieg, mit Horrorgeschichten von völlig apathischen Mitarbeitern (und selbst die arbeiten dort erst seid ein paar Wochen) die kurz vor dem Zusammenbruch stehen und absolut menschenunwürdigen Verhältnissen (keine Toiletten, mir wurde am 1. Tag schon klipp und klar gesagt, dass ich jeden Tag von 07:00 Uhr bis um 20:00 Uhr bleiben muss, es gibt keine Stühle und Tische für manche MA und für die neuen schon gar nicht, mir wurde gleich am 2. Tag verboten meine 30 minütige Pause, die mir sowieso von der Arbeitszeit abgezogen wird, zu machen), habe ich in meinem ganzen Arbeitsleben noch nie erlebt. Ich bin völlig schockiert und außerstande da wieder einen Fuß reinzusetzen. Mir geht es richtig schlecht, ich habe Panik da wieder hin zu müssen, kann nicht schlafen oder essen, muss mich sogar teilweise übergeben. Ich bin einfach nur fertig!

Ich habe dann am 04.09. einen Arzt aufgesucht und bin seiddem krankgeschrieben. Da dies aber kein Dauerzustand ist und ich jetzt auch schon wieder neue Stellen in Aussicht habe, muss ich da ja irgendwie raus. Also werde ich nächste Woche fristgerecht zum 30.09. kündigen.

Aber wie lauft das jetzt mit dem Geld? So wie ich das verstanden habe, muss der AG laut § 3 Abs. 3 EFZG mich dann für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht bezahlen (weil ich ja schon in den ersten 4 Wochen der Probezeit krank bin und kündige) und meine Krankenkasse steht nun in der Pflicht Krankengeld zu zahlen. Aber wie geht das von Statten? Macht die Krankenkasse das automatisch oder muss ich mich da melden? Wenn ja, wann? Denn meine Befürchtung ist, dass ich am 30.09. ohne einen einzigen Cent dastehe.

Ich bin unendlich Dankbar wenn mir da jemand weiterhelfen könnte!

Krankengeld, Kündigung, Probezeit, Wartezeit, Arbeitnehmerkündigung, Entgeltfortzahlungsgesetz
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