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Grundsicherung - Beweispflicht bei unsinnigen Vermutungen eines Sachbearbeiters?

Seit 12 Jahren bin ich die Freundin und ehemalige Geschäftspartnerin meine Freundes der nach seinem Schlaganfall Grundsicherung im Alter bezieht. Da mein Freund sich nach seinem Schlaganfall nicht mehr artikulieren kann und ich seine einzige Vertraute/Familie bin, habe ich die Vorsorgevollmacht mit allen Befugnissen, auch Bankvollmacht und volle Verfügungsgewalt über sein Konto. Da mein Freund sehr viele Schulden besitzt hat er ein Pfändungsschutzkonto, von dem aber seine Gläubiger am Monatsletzten "nicht verbrauchtes" Geld für sich beanspruchen können. Ich hatte immer große Schwierigkeiten, dies Geld zurückzufordern, da es ja pfändungssicher ist, so dass mein Freund und ich uns vor Jahren geeinigt haben, dass wir die "nicht verbrauchten" Beträge- die ja immer unterschiedlich sind - auf ein Konto unter meinem Namen leiten. Von diesem Konto gehen außerdem Beträge für den Telefonanschluss meines Freundes, der auf meinen Namen lautet, sowie Zahlungen für Privatausgaben für meinen Freund ab. Nach den 1 1/2 Jahren, in denen ich mich persönlich um meinen Freund nach seinem Schlaganfall gekümmert habe, -er war schon im Hospitz- wird er nun von einem sehr liebevollen Pflegedienst in seiner eigenen Wohnung betreut, da ich mich für einige Zeit im Ausland aufhalte. Meine Freund möchte Niemandem außer mir eine Bankvollmacht oder seine Kontokarte geben und und so hebe ich Bargeld ab und schicke es ihm für seine persönlichen Zwecke. Es besteht auch die Vereinbarung, dass ich Geld meines Freundes für meine privaten Zwecke verwenden darf. Im Zuge der Vermögensprüfung durch den Bezirk fand der Sachbearbeiter in den Kontoauszügen bei den Kontoüberweisungen den Verwendungszweck "Sparen", (welcher wohl aus einer früheren Überweisungsvorlage stammte) was ihn zu folgendem E-Mail-text veranlasste:
.....Aus dem Überweisungstext geht die Bezeichnung „Sparen“ hervor. Wenn man, den uns bekannten Überweisungen, den kleinsten Nenner heranzieht, also EUR 450,00, wurden seit 01.01.2019 bis 30.04.2021 insgesamt EUR 7.200 gespart/überwiesen. Dies übersteigt den Freibetrag von Herrn X.

Bitte teilen Sie uns mit, welche Verbindlichkeiten Sie hiermit für Herrn X begleichen.

Wir beabsichtigen den übersteigenden Teil zurück zu fordern. Auch ist eine entsprechende Bedarfsanpassung möglich.

Wir bitten Sie daher dringend um Rückmeldung. Bitte teilen Sie uns alle notwendigen Informationen (bspw. Zahlungsbelege) mit, die zur Aufklärung dieser „Sparbeiträge“ erforderlich sind....
Ich möchte wirklich zur Aufklärung beitragen, nur habe ich selbstverständlich keine Belege, außer ein Konto welches anzeigt, dass Bar-Entnahmen getätigt wurden.
Gleichermaßen, finde ich eine solche Berechnung auf Grund eines Worte in einem Bankauszug infam. Wie sollte ich meine Antwort entsprechend formulieren?

Grundsicherung, Vorsorgevollmacht
General- und Vorsorgevollmacht

Ich hätte bitte eine Auskunft über folgendes Anliegen:

Ich bekam für beide Eltern eine General- und Vorsorgemacht incl. Patientenverfügung über den Tod hinaus. Als Urkunde von einem Notar ausgestellt. Wir waren damals alle persönlich anwesend.

Nun ist meine Mutter schon seit 10 Jahre verstorben. Mein Vater kam 2005 in ein Seniorenwohnheim. Ich regelte seine Belange auf seine mündliche Anweisung. Begleitete ihn zu Ärzten und in Kliniken.

2013 kam mein Vater aus seinem Appartment auf die Pflegestation, weil die Demenz und andere Krankehiten erhebliche Fortschritte machten und er auch desöfteren in der Klinik war wegen Amputationen. Er hatte zudem noch Diabetis. Ab 2012 im Dezember war ich voll mit der Betreuung behaftet, da er nichts mehr machen konnte.

Nun ist mein Vater im Okt dieses Jahres verstorben. Die Beisetzung ist noch keinen Monat her und schon bekam ich letzte Woche ein Anwaltsschreiben meiner Schwester indem ich aufgefordert wurde als Bevollmächtigte Auskunft über meine Tätigkeit zu erstellen Außerdem hätte ich über den Verlauf meiner Bevollmächtigung Rechnungen zu belegen. Ich hätte alle Bankbelge der letzten Jahre und Gegenstände aufzuführen. Ich muss noch bemerken, dass wir seit 2005 keinerlei Kontakt mehr pflegten.

Wie mir bekannt ist hat sie lediglich ein Recht die Kontoeinsicht der letzten 2 Jahre vorzunehmen. Und zwar das mit Erbschein.

Was noch zu bemerken ist, dass sie sich um Vater überhaupt nicht kümmerte und ihn vielleicht 2 x im Jahr besuchte. Zudem gingen nach fast 10 Jahren Heimaufenthalt die Euros zur Neige. Es bleibt noch ein Betrag von den Bestattungskosten über, die ich ohne weiteres übernommen hätte. Allerdings nach diesem Brief möchte ich nun, dass die Kosten aufgeteilt werden.

Was ich noch anmerken muss ist, dass sie (Schwester) im Jahre 2005 mich als Bevollmächtigte benutzte den Erbanteil von meiner Mutter bei meinem Vater einzuklagen. Auch mit Anwalt. Ich hatte damals einen guten Anwalt, der die Sache gut erledigte.

Nun bedanke ich mich schon mal im Vorfeld für die Antwort.

Herzliche Grüße

Malan

Erbe, Vorsorgevollmacht

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