Wie viel muss eine im Heim lebende, erwachsene behinderte Person mindestens an Taschengeld bekommen?

Hallo liebe Community,

ich habe eine Frage, zu einer Sache, die mich schon seit längerer Zeit ärgert. Ich betreue derzeit 2 behinderte Damen. Ich bin aber nur als Freizeitbetreuer tätig. Für die Freizeitaktivitäten, die ich mit den behinderten mache, haben diese unterschiedlich viel Taschengeld zur Verfügung. Leider müssen die Behinderten den Ausflug aus eigener Tasche finanzieren, was ja so kein Problem wäre... Eine der beiden Klientinnen bekommt extrem wenig Taschengeld, vorgeschrieben von ihrem strengen Vater (83j) und gleichzeitig gesetzlichen Betreuer. Meine Klientin bekommt von dem besagten ges. Betreuer vorgeschrieben, dass sie 1x die Woche 5€ Taschengeld ausgezahlt bekommt, jeden Mittwoch. Den anderen Mittwoch darf sie 10€ abheben und dann wieder 5€ und 10€, immer abwechselnd. Zudem bekommt sie am Tag, 5x die Woche 1€ für die Arbeit für einen Kaffee. Zusätzlich erhält sie alle 2 Wochen 50 Cent Taschengeld von ihrem Vater. Gehe ich von 4 Wochen aus, erhält die Dame gerade mal 51€ im Monat. Während eines Urlaubs sogar noch weniger.

Nun aber zu meiner Frage. Ist es rechtens, dass eine behinderte Dame nur 51€ Taschengeld bekommen darf? Das Kindergeld bekommt ihr Vater. Sie bekommen einen Werkstattlohn von 102€ netto und etwa genau so viel Taschengeld vom LWV. Nach meinem Informationsstand gibt es einen Taschengeldparagraghen. Gibt es so einen Satz auch für Behinderte?

Meine Klientin versteht nicht, warum sie sich kein 2. Eis kaufen kann, oder warum sie sich nicht mal eine Uhr kaufen darf. Sie hat nur so geringe Wünsche und ihr Betreuer / Vater sagt, dass man ihr nicht alle Wünsche erfüllen sollte...

Das macht mich alles so wütend, weil sie unschuldig in Armut lebt.

Wenn es irgendeinen Gesetzestext gibt, der besagt, dass Behinderte mehr als 51€, beziehungsweise mindestens einen Betrag X zur Verfügung haben dürfen, werde ich diesen diesem fürchterlichen gesetzlichen Betreuer und strengem Vater vorlegen.

Viele Grüße, Tobi.

Taschengeld
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Teil vom Kindergeld/Unterhalt als Taschengeld?

Hey (:

Ich bin am überlegen anstatt mein Taschengeld, das 30€ beträgt, einen größeren Teil meines Kindergeldes (o.a. Unterhalt) zu bekommen (nur ein Gedanke - mit meiner Mutter werde ich darüber natürlich auch noch sprechen :D)

Ich (bin übrigens 16 Jahre alt) würde meine Sachen gerne selber kaufen. Okay, eigentlich tue ich das schon..Ich bekomme 30€ im Monat und zahle meine Fahrkarte, Schulsachen, teilweise Klamotten, und eben mein Zeugs wofür Taschengeld eigtl. da ist selber.. Doch mit 30€ komm ich nicht aus, da allen schon meine Fahrkarte 26€ kostet (habe ein Konto auf dem ich mein ganzes Geld überweise, und wenn mein Bares ausgeht greife ich darauf zurück). Meine Mutter vergisst meistens mir das Geld dann zurückzugeben, da sie mir es auch gönnt wenn ich mir mal eine CD kaufen möchte oder mal ins Kino möchte..

Ich finde das auch sehr nett von meiner Mutter und bin ihr auch dankbar, dass ich 30€ bekomme (: Jedoch einigten wir uns darauf, dass ich Fahrkarten/Klamotten/Schulsachen nicht bezahlen muss. Aber wenn es ja jetzt immer so ist fände ich es besser, wenn sie mir einen etwas höheren Geldbetrag auf mein Konto überweist (monatl.) damit ich mit dem Betrag auch auskomme.

Ich bin nicht verwöhnt oder gebe mein Geld für unnötiges Zeugs aus, aber ich hätte gerne mehr Verantwortung für mich selbst.. Und ich bin mir auch sicher, dass ich die Verantwortung dafür tragen kann. Ich möchte einfach selber lernen wie viel ich brauche und wie ich es bewusst ausgebe..

Jetzt zu meiner Frage: Ist meine Idee Sinnvoll oder doch Unsinnig?? Würdet das eurem Kind erlauben (oder so ein zwei Probemonate)?? Und ja, mir ist es bewusst, dass Kindergeld/Unterhalt auch Miete, Wasser, Heizung .. beinhaltet...Aber auch für Klamotten etc .. :p

LG (:

Kindergeld, Taschengeld, unterhalt
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