Gewerbeansiedlung zu spät, Scheinselbständigkeit?

Hallo zusammen,

ich befinde mich gerade in einer etwas prekären Situation.

Bis Ende letzten Jahres hatte ich ein Kleingewerbe mit dem ich hauptsächlich für eine Firma als Monteur von Büromöbeln gearbeitet habe.

Nun bin ich Ende letzten Jahres über die Umsatzsteuerfreigrenze von 17.500 getreten und habe mich direkt beim Finazamt gemeldet.

Seit Anfang diesen Jahres arbeite ich jetzt selbstständig und weiße auch auf meinen Rechnungen die Umsatzsteuer auf, welche ich Ende des Jahres auch an das Finanzamt abführen werde. Da ich allerdings auch als Designer und Bauzeichner tätig sein wollte und will, habe ich die eigentliche Gewerbeanmeldung immer vor mir her geschoben, da ich mir über die genaue Bezeichnung meiner Tätigkeit/Tätigkeiten immer unschlüssig war. Auch das Geld für eine entsprechende Beratung beim Steuerberater konnte ich bisher nicht aufbringen.

Nun wäre meine erste Frage:

Mit welchen Konsequenzen muss ich bei einer verspäteten (10 Monate) Gewerbeanmeldung rechnen ?

Meine zweite Frage :

Welche Eintragung/Betitelung sind in meinem Fall ratsam ? Bzw. sind zweierlei Gewerbeformen von Nöten (Montageservice und Designer/ Bauzeichner)?

Mein Hauptauftraggeber macht mittlerweile knapp 50% meines Umsatz aus und gerade hat er den Bescheid für eine Betriebsprüfung erhalten. Seit längerem beschäftigt uns schon die Frage der Scheinselbständigkeit und nun könnte genau auch das zum Problem werden. Es war sowieso geplant ein rechtskräftiges Schriftstück aufzusetzen, welches genau besagt, dass eine Scheinselbständigkeit nicht gegeben ist bzw. diese ausgeschlossen ist.

Hierbei lauten meine Fragen nun wie folgt:

Inwieweit bin ich von der Scheinselbständigkeit betroffen ?

Gibt es überhaupt ein solches Schriftstück, was besagt, dass trotz ca. 50% Umsatz der Gegenseite ( das wäre in diesem Fall ich ), keine Scheinselbständigkeit besteht ?

Mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen ?

Es mag durchaus sein, dass ich meine Selbstständigkeit bisher etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen habe ,

aber daran wird sich jetzt etwas ändern .

Vielen Dank schonmal im Voraus für Tipps und Ratschläge.

Gewerbeanmeldung, Scheinselbständigkeit
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Wie läuft die Prüfung einer Scheinselbständigkeit genau ab und welche Ergebnisse hat sie?

Ich besichtige seit 2013 für eine bundesweit tätige AG Wohnimmobilien (Häuser und Wohnungen). Die AG wiederum ist für unterschiedlichste Banken tätig. Diese benötigen die Besichtigung im Rahmen der Beleihungswertermittlung.

Ich bin eigentlich Immobilienmakler. Da das Geschäft hier auf dem flachen Land aber nicht immer rund läuft, habe ich diesen Nebenjob 2013 angenommen. Ich wurde pro durchgeführte Besichtigung bezahlt. Es wurden immer mehr Besichtigungen. In guten Monaten kam ich auf über 5.000 Euro. Zeit für die Makelei blieb da leider nicht mehr viel.

Jetzt stellt die AG mehr und mehr eigene Mitarbeiter direkt ein. Die machen genau das Gleiche wie ich. Sie fahren die Kunden ab und dokumentieren die Immobilien. Mindestens zwei neue Kollegen gibt es bereits in großen Städten in meiner unmittelbaren Nachbarschaft. Logischerweise bekomme ich jetzt keine Aufträge mehr in diesen Städten. Mein monatliches Einkommen schmilzt dahin. Mein Regionalmanager hat die Frage, ob man mich nicht auch einstellen will, verneint. Das es für mich hier bald um die Existenz geht, hat er mit dem Hinweis auf meine Selbständigkeit beantwortet.

Ich trage mich jetzt mit dem Gedanken, die Rentenversicherung prüfen zu lassen, ob mein Arbeitsverhältnis mit der AG nicht eine abhängige Beschäftigung darstellt. Ich also eigentlich schon ein Angestellter der AG bin.

Nun meine Fragen. Gibt es Erfahrungen, wie die Rentenversicherung bei einer solchen Prüfung vorgeht? Bleibt die Prüfung bis zur Entscheidung anonym oder muss ich vorher schon mit Stress mit der AG rechnen. Wer muss die Sozialversicherung für die Zeit nachzahlen, die AG oder ich oder 50/50? Wenn die Rentenversicherung positiv entscheidet, bin ich dann ja den anderen Mitarbeitern gleichgestellt. Zählt dann bei der Betriebszugehörigkeit die Zeit seit 2013 dazu?

Rentenversicherung, arbeitsrecht, Scheinselbständigkeit
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Scheingewerbe

Hallo,

das Thema Scheingewerbe wurde hier im Forum schon einige Male angesprochen, hier also meine Frage dazu: Ich bin Studentin und habe im März 2012 einen Gewerbeschein beantragt, um bei einer Agentur ein bisschen was neben dem Studium zu verdienen. Kurz danach (etwa Ende April) habe ich dann erfahren, dass ich ab September für ein Jahr ins Ausland gehen kann. Daher habe ich mich auch nicht mehr um weitere Agenturen/Auftraggeber gekümmert. Zum einen haben mir die paar Einsätze von Agentur 1 eigentlich gereicht (finanziell wie auch zeitlich) und zum anderen erschien es mir unsinnig, für die wenigen Monate noch etwas neues zu suchen. Gearbeitet für diese Agentur habe ich außerdem nicht viel. Monatlich 2-5 Tage maximal und für nicht mehr als 400 Euro (meistens war es nicht mal mehr als 200 Euro). Meine Rechnungen habe ich auch immer brav geschrieben und gespeichert. Jetzt, kurz vor der Lohnsteuerabrechnung, habe ich das Wort "Scheingewerbe" gehört und mache mir ein paar Sorgen. Allerdings habe ich auch gelesen, dass es dabei auch auf die entsprechende Situation ankommt - wie viel gearbeitet wurde, wie abhängig man vom Auftraggeber wirklich wahr etc.

Jetzt meine Frage dazu: Muss ich mir wirklich Sorgen machen? Und was passiert, wenn ich den Vorwurf Scheingewerbe tatsächlich erhalte?

Studium, Recht, Scheingewerbe, Scheinselbständigkeit, Scheinselbstständigkeit, Sozialversicherung, Gewerbeschein, Sozialversicherungsrecht
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Freiberufler - Vermeidung Scheinselbständigkeit und Rentenversicherungspflicht

Hallo zusammen,

ich will mich als erstes kurz mal vorstellen. Ich bin Martin und freiberuflich als IT-Berater tätig. Ich mache mir schon seit einiger Zeit Gedanken über Scheinselbständigkeit und die Rentenversicherungspflicht und wie ich beides vermeiden kann.

Ich arbeite schon seit über 2 Jahren für den gleichen Dienstleister. Ich arbeite zwar immer wieder in anderen Projekten, aber dies tut ja hier nichts zur Sache. Und ich beziehe meine Einnahmen ausschließlich von diesem Dienstleister. Somit gibt es schon Anzeichen auf eine Scheinselbständigkeit und somit auch auf eine Rentenversicherungspflicht. Nun überlege ich, wie ich dies vermeiden kann. Es gibt ja die Möglichkeit geringfügig Beschäftigte einzustellen, die zusammen mehr als 400€ erhalten. Dann habe ich zwar Sozialabgaben zu zahlen, aber dies würde ich in Kauf nehmen. Gilt die Regel der 401€ immernoch ab nächstes Jahr oder erhöht sich diese Grenze, da die Mini-Job-Grenze ja auch 450€ angehoben wird. Dann braucht man ab nächstes Jahr ja nut noch einen geringfügig Beschäftigten, wenn die Grenze nicht angeglichen wird.

Und kann ich durch diese Maßnahme tatsächlich eine Scheinselbständigkeit und eine Rentenversicherungspflicht vermeiden? Oder welche Aspekte muss ich noch beachten?

Und können diese Angestellte auch Familienangehörige sein?

Ich würde mich über eine Antwort freuen :)

Danke und Gruß, Martin

Freiberufler, geringfügige Beschäftigung, Scheinselbständigkeit, Rentenversicherungspflicht
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Scheinselbstständigkeit chef verlangt jetzt eine steuernummer obwohl ich die nicht bekommen hab

hallo alle zusammen bin neu hier. Mein problem ist das ich vor paar monaten ein gewerbe angemeldet habe und damit dann zum finanzamt gegangen bin um eine steuernummer zu erhalten. Die hab ich nicht bekommen ich wurde als scheinselbständiger zu den akten gelegt da ich nur EINEN arbeitgeber angegeben habe. Des weiteren hab ich mir nichts dabei gedacht da ich ja wirklich nur da gearbeitet habe mein chef allerdings dachte ich hätte eine steuernummer erhalten ! so jetzt vor paar tagen fragte er nach meiner steuernummer und ich meinte ich hab keine bekommen sollte doch so sein oder nicht`??? da meinte er :,, nein du musst auf deinen rechnungen immer eine steuernnumemr angeben'' und ich meinte das hat mir nie jemand gesagt usw daraufhin meinte er das ich mein gewerbe schnell umändern soll so das ich mehrere auftraggeber habe damit ich eine steuernummer rückwirkend erhalte das wäre aber illigal da ich ja keine anderen frimen habe . und bald fängt meine ausbildung an im öffentlichen dienst die ich nicht riskieren möchte. hab beim finanzamt angerufen und die meinten das es von deiner seite richtig war dein chef hätte sozialabgaben zahlen müssen aber er wusste ja nicht das ich keine steuernummer habe, finanzamt meinte ich brauche mir keine sorgen zu machen.

Frage kann ich jt ohne weiteres mein gewerbe abmelden oder muss ich mein gewerbe ummelden und scheinrechnungen schreiben damit ich aus dem schneider bin und eine steuernummer erhalte aber falls das raus kommt verlier ich meinen job aber der chef braucht eine da er keine sozialabgaben geszahlt hat. Ich muss unbedingt aber mein gewerbe abmelden will raus aus der sache

bitte um schnelle hilfe danke im voraus

Scheinselbständigkeit, steuernummer
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Benötige dringend Rechtsbeistand wegen Kündigung. Wer ist der richtige Ansprechpartner?

Vor einigen Tagen hat mein Chef mir die Schlüssel aus der Hand gerissen, diese auf den Kopierer gelegt und mich unterschreiben lassen, dass ich die Schlüssel abgegeben habe. Ich habe damit nicht gerechnet und nur hinterher gedacht, dass das wohl jetzt eine Kündigung war!? Bin als Dozentin und Beraterin (Provision!) an einer privaten Schule beschäftigt. Drei Tage später hat er mir die Kopie der Schlüssel zugeschickt per Einschreiben, aber da stand plötzlich ein Zusatz darauf : "Rückgabe wegen Auftragsbeendigung und Kündigung durch Frau B.(mein Name!) und zwar fristlos zum 31. Juli 2010 mit allen Konsequenzen. Ich habe aber doch nie und nimmer gekündigt!! Außerdem soll ich eine Haftungserklärung unterschreiben, dass ich ihn von jeglicher Haftung und den sich daraus ergebenden finanziellen Belastungen befreie. Fakt ist offensichtlich, dass er befürchtet, dass ich scheinselbständig bin und er dann Sozialversicherungen nachzahlen muss. Das Statusfeststellungsverfahren, das ich ausgefüllt habe, hat er eingestellt, nachdem die Rentenversicherungsanstalt Honorarabrechnungen in Kopie von mir haben wollte. Das Eisen war ihm anscheinend zu heiß! In meinem Arbeitsvertrag steht aber eine halbjährige Kündigungsfrist, d.h. entweder Ende September oder Ende März. Aus diesem Wirrwar komme ich alleine nicht heraus. Habe nicht so viel Geld und weiß nicht, was ein Anwalt kostet.

Kündigung, Scheinselbständigkeit, Arbeitsvertrag, Schlüssel, Statusfeststellungsverfahren
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Warum stoppt mein Arbeitgeber (Auftraggeber?) die Fortsetzung des Statusfeststellungsverfahrens?

Vor etwa 2,5 Jahren, kurz nach meiner Scheidung, habe ich einen "freiberuflichen" Job angenommen : Als Dozentin und Beraterin von Interessenten. Ich stelle also Honorarrechnungen (ohne Mwst.), die dann mehr oder weniger komplett bezahlt werden, leider oft auch mit Verzögerungen bis zu 3 Wochen. Ich habe damals einen "Arbeitsvertrag" mit halbjähriger Kündigungsfrist unterschrieben. Nachdem mich das Finanzamt auf die Abgabe meiner Steuererklärung aufmerksam machte, habe ich mich endlich! genauer mit der Materie auseinandergesetzt, bin aber noch zu keinen eindeutigen Ergebnissen gekommen. Das liegt auch daran, dass ich ein Statusfeststellungsverfahren ausgefüllt habe, dass ziemlich auf der Kippe stand und schnell unter den Tisch gekehrt wurde. Das Rentenversicherungsamt wollte einige meiner Honorarrechnungen sehen, aber das war meinem AG zu viel und er stoppte die Fortsetzung. Er ist der einzige, für den ich arbeite. Das Finanzamt habe ich bis jetzt damit vertrösten können, aber wie lange noch!! Ich bin freiwillig in der gesetzlichen KV und zahle seitdem die Beiträge selbst. Die Frage ist offensichtlich: Handelt es sich um Scheinselbständigkeit? Ich weiß mir keinen Rat mehr und habe schlaflose Nächte, zumal mein AG die Honorarrechnung von Juni noch nicht überwiesen hat und sich weiterhin weigert. Also 2 Monate "umsonst" gearbeitet??

Vielen Dank für Eure guten Ratschläge.

Rentenversicherung, Freiberufler, Scheinselbständigkeit, Sozialversicherung, Statusfeststellungsverfahren
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Studentin arbeitet vorübergehend auf Rechnung- was dabei beachten?

Hallo allerseits, es geht um Folgendes: ich (25, w) habe vor kurzem mein Studium abgeschlossen (Psychologie) und plane im April nächsten Jahres mit einem Weiterbildungsstudiengang zu beginnen. Damit ich bis zu meinem 27. Lebensjahr in meiner privaten Krankenversicherung bleiben kann (bin über meinen Vater versichert), habe ich mich noch für ein weiteres Semster eingeschrieben, ich bin also derzeit sowohl Dipl. Psych., als auch Studentin, zumindest "offiziell". Nun möchte ich vorübergehend, also bis April 2010, für einen niedergelassenen Psychiater arbeiten. Die Arbeit sieht so aus, dass ich psychologische Untersuchungen durchführe und protokolliere, welche der Psychiater mit den Krankenkassen der Patienten ordnungsgemäß abrechnet (es wird also durchaus ersichtlich, dass ich die Testungen ausgeführt habe, nicht er selbst). Ich bekomme den Großteil der Vergütung (auf Rechnung), während der Arzt einen Anteil einbehält, da er mir für die Untersuchungen Materialien, Räumlichkeiten etc. zur Verfügung stellt. Muss ich mich nun für diesen kurzen Zeitraum selbständig melden? Andere Studenten, die vor mir diese Testungen durchgeführt haben, glauben zu wissen, dass es keine Probleme gibt, so lange man jährlich unter ca. 7500 Euro Verdienst bleibt. Mir selbst ist es sehr wichtig, bis zu meinem 27. Lebensjahr in der bisherigen Krankenversicherung zu bleiben...

Danke!

Student, Scheinselbständigkeit, Selbständigkeit
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