Auslandsrentner in der Steuerfalle

Hallo zusammen,

Vorweg: Ich wohne selber im Ausland (Dänemark), und habe deswegen nur sehr begrenzt Ahnung vom Deutschen Steuerrecht - deshalb Frage ich hier nach

Unsere Familie wohnt seit 1997 in Dänemark. Meine Mutter bezieht seit ca. 1995 Frührente, aufgrund Erkrankung. Sie kriegt ca. 1300 EUR pro Monat - mag nach viel klingen, aber mann muss bedenken dass die Lebenskosten in Dänemark viel höher sind als in Deutschland. Sie kommt damit gerade so über die Runden - eher schlecht als recht. Sie hat sonst kein anderes Einkommen, da sie nach wie vor nicht arbeiten kann.

Nun hat sie vor einigen Monaten einen Brief vom Finanzamt Neubrandenburg bekommen, in dem steht dass sie knapp 18.000 EUR Steuern nachzahlen muss. Ein ziemlicher Schock für eine Frau die im Voraus schlechte Nerven hat.

Das ganze geht wohl zurück auf die Reform der Rentenbesteuerung im Jahr 2005, und überrascht momentan hunderttausende von Rentnern im Ausland - man findet zahlreiche Artikel darüber wenn man "Rente Steuer Ausland" in Google eingibt.

Meine Mutter hat natürlich sofort einen Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht gestellt - der aber leider abgelehnt wurde, da ihre Rente zu hoch ist (1300 EUR pro Monat).

Sie soll also die gesamte Summe Zahlen. Nun meine Frage: Gibt es noch andere Auswege? Es kann doch nicht seine Richtigkeit haben, dass eine Frau die knapp an der Armutsgrenze lebt, auf einmal 18.000 EUR zahlen soll - besonders weil ihr vor November 2012 nie mitgeteilt wurde, dass sie seit 2005 in Deutschland auf Ihre Rente hätte Steuern zahlen müssen. Kein Brief, nichts.

Ich habe unter anderem das folgende Interview gefunden:

http://www.rivierazeitung.com/index.php/wirtschaftsartikel/items/steuer-schock-fuer-rentner.html

Hier schreibt Steuerberater Hergen Kassuba als Antwort auf die Frage "Wie können Sie helfen?" folgendes:

"Indem wir dem Finanzamt darlegen, dass die Rentner überwiegend von der deutschen Rente leben müssen. Wenn dieser Nachweis gelingt, werden die Auslandsrentner den Inlandsrentnern im wesentlichen steuerlich gleichgestellt, so dass sie ihr lebensnotwendiges Existenzminimum nicht mehr versteuern müssen."

Dass kann meine Mutter problemlos darlegen - ohne die Rente kann sie nicht überleben. Heist dass, das es noch Hoffnung gibt?

Danke und mit besten Grüssen, Martin

Rente, Einkommensteuererklärung, Nachzahlung, Steuern
2 Antworten
Basisrente Einschätzung der zukünftigen Rentenhöhe

Rürup Canada Life welche Rentenhöhe? Liebe Forenmitglieder,

ich habe 2005 eine Canada Life generation basic ( Rürup, nicht kapitalisierbar ) abgeschlossen : monatliche Sparrate 500 Euro , Extra - Zuzahlungen bis heute 40 Tsd Euro , das heißt bei Ablauf und Rentenbeginn Mitte 2019 einen gesamten Beitrag von ca. 125 Tsd Euro geleistet bzw. werde geleistet haben

Zuzahlungen habe ich in 2006: 6.000 Euro, in 2007 14.000 Euro, in 2008 14.000 und in 2011 6000 Euro geleistet.

Canada Life kann keine Rechnung für eine Mindest-Garantierente aufstellen und auch keine Prognosen oder grobe Schätzungen abgeben . Es gibt nur den jährlichen geglätteten Wertzuwachs und der lag und liegt derzeit bei ca 2,5, % durchschnittlich pro Jahr ( war mal bei 4-5 % in guten Jahren ) .

Die endgültige Rentenhöhe hinge von den Börsenjahren 2018 und 2019 ab .

Jetzt hatte ich ein Treffen mit meinem damaligen Vermittler, der aber längst nichts mehr mit Canada Life zu tun hat , und er hat mir "vorgerechnet", daß ich bei dieser Summe ca. 4000 Tsd Euro im Jahr Rente zu erwarten hätte. Der nächste Vermittler wagte überhaupt keine Prognose, da er nicht in die Zukunft sehen könne.

Meine Frage ist, ob diese Schätzung nur von 4000 Euro Jahresrente so stimmen kann ?

Wer hat vielleicht eine ähnliche Versicherung und macht sich Gedanken, was am Ende an Monatsrente gezahlt wird ?

Vielen Dank für Eure Antworten und Hilfe im Voraus Peter

Rentenversicherung, Rente, Rürup, rürup rente
1 Antwort
Rentennachversteuerung, nicht zahlbar...Hilfe!!

Hallo,

ich habe heute für meine Mutter (78J. Pflegestufe 3, Alzheimer und unter gerichtlicher Betreuung, Betreuer bin ich und für finanzielle Angelegenheiten hat sie seit 2007 einen Ergänzungsbetreuer) Steuerbescheide für 2005-2010 erhalten. Gesamtzahllast über 4.000 Euro zahlbar bis 27.12.2012 inkl. Zinsen.

Die Bescheide wurden geschätzt, da nie eine Erklärung abgegeben wurde. Zu meiner Schande muß ich gestehen, mal irgendwann eine Aufforderung bekommen zu haben, die Renten anzugeben, da aber nie eine Steuererklärung zuvor gemacht wurde, diese auch nicht ernst genommen habe.

Meine Mutter hat eine gute Altersrente und zudem erhält sie Witwenrente, jedoch bezahlt sie mir davon ein monatliches Gehalt als Pflegeleistung (Pflegevertrag geschlossen durch den Ergänzungsbetreuer).

Ich habe in der Schätzung gesehen, daß nur der minimale Pauschbetrag für außergewöhnliche Belastungen angesetzt wurden. Von Pflegekosten die ja nicht unerheblich sind wie z.B. mein Gehalt keine Spur...klar, woher wollen sie das auch wissen.

Der Ergänzungsbetreuer ist natürlich schwer begeistert und will sofort Einspruch einlegen, jedoch ergibt sich die Frage wer zahlt nun den STeuerberater, der diesen geschätzten Bescheid schnell korrigiert und zudem, es bliebe wohl eh eine Zahllast die derzeit nicht bezahlt werden kann. Das Vermögen meiner Mutter ist gleich Null, ihre monatliche Rente wird sofort an meine Gehaltszahlung und die jeweiligen Sozialabgaben verbraucht.

Was macht das Finanzamt wenn keine Zahlung möglich ist? Pfändet sie ihr Konto? Somit wären keine Gehaltszahlungen an mich mehr möglich.

Wie am besten vorgehen? Bin für jeden Rat dankbar.

Danke C.D.

Rente, Finanzamt, steuerbescheid, Steuern
4 Antworten
Riester Banksparplan übersparen / überzahlen

Hallo :)

Ich habe den Banksparplan vor kurzem abgeschlossen, Laufzeit 37 Jahre, keine Kosten, Mindestverzinsung + Kopplung an Umlaufrendite. (Zur Info: er dient als SICHERER BAustein in der Altersvorsorge, es existieren noch ein gewöhnlicher Fonds-Sparplan, ein fest verzinster Sparplan ohne Fonds, und vor den Unisex -Tarifen kommt noch eine gewöhnliche private Rentenversicherung)

Ich habe nun mal eine grundsätzliche Frage zum Riester Banksparplan:

mir ist klar, - dass man, um volle Zulagen zu erhalten, 4% seines Vorjahres-Bruttos einzahlen muss - dass man max. 2100€ Einzahlung pro Jahr steuerlich gefördert bekommt

Was ist nun, wenn ich mehr als diese 2100€ pro Jahr einzahle?

Szenario 1: Was passiert, wenn die Bank das im Vertrag ablehnt --> kündigt sie? Wird das überzahlte einfach nicht verzinst?

Szenario 2: die Bank duldet Überzahlungen und verzinst sie auch, wie wird das steuerlich behandelt? In Grunde bezahle ich ja auf jeden 1€ ,den ich über die 2100€ einzahle, doppelt Steuern weil die Steuerbegünstigung fehlt, ist der Denkansatz soweit korrekt?

Der Grund, warum ich überhaupt soweit denke: Stichwort Schonvermögen. Wir wissen, dass im äußersten Fall des Falles eines HArtz IV EIntritts ein Schonvermögen anrechnungsfrei verbleibt (750€/Lebensjahr). Im Lauf der nächsten Jahre komme ich da drüber (Fonds-Sparplan, herkömmlicher Sparplan, priv. Rentenversicherung, normale Rücklagen auf Tagesgeldkonto).

Nur der Riester-Sparplan ist def. Hartz IV sicher, also könte man dort ja feißig einzahlen, um sein Vermögen zu "schützen"; und dieses finanzielle Polster entsprechend auszubauen, und das halt Krisensicher falls der Super-Gau Hartz IV eintreten sollte.

ISt diese Überlegun soweit korrekt?

Altersvorsorge, Rente, Riester, Vorsorge, Banksparplan
3 Antworten
Flexibles Vorsorge-Plan Cosmos Direkt

Hallo,

ich habe etwas gesurft nach einer guten Alterntive zu "gewöhnlichen" Tagesgeld-Konten. da die Bank of Scotland abermals die Zinsen gesenkt hat (auf 1,8%).

Ich bin unter anderem auf CosmosDirekt gestoßen, die bieten ein Vorsorge-Konto (Einmalzahlung) und ein Vorosge-Plan (monatliche EInzahlung) an,

Gemäß Beschreibung gibt eine Zinstafel, nach der das Guthaben verzinst wird., 1. Jahr: 1,75% 2. Jahr: 2,25% 3. Jahr: 3,8%

Bis dahin wird das garantiert und das Guthaben ist trotzdem jederzeit verfügbar (!). Macht im Schnitt betrachtet einen Zins von 2,6%, was ja allein schon viel besser ist als das beste Tagesgeldkonto (Rabo mit 2,2%).

Gut, was nach den 3 Jahren ist, weiß man nicht, aber man kann ja dann im Fall der Fälle kündigen (ohne Gebühren), und Zinsen werden bisdahi gutgeschrieben und mit ausgezahlt.

Ab dem 4. JAhr wird ja dann ein Zins von 1,25% garntiert, pus den Überschusszins (derzeit 2,55%), der jedes Jahr neu berechnet wird, wie gesagt, wenn das einem nicht passt, kann man ja küdigen.

Klingt für mich nach einer guten Alternative, wenn man Geld hat das man die nächsten 3 Jahre so anlegen kann/will. So gut verzinst (3,8%) wird ja nicht ma bei Festgeld, das man für 10 Jahre fest anlegen muss. Habe ich irgendeinen Haken übersehen? Was passiert eigentlich mit Einzahlungen, die ich im 3. Jahr einzahle, werden die sofort mit 3,8% verzinst, oder unterliegen die auh erst der Zinsstffel? Überlegung wäre ja, dann die ersten 2 Jhre jeweils 100€/Monat einzuzahlen, und im 3. Jahr wenns die 3,85 gibt, dann viell. 300€/Monat einzuzahlen...

Was ist noch von der Optoin zu halten, viele Jahre bis zur Rente einzuzahlen und dann die Rentenoption zu nutzen als kleines Zubrot im Alter? Wenn ich für meinen Fall rechne (37 Jahre montich 100€ einzahlen), habe ich allein an Zinsen rund 51.000€ erwirtschaftet (zzgl. meine Spareinzahlungen), vorausgesetzt, die Zinsen bleiben bei 3,8%. Ist das eine gutes Zubrot für die sontige private Absicherung, was man zusätzlich machen sollte?

Darum geht es: http://flexvo.cosmosdirekt.de/flexible-vorsorge/flexibler-vorsorgeplan.html

Danke erstmal für erste Einschätzungen. Grüße Grubenolm

Rente, Tagesgeld, Vorsorge
1 Antwort

Meistgelesene Fragen zum Thema Rente