Steuerfreibetrag oder doch lieber Einkommenssteuererklärung?

Hallo,

Zunächst einmal handelt es sich bei meiner Frage schon um eine sehr spezielle, zu der ich bisher keinen Beitrag finden konnte. Ich wende mich zunächst an diese Plattform, da ich ein kostenpflichtigen Ratgeber vermeiden möchte.

Ich muss, wie wahrscheinlich sehr viele, jeden Tag zur Arbeit pendeln. Mein einfacher Arbeitsweg liegt bei ca. 76km. Nun habe ich überlegt einen Steuerfreibetrag auf meiner Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Im Grunde tut sich da nichts. Ob es nun Ende des Jahres in einem Batzen kommt, oder jeden Monat.

Allerdings steht auf dem Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung eine Zeile die sich Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers nennt. Nun ist die Frage was ich dort angeben muss. Ich erhalte von meinem Arbeitgeber jeden Monat 250€ Brutto für meinen Arbeitsweg. Ich gehe davon aus, dass dieser Beitrag der sogenannte Fahrtkostenersatz ist.** In wie weit beeinträchtigt dieser Betrag meinen Steuerfreibtrag?** Werden diese 250€ monatlich davon abgezogen? Wenn ja, macht es dann mehr Sinn den Lohnsteuerjahresausgleich zu nutzen? Denn dort gibt es keine Angabe zu Fahrtkostenersatz. Mein Wunsch ist es eigentlich monatlich mehr Netto zu haben. Aber natürlich nicht, wenn ich dadurch aufs Jahr gesehen weniger von habe. Was meint Ihr ?

Freibetrag, Lohnsteuer, lohnsteuererklärung, Lohnsteuerkarte, Steuererklärung, Fahrtkosten, Lohnsteuerjahresausgleich, Pendlerpauschale, Steuerfreibetrag, Fahrtkostenersatz
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Teilweise arbeitslos - wie Lohnsteuerjahresausgleich angehen?

Hallo Zusammen!

Vorab möchte ich kurz erwähnen, dass ich zum einen auf diesem Fragenportal neu bin und zugleich auch beim Thema Lohnsteuerjahresausgleich absolut talentfrei bin. Also entschuldigt falls die ein oder andere Formulierung etwas unbeholfen klingt.

Da ich die letzten Jahre meine Steuern nicht gemacht habe, wollte ich dies nun endlich angehen. Habe mich also kurzer Hand bei Elster Online angemeldet. Soweit, so gut. Zur Verfügung stehen mir die Jahre 2011-2014. 2011 und 2012 waren kein Problem, da ich beide Jahre Vollzeit fest angestellt war. Habe also alles fein nach meinen jeweiligen Lohnsteuerbescheinigungen eingetragen und siehe da, beide Male Rückzahlungen. 780€ und 840€.

Nun zum Knackpunkt. Im Jahre 2013 war ich bis August berufstätig und den Rest des Jahres arbeitslos und habe ALG I bezogen. Nun habe ich auch für dieses Jahr alle Angaben nach der Lohnsteuerbescheinigung gemacht, dementsprechend auch die Arbeitstage, Fahrten etc. angepasst und kam bei -540€ an. Da Sprung von +800€ auf -500€ hat mich doch sehr gewundert. Wegen 4 Monaten Arbeitslosigkeit? Nun kann ich mir vorstellen, dass ich das ALG I mit angeben muss. Nur entzieht sich mir 1. wo genau und 2. wie ergeben sich dann die Steuerabgaben die ja sonst auf der Jahresbescheinigung ausgerechnet und aufgelistet sind. Im Jahr 2014 ist es ähnlich. Da war ich dann bis Februar arbeitslos und seitdem wieder im Beruf.

Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.

Dank & Gruß

lohnsteuererklärung, Lohnsteuerjahresausgleich
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Lohnsteuererklärung: Nebenkosten bei möblierten Wohnraum und Heimfahrten

Liebe Community,

Als Neuling im Thema Lohnsteuererklärung wage ich mich nun doch langsam an das Thema heran und arbeite mich etwas ein. Da leider auch Google und schlaue Bücher meine Anfängerfragen leider nicht komplett beantworten können, hier meine Fragen:

I. Thema: Nebenkosten

1) Ich habe gelesen, dass einige allgemeine Betriebskosten, wie Hausmeister, Reinigungskräfte, Gärtner, Müllabfuhr, Allgemeinstrom, Kabel etc. steuerlich geltend gemacht werden können.

Gilt das immer oder nur im Falle eines Arbeitszimmers?

2) Ich habe derzeit einen "Mietvertrag für möblierten Wohnraum", in dem steht:

"Die monatliche Miete beträgt ab dem ABC Euro XYZ. In diesem Beitrag sind Betriebskosten und Kabelgebühren enthalten. Entgelte für Strom, Wasser und ggf. Telefon und GEZ sind Sache des Mieters."

Der Vermieter kann daher keine Aufschlüsselung über die Nebenkosten machen. Ich denke mir, dass diese Kosten ja dennoch irgendwie über die Pauschalmiete auf mich abgewälzt werden.

Kann ich das in irgendeiner Weise (z.B. Pauschale pro m² oder Prozentsatz der Miete) steuerlich geltend machen?

II. Thema Heimfahrten

Derzeit lebe ich in Deutschland in Stadt A. Meine Eltern leben im europäischen Ausland und meine Verlobte in Deutschland in Stadt B. Es liegt keine doppelte Haushaltsführung vor.

Kann ich die Kosten für Heimfahrt ins Auslands bzw. die Fahrtkosten innerhalb Deutschlands zwischen A und B in irgendeiner Weise geltend machen?

Ich hoffe, das sind nicht zu viele dumme Fragen auf einmal :). Vielen Dank schon einmal im Voraus und viele Grüße

Einkommensteuererklärung, lohnsteuererklärung, Nebenkostenabrechnung, Steuererklärung, Absetzbarkeit, Heimfahrten, Pauschalmiete
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Kleinunternehmer - Frage zur Lohnsteuervorauszahlung

Hallo,

folgender Sachverhalt: Ich bin hauptberuflich Angestellter, und habe Anfang Februar ein Gewerbe für den nebenberuflichen Verkauf von Apps in Apples AppStore angemeldet. Ich habe noch nie eine Steuererklärung abgegeben, denn 2014 ist das erste Jahr (nach meinem Studium), in dem ich richtig verdiene.

In den nächsten Tagen erwarte ich den Fragebogen vom Finanzamt, auf dem ich ja unter anderem auch den erwarteten Gewinn durch das Gewerbe im Jahr 2014 und 2015 angeben muss, woraus sich dann ja u.a. die vierteljährlichen Lohnsteuervorauszahlungen errechnen. Ich möchte nach Kleinunternehmer-Regelung (§19 Abs.1 UStG), also ohne Umsatzsteuer, operieren.

Ich erwarte durch das Gewerbe vorerst Einnahmen zwischen 0-$75 (also etwa 55€) im Monat, also etwa 600€ im Jahr. Das würde ich so auch angeben.

Ich möchte nun allerdings vermeiden, dass mich die erste Lohnsteuervorauszahlung in ein paar Wochen aus den Socken haut, und wenn ich mich nicht täusche, dann sollte das ja auch eigentlich nicht der Fall sein, oder? Für mein reguläres Arbeitnehmergehalt zahlt ja bereits mein Arbeitgeber die Lohnsteuer für mich, so dass ich essentiell nur für die etwa 600€ im Jahr die Lohnsteuer selbstständig an das Finanzamt vorausbezahlen muss, was etwa 75€ im Quartal wären (wenn man vom Spitzensteuersatz ausgeht).

Habe ich irgendwo einen Denkfehler, oder bin ich auf der sicheren Seite?

Freue mich über konstruktive Antworten und Kommentare.

Gewerbeanmeldung, Kleinunternehmer, lohnsteuererklärung, Vorsteuer
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Lohnsteuerbescheinigung 2012 falsch, zu wenig Bruttoarbeitslohn.

Hallo zusammen,

meine Lohnsteuerbescheinigung von 2012 wurde mit knapp 10.000,- € Gehalt zu wenig ausgestellt.

Da ich auf Provisionsbasis arbeite habe ich jeden Monat einen wechselnden Bruttolohn. Für den Fall das die Provision nicht ausreicht wird ein "Grundgehalt" bezahlt.

Mein Arbeitgeber hat nun bei seinem Steuerberater nie die richtigen Gehälter für mich angegeben, sondern immer nur die Grundgehälter.

Ich lag aber immer über dem Grundgehalt und habe die auch ordentlich ausgezahlt (Netto) bekommen.

Jetzt habe ich aber das Problem, dass ich knapp 10.000€ mehr verdient habe als auf der Bescheinigung angegeben ist. Dies ist zum Ende des Jahres auch meinem Arbeitgeber und seinem Steuerberater aufgefallen.

Jetzt hat er das erst so spät gemerkt, dass der Nachtrag/Korrektur erst im Jahr 2013 von Ihm an das Finanzamt nachbezahlt wurde (er sagt inkl. meines Arbeitnehmeranteils).

Jetzt habe ich die Sorge auf der Lohnsteuerbescheinigung 2013 ein höheres Bruttogehalt angeben ist, verglichen mit dem was ich voraussichtlich in 2013 tatsächlich verdient habe/ werde. Also genau der umgedrehte fall zu 2012

Muss ich dann bei meiner Steuererklärung noch zusätzliche Angaben / hinweise machen? Ich habe nämlich keine Lust in 2013 eine fette Nachzahlung machen zu müssen. Ich habe in 2012 mein Netto auch immer mit den korrekten Zahlen bekommen, also mein Anteil wurde immer von meinem Gehalt ordentlich abgeführt.

Es steht aber leider nirgendswo.

Meine monatlichen Abrechnungen habe ich nie bekommen. Es stellte sich jetzt da auch heraus, dass die auch alle mit dem Falschen Monatsgehalt berechnet sind. Hätte ich die bekommen wäre es mir ja aufgefallen. Ich habe nun die Sorge, dass ich meinen AN Anteil wegen der Korrektur die erst in 2013 durchgeführt wird "zweimal" zahle. Das wäre echt der Super Gau!

Was soll ich tun?

Beruf, gehalt, Lohn, lohnsteuererklärung, Steuererklärung, Steuern, Steuerrecht, Lohnsteuerjahresausgleich
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Steuerbescheid verstehen

Hallo zusammen,

ich habe am Freitag meine Steuerbescheide für die Jahre 2007 - 2010 erhalten und bin etwas irritiert. Ich habe eine Erklärung mit Hilfe einer WISO-Software gemacht und mich bei den anderen Jahren daran orientiert.

Ich habe folgende Original Belege beigefügt: Kfz-Haftpflicht, Privat-Haftpflicht, Aufstellung meines Vermieters über Haushaltsnahe Dienstleisungen (Gartenpflege, Hausreinigung, Schornsteinreinigung = ca 250 €), teilweise Spendenquittungen (30€)

Im Bescheid ist nun lediglich der Arbeitnehmer-Pauschbetrag über 920 € und Handwerkerleistungen 57 € aufgeführt. Sonst nichts! In der Erläuterung steht nichts weiter....

Nun zu meinen Fragen: Sollten nicht noch mehr Punkte aufgeführt sein? Wurde es einfach unter den Tisch fallen gelassen? Spendenquittungen über 30€ lagen auch bei. Oder zählt das alles zu Werbungskosten??

Den Großteil meiner Spendenquittungen konnte ich erst letzte Woche nachsenden, weil sie mir selbst ewig nicht zugeschickt wurden. Das hat sich mit dem Bescheid leider überschnitten. Habe ich eine Chance, dass mir das noch nachträglich angerechnet wird bei einem Einspruch? Die Beträge (400€) hatte ich mit angegeben und auch geschrieben, dass ich die Quittungen nachreiche. Das FA hat sie allerdings auch nicht nachgefordert, bevor sie mir den Bescheid geschickt haben.

Eins steht jetzt schon fest: Für die nächsten Jahre gehe ich zur Lohnsteuerhilfe!!! Bis dahin zähle ich auf EURE Hilfe ;-) Danke Vorab!

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Wo & wie werden Rentenversicherungsbeiträge des Arbeitsamtes/AfA in Lohnsteuererklärung eingetragen

Liebe Steuerexperten.

Ich war dieses Jahr für 4 Monate arbeitslos und habe ALG1 bezogen. Darüberhinaus hat die Agentur für Arbeit (Arbeitsamt) für mich Rentenversicherungsbeiträge abgeführt (5stelliger Betrag). Über diese Leistungen habe ich eine "Entgeltbescheinigung" bekommen mit dem Hinweis, dass die gezahlten RV-Beiträge zwar steuerfrei sind, aber gemäß § 32b EStG dem Progressionsvorbehalt unterliegen und deswegen auf der Einkommenssteuererklärung ausgewiesen werden müssen.

Nun stellt sich mir die Frage, wie ich das genau tue. Denn in Anlage N, Zeile 27 kann ich mit meinem Steuerprogramm (Steuersparerklärung) nur das ALG1 angeben (nicht aber RV-Beiträge). Außerdem scheinen RV-Beiträge laut http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/progressionsvorbehalt.html gar nicht unter den Progressionsvorbehalt zu fallen. Liegt da ein Fehler der AfA / des Arbeitsamtes vor? Ich bin verwirrt. Was ist nun richtig und muss ich die Rentenbeiträge der AfA angeben oder nicht?

Für Aufklärung wäre ich dankbar.

Vielen Dank und Grüße

Johannes

Hinweis: sogar mein Steuerprogramm sagt mir "Die steuerfreien Zusatzbeiträge des Arbeitgebers zur gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen nicht dem Progressionsvorbehalt und sind nicht als Sonderausgaben absetzbar. Sie werden deshalb nicht auf der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen und spielen auch bei Ihrer Steuererklärung keine Rolle."

Arbeitsagentur, Arbeitsamt, lohnsteuererklärung, Steuererklärung, Progressionsvorbehalt, Rentenbeiträge
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