Nachzahlung ALG II pfändbar?

Vor zwei Jahren wurde das Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt. (Ich haftete mit meinem Privatvermögen für meine GbR, das Regelinsolvenzverfahren wurde mangels Masse abgelehnt, es folgte das Verbraucherinsolvenzverfahren). Die Ankündigung der Restschuldbefreiung ist noch nicht erfolgt, ich befinde mich also trotz der ungewöhnlich langen Zeit noch nicht in der Wohlverhaltensperiode. Ich machte mich erneut selbständig und werde noch vom Jobcenter aufgestockt. Nun erhielt ich nach einem bürokratischem Kampf für ein ganzes Jahr eine hohe Nachzahlung ALG II vom Jobcenter, da ein Fehler unterlaufen ist. Ich bin Alleinerziehende mit einem Kind (Pfändungsfreibetrag 1410,00€) und die Zahlung (in drei Beträgen, allerdings an einem Tag) auf mein Pfändungsschutzkonto überstieg diesen Freibetrag. Es handelt sich um Zahlungen, die mir rückwirkend noch zustehen. Ich war sicher, dass ich eine Nachzahlung erhalten werde und musste mir Geld leihen, um die Miete bezahlen zu können (in bar). Nun meinte ich, das geliehene Geld von der Nachzahlung zurückzahlen zu können. Das Pfändungsschutzkonto verhindert, dass ich über die gesamte Summe verfügen kann. Im Internet liest man so viele verschiedene Meinungen, vielleicht weiß hier jemand ja bescheid: Ist ALG II (als größere Nachzahlung) pfändbar? Was kann ich tun, damit ich über das gesamte Geld verfügen (und meine Schulden zurückbezahlen) kann, die ich machen musste, weil ich vom Jobcenter "unterbezahlt" war? Es handelt sich hierbei nicht um eine "Einmalzahlung" des Jobcenters, sondern eindeutig um eine Nachzahlung. Ich arbeite Vollzeit und bekomme trotzdem Hartz IV aufgestockt. Ich las davon, dass man beim Amtsgericht eine einmalige Freigabe des Betrages beantragen kann. (Allerdings für "Einmalzahlungen". ) Stimmt das? Es wird aber weitere Nachzahlungen geben, beantrage ich diese einmalige Freigabe dann mehrmals und immer wieder? Allerherzlichsten Dank.

ALG 2, ALG II, Hartz IV, Pfändung, Pfändungsschutzkonto
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Bildungsgutschein wird nach 6 Monaten vom Jobcenter in Frage gestellt, was nun?

Ich fange einfach mal am Anfang an. Ich bin 31 Jahre alt und beziehe ALGII. Vor 6 Monaten habe ich eine Ausbildung zum Sozialassistenten begonnen. Zur Eignungsprüfung wurde ich vom Jobcenter zum Psychologischen Dienst geschickt, die ich mit Bravur bestanden habe. Der Psychologe meinte, dass ich diese Ausbildung erfolgreich absolvieren würde. Daraufhin habe ich einen Bildungsgutschein bekommen. Ich habe die Unterlagen in der Schule abgegeben, doch seit einem halben Jahr werden die Schulkosten sowie die Fahrtkosten nicht bezahlt. In der Zwischenzeit, habe ich die Schule besucht, ein Praktikum mit der Note 1+ absolviert, ein Halbjahreszeugnis mit dem Durchschnitt 1,5 bekommen und einen Vertrag für das Jahrespraktikum habe ich ebenfalls. Von der Theorie her, hätte ich die Schulkosten übernehmen müssen, aber die Schule ist/war kulant, und meinte solange das Problem mit dem Bildungsgutschein nicht geklärt ist, müsse ich nicht in Vorkasse treten. Vor zwei Tagen kam der Schulleiter zu mir und meinte, das der Bildungsgutschein anscheinend nicht vom Jobcenter aktzeptiert wird !?! Wegen irgendeiner Verifizierungsnummer. Ok, kein Problem, die Kosten für die Schule bekomme ich mit Hilfe meines Nachbarns und der Schule gestemmt. Aber wie sieht es mit dem Jobcenter aus? Stehe ich jetzt dem ersten Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung? War das halbe Jahr Schule, was ich ja mit Genehmigung des Jobcenters absolviert habe, für die Katz? Wenn ich jetzt sage, ich möchte aber die Schule zu Ende machen, da ich mit dem Abschluß eine Sozialversicherungspflichtige Arbeit annehmen kann und somit nicht mehr abhängig vom ALGII bin, können die mir mein momentan gezahltes ALGII streichen? Was kann ich tun? Ich bekomme von der Schule, von meiner zukünftigen Praktikumsstelle und von meinem Nachbarn, der Dipl. Soz. Ist, Empfehlungsschreiben, dass diese die Ausbildung unterstützen und befürworten.

Ich weiß momentan nicht was ich machen soll.

ALG II, Ausbildung, Hartz IV, jobcenter, Bildungsgutschein
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ALG II - Hartz IV / Zimmer in WG während einer Therapie - Werden die Kosten übernommen ?

Hallo liebe Leute,

eine etwas komplexere Sachlage, aber evtl. sind ja hier echte Profis unterwegs ;)

Also ich wohne seit dem 01.01 bei meiner besten Freundin in einem Zimmer ihrer Wohnung. Das Zimmer hat 18m², ihre ganze Wohnung rund 100m². Wir sind weder eine Bedarfsgemeinschaft noch eine Haushaltsgemeinschaft, sondern sie vermietet mir lediglich das Zimmer derzeit und ab Mittwoch (09.01.13) bis zum Ende meiner Therapie, was ca. Mitte April sein wird. Ich habe in dem Zimmer ein Bettchen und alle meine Sachen stehen. Sie meinte für die Zeit bis zur Therapie könnte ich da so wohnen und nun habe ich sie halt gefragt, ob ich das Zimmer auch erstmal weiter anmieten könnte, während ich auf Reha bin. Würde gerne meine Sachen da lassen und eigentlich hat sie das Zimmer auch über. Sie würde gerne 150 Euro für die Miete incl. Nebenkosten und Heizkosten haben monatlich.

Seit kurzer Zeit beziehe ich ALG II und habe da keine Mietkosten angegeben, da ich bis dahin keine gezahlt habe. Nun wäre das eigentlich mein Wunsch, damit ich nach der Therapie auch erstmal ein "Heim" habe, wo ich hin kann.

Mit einer Bestätigung, dass ich das Zimmer zu dem Preis miete, müsste das doch gehen oder ? Oder steht mir diese Leistung nicht zu ?

Ich habe folgenden Text angedacht:


Sehr gehrte Damen und Herren,

hier bestätige ich.... ein Zimmer in meiner Wohnung von 18m² bis zum Ende der Therapie, mindestens jedoch bis zum 01.05.13 zu vermieten. Meitpreis incl. aller Neben. und Heizkosten betragen 150 Euro.

Mit freundlichem Gruß

....


Für Rat wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende

ALG II, Arbeitsamt, Hartz IV, jobcenter, WG, Wohnungsgeld
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Arbeitlosengeld II, selbstgenutztes Wohneigentum, Teilvermietung

Hallo, ich bin 1 Jahr vor der Rente, beziehe z.Zt. noch Arbeitslosengeld II und bewohne eine Wohnung im eigenen unbelasteten Haus (Altbau). Meine Rente wird so gerade über dem sein, dass ich nicht auf Grundsicherung angewiesen sein werde. Um hier etwas dazu zu verdienen, habe ich mich daran gemacht in meinem ziemlich großen Haus aus ungenutzten Räumen eine weitere Wohnung fertigzustellen. Diese ist früher fertig geworden als ich dachte und habe sie nun auch schon vermieten können, an einen ebenfalls Arbeitslosengeld II Empfänger. Nun ist es so, dass die Heizkosten (Altbau eben und gestiegene Ölpreise), sowohl meine eigenen als auch die des Mieters mit den Zahlungen des JobCenters nicht gedeckt werden können. Bisher habe ich die eigenen Mehrkosten aus dem Regelsatz zugeschossen. Soweit ist das ja auch in Ordnung. Bei dem Mieter habe ich mir eigentlich gedacht die Mehrkosten aus der Kaltmiete zu zuschießen, was auch in Ordnung wäre. Jetzt möchte die Arge aber die komplette Kaltmiete als Einkommen von meinem Regelsatz abziehen. Wenn ich bis zur Rente plus minus 0 raus komme, dann wäre das ja auch noch in Ordnung aber es besteht die Gefahr, dass ich dann, trotzt Mieteinnahmen, wegen der hohen Heizkosten noch mehr von meinem eigenen zuschießen muss. Das kann es ja nicht sein. Da habe ich folgenden Text gefunden

"Ebenfalls berücksichtigt werden Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung. Hier gilt jedoch die Ausnahme, dass Mieteinnahmen zur Reduzierung der eigenen Unterkunftkosten im Sinne des § 22 SGB II nicht berücksichtigt werden."

Wie soll ich das verstehen und hat das für mein Problem eine Auswirkung?

ARGE, Einkommensanrechnung, Hartz IV, Arbeitslosengeld II, Mieteinnahmen
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Darlehen (Mietvorschuß) meiner Mutter wird mir vom Hartz 4 abgezogen

Ich war einige Monate im Ausland (ohne dort zu arbeiten) und bin Ende Oktober nach Deutschland zurückgekommen und habe am 29.10. einen Antrag auf Hartz 4 gestellt. Dieser wurde auch bewilligt jedoch hat mir das Jobcenter für den Monat Oktober 600€ als Unterhalt bzw. zu berücksichtigendes Einkommen angerechnet.

Ich habe gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt und hatte noch andere kleine Dinge im Bescheid bemängelt, die im darauffolgenden 2. Bescheid akzeptiert wurden. Zu dem von mir bemängelten Unterhalt wurde jedoch keine Stellung genommen und es wurden mir weiterhin die 600€ abgezogen. Im Bescheid wird in keinem Satz erwähnt woher diese 600€ stammen. Ich habe in dem Monat jedoch nicht gearbeitet.

Ich kann nur vermuten das es sich bei diesen 600€ "Unterhalt" um die 600€ handelt die mir meine Mutter auf mein Konto überwiesen hat um meine Miete inkl. Nebenkosten zu bezahlen. Meine Mutter hat mir diesen Betrag von 600€ auch während meines Auslandsaufenthaltes monatlich bezahlt, mir jedoch gesagt ich müsse Ihr das Geld für den Monat Oktober auf jeden Fall zurückzahlen sollte ich Hartz4 für Oktober erhalten. Die 600€ sind also eher ein Darlehen als ein Unterhalt oder zu berücksichtigendes Einkommen. So habe ich auch meinen Widerspruch begründet aber die Sachbarbeiterin hat auch im 2.Bescheid keinerlei Bemerkungen dazu gemacht und mir weiterhin die 600€ als Unterhalt angerechnet.

Ist das rechtens? Oder muß mir das Jobcenter die 600€ zahlen weil es ein Darlehen war? Ich kann das schriftlich nachweisen.

Hartz IV, unterhalt
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Zu große, aber preiswertere Wohnung beziehen? Umzug erlaubt?

In meiner letzten Frage wollte ich wissen, ob ich vielleicht die Wohnung meiner Mutter beziehen könnte, da diese leider schwer pflegebedürftig geworden und deshalb in ein Pflegeheim gekommen ist.

Nun frage ich mich - da ich momentan ALG II beziehe -, ob ich in ihre Wohnung ziehen darf.

Folgender Fall:

Meine (21 Jahre) momentane monatliche Miete beträgt 385€ warm für 47qm. Über 30€ zahle ich monatlich selbst (was für mich viel Geld ist!). Die Miete der Wohnung meiner Mutter, die ich gerne beziehen würde, beträgt ca. 330€, womit nicht nur ich monatlich gut 30€ spare (immerhin über 380€ im Jahr!), sondern auch das Jobcenter über 20€ spart. Das einzige Problem (neben dem, dass noch nicht sicher ist, ob ich sie kriege) ist, dass ihre Wohnung 52qm hat, was in unserer Stadt zu groß für Hartz IV ist (erlaubt sind 47qm). Ich frage mich nun, ob das Arbeitsamt da Probleme machen könnte.

Eigentlich müsste das Geldargument ja wichtiger sein, aber man weiß ja nie... Weiß jemand, wie das aussieht? Dürfte ich die Wohnung beziehen? Oder liegt das im Ermessen des Sachbearbeiters? Dürfte ich sonst klagen?

Die Wohnung ist einfach tausendmal besser als meine jetzige. Mehr im Grünen, es fahren keine tausend Busse täglich vorbei, meine Katze könnte wieder raus, ich hätte eine gute Anbindung an die S-Bahn (muss morgens schon um sechs Uhr aus dem Haus, dann erst um zwanzig nach), dann noch die für mich dicke Ersparnis von fast 400€ pro jahr... Ich bin vor einem Jahr nur aus einem dringenden Grund ausgezogen. Meine Mutter ist nun ja nicht umsonst im Pflegeheim. Die Wohnung hier war sozusagen nur eine Art Notstopfen... Und ich bin an sich kein Wandervogel, sondern hatte eigentlich vorgehabt, die Wohnung bis zum Ende meines Studiums bzw. Gründen einer eigenen Familie zu behalten...

Da ich im Internet an Mobbing und dumme Kommentare gewöhnt bin: Ich befinde mich noch in der Ausbildung. ;-)

Btw, dass ich den Umzug selbst finanzieren muss, ist mir klar. ;-)

Danke

filetchen

ALG II, Hartz IV, umzug, wohnung
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