Pflichtanteil Stiefmutter Erbschaft wenn Vater Vorerbe und Sohn Nacherbe

Hallo,

bei meinem Vater wurde Krebs im Endstadium festgestellt und jetzt geht es natürlich darum, das Erbe bestmöglich im Vorfeld zu regeln.

Wir Leben im Haus meiner Großmutter (welche noch am Leben ist). Mein Vater ist Einzelkind und würde im Todesfall meiner Oma alleiniger Erbe sein.

Leider sieht es jedoch so aus, als würde meine Großmutter meinen Vater auf Grund seiner Krebserkrankung überleben. Mein Vater ist zum 2. Mal verheiratet und meine Stiefmutter lebt ebenfalls in dem Haus.

Wie verhält es sich, wenn meine Großmutter nun nach ihrem einzigen Sohn (meinem Vater) stirbt? Besitzt meine Stiefmutter einen Pflichtanteil oder geht das vollständige Erbe direkt an meinen Bruder und mich?

Wäre es sinnvoll wenn meine Oma meinen Vater als Vorerbe und meinen Bruder und mich als Nacherben einzusetzen? Wie würde es sich dann mit dem Pflichtanteil meiner Stiefmutter verhalten?

Welche Variante wäre ratsam, wenn die Erbschaft innerhalb der leiblichen Familie bleiben soll und meine Stiefmutter lediglich lebenslanges Wohnrecht jedoch kein Anspruch auf das Haus erhalten soll.

Es geht bei dieser Frage auch nicht um Habgier meinerseits oder die meines Bruders, sondern dies ist der Wunsch meines Vaters.

Vielen Dank im Vorraus für die Antwort.

MfG Opimithut.

erbanspruch, Erbe, erbrecht, Erbschaft, Erbfolge
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Alleinerbe und verwitwete Ehefrau - welche Ansprüche haben wir genau?

Ich muß noch einmal genau nachfragen, die bürokratischen Informationen, die ich bisher notariell erhalten habe, reichen mir leider nicht aus und sind teilweise sehr unverständlich formuliert... Mein Vater verstarb 2010, war bis dahin drei Jahre lang mit seiner zweiten Ehefrau verheiratet, ich habe noch eine Schwester. Meine Schwester und ich wurden testamentarisch jeweils zur Hälfte zu Erben bestimmt. Meine Schwester hat das Erbe ausgeschlagen. Unsere ehemalige "Stiefmutter" bekam lediglich in unsrem Elternhaus lebenslanges Wohnrecht eingeräumt, das sie sich abkaufen gelassen hat. Nun haben wir seit kurz nach Vaters Tod leider kein (gutes) Verhältnis mehr, d.h. sie ist letzte Woche ausgezogen, ohne mich vorher darüber zu informieren und nachdem sie das komplette Haus leer geräumt hat. Ich wurde von meinen Mietern, die gleich im Nachbarhaus, das früher meine Großeltern bewohnten und das mit zu meinem Erbe gehört, informiert. Außerdem hat sie beide Gemeinschaftskonten, die bis zu Papas Todestag bestanden, geleert - dafür hatte sie lt. Auskunft der Bank "Verfügungsvollmacht über den Tod hinaus". Die Beerdigungskosten hat sie allein getragen - es war so besprochen, da Vater genügend Geld hinterlassen hatte, den Grabstein wollten wir gemeinsam aussuchen und kaufen, sie hat ihn aber hinter meinem Rücken allein bestellt und auch bezahlt. Jetzt möchte ich mit ihr und der Vergangenheit abschließen, möchte aber auch zu meinem Recht kommen und dafür genau wissen, worauf ich Anspruch habe und welche Pflichten ich habe, damit ich dabei nichts falsch mache. Da durch das gespannte, bzw. "ehemalige" Verhältnis zur verwitweten zweiten Ehefrau meines Vaters mittlerweile gar kein persönlicher Kontakt mehr zu ihr möglich ist, möchte ich ihr auf keinen Fall etwas schenken, das ihr nicht zusteht - sie hat mir genug Steine in den Weg gelegt und das kann ich so nicht akzeptieren. Ich möchte, nachdem sie es über ein Jahr verhindern konnte, daß ich den Erbschein ausgestellt bekomme und ich dafür noch eine Menge Geld zahlen mußte, endlich für klare Verhältnisse sorgen, damit ich - auch im Sinne meines Vaters - für mich damit fertig werden kann. Welchen Anspruch habe ich auf das Geld der ehemaligen Gemeinschaftskonten und wie komme ich an das Geld, wenn sie innerhalb ihrer Verfügungsvollmacht alles geplündert hat? Zur Feststellung der Erbschaftssteuer liegt mir ein Auszug des nicht unerheblichen Guthabens am Todestag vor. Ist sie befugt, die Betriebsrente von Vaters Arbeitgeber zu beziehen? Ist es richtig, daß ich für sämtliche Beerdigungskosten, inklusive dem Grabstein, allein aufkommen muß, obwohl wir vorher mündlich eine andere Vereinbarung (nämlich die Kosten des Grabsteins nach dem GEMEINSAMEN Aussuchen zur Hälfte zu teilen) getroffen hatten und sie dann eigenmächtig etwas in Auftrag gegeben hat, ohne mich mit einzubeziehen, obwohl es vorher so vereinbart war? Ein befreundeter Anwalt, der normalerweise andere Hauptgebiete vertritt, möchte sie diesbezüglich anschreiben.

Beerdigungskosten, erbanspruch, erbrecht, Erbschaft, Alleinerbe, rechte und pflichten
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