Wie WEG-Verwalter absetzen, wenn dieser keine ETV einberuft?

Hallo! Habe eine ETW in einem Mehrfamilienhaus mit insg. 5 Wohnungen per Zwangsversteigerung erworben. Es stellt sich heraus, dass der Verwalter absolut unzuverlässig ist und nach Auskunft einiger anderer Eigentümer seit der Versteigerung der 1. Wohnung dieses Hauses vor einigen Jahren keine einzige Eigentümerversammlung einberufen hat. Abrechnung scheint aber doch erfolgt zu sein. Auf Nachfragen beteuert er wiederholt, das "bald" zu machen, die anderen Eigentümer warnen aber davor dass er dies immer macht und nichts passiert. Glücklicherweise sind mehr als 50% der Eigentümer / Miteigentumsanteile derselben Ansicht (die übrigen kenne ich (noch) nicht) und wollen den Verwalter besser heute als morgen loswerden. Mein Vorgehen wäre folgendes: Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen ETV nach §24 (2) WEG, (das erforderliche Viertel an Eigentümern habe ich ja locker) und Androhnung der außerordentlichen Kündigung bzw. gerichtlicher Schritte sofern diesem Antrag nicht nachgegegangen und die ETV einberufen wird. Die Frage ist: Was tun, wenn der Verwalter dann immer noch nicht einlädt? Die ETV müsste sich ja dann auf das weitere Vorgehen verbindlich einigen (z.B. außerordentliche Kündigung, neuer Verwalter) - aber dafür ist ja eine ETV notwendig! Ein Verwaltungsbeirat, der alternativ einberufen könnte existiert meines Wissens nach nicht. Danke für Tipps!

Eigentumswohnung, Verwaltung, WOHNRECHT, Eigentümerversammlung
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Nutzungsentschädigung nach Verkauf ETW bis zur verzögerten Zahlung des Kaufpreises

Wir haben in 2010 unsere ETW verkauft, neu und hochwertig modernisiert.

Da die Käufer Nachwuchs erwarteten und ihre Mietwohnung schon kündigten, bevor überhaupt der Kaufvertrag notariell beurkundet wurde, wurden wir quasi vom Makler gedrängt, die ETW schneller als geplant zu übergeben.

Beim Notarstermin war nicht klar, ob die "Verwalterin" noch dem Verkauf zustimmen dürfte, da sie ihr Amt niederlegte als wir selber in 2007 die ETW kauften, aber noch nicht Eigentümer dieser waren. Es wurde von ihr kein neuer Verwalter vorgeschlagen und gewählt, sie hatte sich aber bereit erklärt, sich weiterhin um die Außen-Belange zu kümmern.

Der Notar hat erst nach Beurkundung die Unterlagen zu dieser damaligen WEV, deren Termin wir nicht kannten, und an der wir ja sowieso noch nicht hätten teilnehmen dürfen, den Verwaltervertrag angefordert und mit der "Verwalterin" gesprochen. Herausgekommen ist, dass bei der Amtsniederlegung Fehler gemacht wurden, was uns dann beim Verkauf viel Ärger eingebracht hat.

Wir übergaben die ETW an die Käufer 2 Tage vorfristig am 10.6.10. Die Geldzahlung war am 15.6. vorgesehen. Das Geld kam aber nicht, weil wir nun erst die Einwilligung der anderen 5 Miteigentümer einholen mussten, und dies beim Notar notariell beglaubigt werden musste.

Eine Miteigentümerin verweiterte aus purer "Schikane" die Unterschrift und verzögerte den Prozess um Monate. Wir mussten in dieser Zeit einiges an Zeit, Kraft und Geld investieren, einige WEV einberufen, weil die "Querulantin" hier wiederum kleine Formfehler monierte.

Letztendlich wurde im Dez. 2010 eine Verwalterin gewählt. Nach strikter Einhaltung aller Fristen konnte sie im Jan 2011 endlich ihres Amtes walten und dem Verkauf unserer ETW zustimmen, so dass Mitte Feb 2011 endlich der Kaufpreis überwiesen wurde.

Da wir ein Haus gekauft, den Verkaufspreis der ETW mit in die Finanzierung aufgenommen hatten, kamen wir finanziell ziemlich in die Enge, da wir Zinsen für das Haus und auch den Kredit für die Wohnung zahlen mussten.

Die Käufer traten in der Zeit anwaltlich an uns heran und wollten von uns auch noch Bereitstellungszinsen haben, die ihre Bank ihnen schon ab Juli berechnete. Unser Anwalt schmetterte dies jedoch ab und forderte von den Käufern eine Nutzungsentschädigung für die bis zur Zahlung des Kaufpreises ja unentgeltlich genutzte ETW. Hier wiederum kam der Anwalt der Käufer mit Gegenargumenten. Es kam nicht einmal zu einem Entgegenkommen auf Käuferseite.

Unser Anwalt tut zz. nichts, argumentiert, dass die Forderung der Nutzungsentschädigung, die sein Vater, der den Fall zuerst in den Händen hatte, zu hoch angesetzt sei (ortsübliche Miete) und er recherchieren müsse, was es in dem Fall an konkreter Rechtsprechnung (mit rechtskräftigen Urteilen) gibt.

Was und gegen wen können wir hier etwas unternehmen? Hier wurden definitiv von einigen Seiten Fehler gemacht (Makler, Notar, WEG, Ex-Verwalterin) zu unseren Lasten.

Gibt es Urteile?

Bekommen wir doch noch Nutzungsentschädigung?

Eigentumswohnung, Hausverwaltung, Eigentümerversammlung, Nutzungsentschädigung, Wohnungsverkauf
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Eigentümerversammlung - Aufhebung eines einstimmigen Beschlusses

Hallo,

auf dem Grundstück über meiner Tiefgarage befindet sich ein Kinderspielplatz der damit auch von der Eigentümerversammlung verwaltet wird. Bei der letzten ordentlichen Versammlung (April 2010) wurde einstimmig beschlossen, den umgrenzenden Zaun zu erneuern. Die Beschaffung des Zaunes wurde jedoch vom Verwaltungsrat ausgesetzt, da aufgrund Renovierungsmassnahmen nun erhebliche (unerwartete) Kosten auf uns zukommen und das Geld dafür genutzt werden soll (es wurde ein verzinkter hochwertiger Zaun beschlossen, der auch ordentlich Geld kostet). Da meine 3 kleinen Kinder ständig auf dem Spielplatz sind, möchte ich diese Erneuerung natürlich wie beschlossen durchsetzen. Nun meine Fragen: 1. Wie bindend ist dieser Beschluss? Kann eine ausserordentliche Eigentümerversammlung (findet übermorgen statt) den Beschluss wieder rückgängig machen, welche Mehrheit ist dafür nötig? 2. Der aktuelle Zaun (Maschendrahtzaun) ist mittlerweile verrostet und birgt in meinen Augen ein ernsthaftes Gefahrenpotenzial. Da der Spielplatz öffentlich ist nehme ich an, dass wir sogar verpflichtet sind hier für Sicherheit zu sorgen und würden im Ernstfall auch haftbar gemacht. Kann mir hier jmd eine Argumentationsgrundlage geben, damit ich die Diskussion auf der Versammlung in meine Richtung lenken kann?

Vielen Dank schonmal vorab,

Posaune

Haftung, Recht, Eigentümerversammlung, Eigentum
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