Krankentagegeld Weiterzahlung bei Berufsunfähigkeit

Hallo, kurz zu meiner Situation. Ich bin Berufssportler, der seit Ende 2011 auf Grund einer Verletzung krank und arbeitsunfähig geschrieben ist. Ich erhalte seitdem Krankentagegeld aus meiner privaten Krankenversicherung. Vor gut 2 Monaten habe ich bei der Versicherung angerufen, da ich wissen wollte ob ich meinen Versicherungsbeitrag ( ca. 1000 Euro monatlich) etwas herabsetzen könne.

Dort gab man mir die Nummer einer Frau, die als Versicherungs Vermittlerin in meinem lokalen Bereich tätig ist. Sie teilte mir daraufhin mit, dass es während des Bezugs von Krankentagegeldes nicht möglich ist, den Beitrag zu senken. Das konnte ich natürlich auch nachvollziehen.

Einige Tage später, kontaktierte sie mich erneut und teilte mir mit, dass sie doch noch eine Möglichkeit gefunden hat, meinen Beitrag zu senken. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen ganz normalen Einzelvertrag. Wenn sie mich im Rahmen eines Gruppenvertrages unseres Vereins aufnehmen würde, würde alle gleich bleiben, ich würde mir nur wenige Euro monatlich sparen.

Von der Ersparnis war ich sicher nicht gerade begeistert, dachte mir aber, besser als gar nichts und unterschrieb ein einfaches Blatt, auf dem die Aufnahme in einen Gruppenvertrag stand.

Ich zahlte nun seit Sommer 2012 ca. 1000 Euro.

Leider ist meine Verletzung aktuell nicht wirklich so, dass eine rasche Besserung abzusehen ist und eine Berufsunfähigkeit zumindest in Frage kommt.

Ich war deswegen auch bereits vor einigen Wochen beim Gutachter der Krankenkasse, der mir eine Deadline etwa bis Ende des Jahres setzte ( was ich auch als fair ansehe).

Jetzt habe ich mich heute mit einem Bekannten unterhalten, der sich etwas in dieser Branche auskennt. Er erzählte mir dass bei Gruppenverträgen die Krankentagegeldzahlungen sofort bei Eintritt der Berufsunfähigkeit endet. Bei Einzelverträgen hat man in der Regel diese 3 monatige Weiterzahlungdes Krankentagegeldes nach Feststellung der Berufsunfähigkeit.

Jetzt habe ich gleich in den Versicherungsbedingungen nachgesehen und dort wirklich Unterschiede diesbezüglich gefunden.

In meinem alten Einzelvertrag, den ich bei Eintritt des Versicherungsfalls und bis August diesen Jahres inne hatte, hatte ich Anspruch auf eine Fortzahlung des Krankentagegeldes von 3 Monaten.So ist es auch üblich bei der Versicherung.

Bei meinem aktuellen Gruppenvertrag, endet die Zahlung sofort bei Feststellung der BU.

Ich hoffe wirklich auf hilfreiche Informationen bezüglich möglicher Hilfe. Was kann ich tun, wie sieht es rechtlich aus? Kann man den Vertrag wieder ändern?

Aus meiner Sicht hat mich die Vermittlerin hier ja benachteiligt ohne Ende, ob wissentlich oder nicht, kann ich nicht sagen.

Ich bin wahrlich kein Schmarotzer, der hier irgendeine Situation ausnutzen will, aber ich fühle mich hier wirklich komplett verarscht.

Vielen Dank für Eure Hilfe im voraus.

Grüße

Anwalt, Berufsunfähigkeit, krankenkasse, Versicherung
4 Antworten
Berufsunfähigkeits-Versicherung wird angerechnet obwohl ich dieses Geld nicht erhalte

Hallo,

es geht um die Anrechnung einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU) an meine SGB II Leistung.

Ich bin seit 5 Jahren berufsunfähig und erhalte eine BU-Rente von einem großen Versicherungsunternehmen. Da diese Rente nicht ganz zum Leben reicht erhalte ich außerdem Leistungen nach SGB II (HarzIV).

In meiner Situation gibt es folgendes Problem: Als ich 14 Jahre alt war hat mein Vater bei der All..-Versicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und monatlich ~um die 40eur eingezahlt.

MEIN VATER IST DER VERSICHERUNGSNEHMER UND ER HAT DAS BEZUGSRECHT, d. h. ER KANN MIT DEM GELD MACHEN WAS ER WILL - WEIL ER DIE ZAHLUNGEN DIREKT ERHÄLT. (Im Briefen von der All.-Versicherung wird mein Vater im Briefkopf genannt - ich bin die versicherte Person).

Trotzdem wird mir diese BU-Rente als Einkommen angerechnet; Dieser Fall ist deutschlandweit einzigartig. Mein Vater würde mir vielleicht das Geld zukommen lassen, aber ich sehe in dieser Situation eine Verbesserung meines Lebensstandard.

Ich versuche jetzt meinen Anspruch auf volle Leistungen bei der Arge durchzusetzen, weil ich rein rechtlich gesehen diese BU-Rente nicht erhalte.

Der Richter am Sozialgericht findet meinen Fall "unglaubwürdig".

> Kann ich das Geld bei der Agentur für Arbeit einfordern? > Können Sie meinen Vater zwingen das Geld auszuzahlen?

Berufsunfähigkeit, harz 4
1 Antwort
Berufsunfähigkeitsversicherung - Gesundheitsfragen falsch beantwortet - und nu?

Hallo zusammen,

bei einer Beratung ist mir folgender Fall bekannt geworden:

Mein Kunde wollte sich vor 2 Jahren gegen BU versichern. Dabei ist der

durch einen dummen Zufall auf enen Mitarbeiter der xy- AG gestoßen - der

hat dann einen Antrag aufgenommen. Bei den Gesundheitsfragen (mein Kunde

hatte eine Vorerkrankung seines Rückens) gab er ihm den Rat, diese Vor-

erkrankung nicht zu erwähnen, da er sonsnt nicht aufgenommen würde und

dass ja die Versicherung im Schadensfalle eh genau überprüfen würde, wie

sein Gesundheitszustand gewesen sei. Wie ich später erfuhr, handelte es

sich bei dem "Berater" um einen insolventen Gebrauchtwagenverkäufer, der

vorunterschriebene Beratungsprotokolle dabei hatte. Die Unterschrift unter

den Protokollen stammte von seiner Ehefrau, die offiziell die Beraterin ist,

weil er als insolventer Gebrauchtwagenverkäufer eigentlich sicherlich nicht

in der Finanzbranche tätig sein dürfte.

.

Kann mein Kunde die eigentliche Beraterin in Haftung nehmen und die gezahlten

Beiträge zuück verlangen? Immerhin hat eine Beraterin, die mein Kunde nie zu

Gesicht bekommen hat, ein Beratungsprotokoll unterschrieben. Und damit doku-

mentiert, dass Sie meinen Kunden entsprechend beraten habe. Kann der Vertrag

rückwirkend abgewickelt werden? Ich möchte natürlich nicht, dass mein Kunde

seine Vorerkrankungen bekann

Eingentliche Beraterin ist hafbar zu machen 75%
Pech gehabt - Beiträge verloren 25%
Vertrag kann rückabgewickelt werden 0%
Geldanlage, Rentenversicherung, Berufsunfähigkeit, Berufsunfähigkeitsversicherung, BU, Versicherung
3 Antworten

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