Berücksichtigung Barwert der Erbbauzinslast bei Zugewinnausgleich?

Meine Frau und ich leben in Zugewinngemeinschaft. Während unsrer Ehe haben wir ein Haus auf Erbpachtgrundstück gekauft. Sowohl für den Erbpachtvertrag als auch das Hypothekendarlehen haben wir gemeinsam unterschrieben und auch im Grundbuch stehen wir gemeinsam zu gleichen Anteilen.

Nun wollen wir uns trennen und müssen den Zugewinn während unserer Ehe aufteilen. Dies gelingt uns bei allen anderen Werten ganz gut, aber bei der Aufteilung des Zugewinns im Zusammenhang mit unserem Haus sind wir uns nicht einig.

Ich selbst würde das Haus gern behalten, meine Frau auszahlen und aus den Zahlungsverpflichtungen (Darlehen, Erbpacht, ...) entlassen. Die Berechnung des Gutachters ist für uns soweit nachvollziehbar. Wie bei der Aufteilung des Zugewinns jedoch der "Barwert der aktuell möglichen Erbbauzinsreallast" berücksichtigt werden muss, darüber können wir uns nicht einigen.

Aus meiner Sicht müsste dieser Wert zu 100% von ihrem Zugewinn abgezogen werden, da sie zukünftig zur geschuldeten Erbpacht nichts mehr beiträgt, das Risiko voll auf mich übergeht und der (Verkehrs)Wert der Immobilie dadurch geringer ist. Ich selbst wäre bereit ihr entgegen zu kommen und auf den mir dann zustehenden Ausgleichsbetrag verzichten.

Wie sieht die Rechtslage im Zuge des Zugewinnausgleichs konkret aus?

Vielen Dank für weiterführende Informationen.

Recht, scheidung, Zugewinnausgleich
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