Zwei Abmahnung innerhalb von zwei Tagen wegen des selben Vergehens rechtens?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das kommt darauf an, finde ich. Wenn er die erste Abmahnung noch nicht bekommen hat, bevor er das zweite Mal fehlte, würde ich die zweite Abmahnung anzweifeln. Denn eine Abmahnung soll dem Betroffenen klarmachen, dass er dies und jenes nicht (mehr) tun darf. Wenn er aber diesen Warnhinweis noch gar nicht hatte, macht ein zweiter Warnhinweis eigentlich keinen Sinn.

Ich finde es aber fast unerheblich. Denn entegegen einer weit verbreiteten Meinung braucht man keine drei Abmahnungen für eine Kündigung. Selbst wenn der Bekannte nur eine Abmahnung bekommen hätte, könnte er beim nächsten Mal fliegen. Also ist es im Grunde wurscht.

Zwei Tage unentschuldigt gefehlt? dann ist für jeden fehltag eine Abmahnung angemessen und normal. beim dritten mal unentschuldigt fehlen gibts die Kündigung. so kenne ich das von vielen Firmen aus. der chef darf bei jedem größeren Fehler eine Abmahnung aussprechen. und jedes unentschuldigte fehlen ist unabhängig von anderen Fehlern ein eigenes Fehlverhalten.

"...beim dritten mal unentschuldigt fehlen gibts die Kündigung. so kenne ich das von vielen Firmen aus."

Mag sein, dass du es so kennst. Viele Leute behaupten, man braucht drei Abmahnungen für eine Kündigung. Es stimmt aber nicht.

Zwei "Vergehen" - zwei Abmahnungen!

Nein damit liegst du falsch. Das ist rechtens. Bei der nächsten Abmahnung kann er seine Sachen packen.

Bei der nächsten Abmahnung kann er seine Sachen packen.

Woher weißt du das?

Wieso soll das nicht rechtens sein?

Unentschuldigter Fehltag 1 = Abmahnung 1, Unentschuldigter Fehltag 2 = Abmahnung 2. Sicher hätte man das auch anders machen können, aber da es ja ganz offensichtlich zwei Vergehen an zweit unterschiedlichen Tagen sind, ist das so OK.

Wieso soll das nicht rechtens sein?

Dann habe ich etwas ganz blöde vertauscht. Hatte irgendwie in Erinnerung, das man für die selbe Sache nur einmal abgemahnt werden kann. Kam mir jedoch auch etwas spanisch vor und wie gesagt da etwas blöde vertauscht.

@medmonk

"...das man für die selbe Sache nur einmal abgemahnt werden kann..."

Wenn du die selbe Sache meinst, stimmt das auch. Es ist aber nicht die selbe Sache, sondern die gleiche (=gleichartige).

Er könnte nicht für den selben Fehltag zwei Abmahnungen bekommen. Aber für zwei verschiedenen Fehltage durchaus.

Allerdings: wenn die Fehltage Montag und Dienstag waren, und die Abmahnungen am Mittwoch geschrieben wurden, dann würde ich es so sehen, dass es nur ein vergehen ist. Dann darf man nicht zwei Dinge draus machen, weil es zwei Tage sind.

@PeterSchu

Ich habe jetzt mal nachgefragt. Es waren die Tage Donnerstag und Freitag. Die Abmahnungen wurde auch nicht verschickt sonder "persönlich" bei ihm eingeworfen. Also auch kein Poststempel drauf. Auf dem Umschlag vom Chef der Vermerk "Unter Zeugen eingeworfen".

Letzteres dürfte bei ihm der Fall sein. Sprich zwei aufeinander folgende Fehltage. Am Montag ist er wieder schienen. So, wie ich nun erfahren habe wurde im jetzt mitgeteilt, das die Kündigung unterwegs sei. Ich habe ihm geraten damit zum Arbeitsgericht zu gehen. Denn das kann doch nicht richtig sein. Erst Abmahnen, darauf kein weiteres Fehlverhalten und trotzdem Kündigung wegen der Sache.

Der Sinn der Abmahnung ist doch, das man sein Verhalten ändert bzw. ein Arbeitgeber damit signalisiert "so nicht". Eine direkte Kündigung würde doch die Abmahnung wie sie hier erfolgt ist mehr als überflüssig machen. Oder wie seht ihr das.

Ich kann leider auch nur das wiedergeben, was mir gesagt wurde. Weiß daher nicht ob es noch andere Gründe gibt oder mehr vorgefallen ist. Daher nur mit den Infos hier mal nachfrage. Nicht das ich nachher der Buhmann bin, und wegen falscher Tipps/Ratschläge doof dastehe.

@medmonk

"Denn das kann doch nicht richtig sein. Erst Abmahnen, darauf kein weiteres Fehlverhalten und trotzdem Kündigung wegen der Sache."

So ist es. Ich sehe da gute Chancen, mit einer Kündidgungsschutzklage Erfolg zu haben. Eine Abmahnung hat zur Folge, dass man im Wiederholungsfall eine Kündigung bekommen kann. Ohne Wiederholungsfall ist aber eine Kündigung nicht gerechtfertigt, weil man nicht für ein Vergehen zweimal bestraft werden kann und weil dem Betroffenen gar keine Chance auf Besserung seines Verhaltens gegeben wurde.

Allerdings ist es auch kein Kavaliersdelikt, einfach mal zwei Tage nicht zu kommen. Der Betrieb hat ihn auf dem Kieker und auch wenn es ihm gelingt, die Kündigung abzuwenden, wird er keinen leichten Stand haben. Da kommt es sicher auch noch auf die sonstigen Umstände in diesem Arbeitsverhältnis an. Es liegt ja irgendwie auch an ihm, den Betrieb davon zu überzeugen, dass sowas nicht mehr passieren wird.

Was möchtest Du wissen?