Zwangsversteigerung gegen sich selbst als Mitinhaber einer Grundschuld - ist das rechtlich überhaupt zulässig und wenn, aufgrund welcher gesetzlichen Grundlage?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Onkel ist nicht Erbe, sondern hat einen Pflichtteilsanspruch gegen die Erben bzw. den Nachlass. Wenn er sich nun eine Grundschuld "eintragen lässt" (er kann sie nicht einfach eintragen lassen, das müssen die Erben bewilligen, oder er  hat keine Grundschuld, sondern eine Zwangshypothek aufgrund eines Titels zur Eintragung gebracht) kann er aus diesem Recht heraus die Zwangsversteigerung betreiben. Das ist völlig legitim.

Das ist eine sognannte "Versteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft" (in diesem Fall der Erbengemeinschaft) auch "Teilungsversteigerung" genannt. Siehe § 180 ZVG (Zwangsversteigerungsgesetz). Kommt sogar lelativ häufig vor, wenn sich Gemeinschaften jeglicher Art nicht über die Verwertung der Immobilie einigen können.

Meinen Dank!

Wie kommst du auf eine Teilungsversteigerung? Darauf deutet nichts hin, zumal er die Zwangsversteigerung aus einem dinglichen Recht betreibt.

@Ronox

Haben wir hier auch gerade diskutiert... Aber in dem fall wäre doch eine Zwangssicherungshypothek einzutragen, oder?

@bojana

Wenn überhaupt, dann diese. Ich glaube nämlich kaum, dass die Erben ihm eine Grundschuld für die Pflichtteilsforderung bewilligt haben.

§ 2033 BGB

Er möchte seinen Teil ausgezahlt haben, sind die anderen Erben nicht leistungsfähig, muss verkauft werden.

Das passiert gar nicht mal so selten.

Er kann übrigens seinen Teil auch seperat verkaufen, nur findet man da häufig keinen Käufer.


Dankeschön!

Der Onkel ist nicht Erbe, also gibt es auch nichts auszuzahlen...

Ja das geht und nennt sich Teilungsversteigerung

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

Nein, das nennt sich Zwangsversteigerung.

*Vollstreckungszwangsversteigerung, um genau zu sein.

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