Zwangsräumung nach Selbstmordversuch

5 Antworten

Die Räumung wird dann dennoch durchgeführt. Die geräumten Gegenstände nimmt der Gerichtsvollzieher in Gewahrsam, Abfall wird entsorgt, Gegenstände ggf. zur Deckung der Kosten der Räumung (incl. Abfallentsorgung, Spedition und Personal) versteigert, sofern kein entsprechendes Barvermögen greifbar ist.

wenn die Polizei uns benachrichtigt hat müssten diese auch wissen an wen wir uns wenden müssen wenn wir die Gegenstände aus der Wohnung haben wollen? Würde die auslösung der gegenstände etwas kosten für uns angehörige oder wird dies ihm in rechnung gestellt??

@Redangel3005

Nein, Ihr habt da keinerlei Möglichkeiten, es sei denn, es wurde einer von Euch vorher entsprechend bevollmächtigt.

Der Suicidversuch wird die Räumung nicht verhindern, das wäre auch ein schlechtes Signal für allle weitern Zwangsräumungen.

Das Inventar wird bei dem Umzugsunternehmen das die Raümung durchführt auf Kosten des Mieters eingelagert und Durch den Gerichtsvollzieher versiegelt.

Angehörige haben nicht das Recht diese Sachen zu übernehmen, es sei denn der Mieter hat dies vorher bekannt gegeben und der Vermieter ist damit einverstanden. Später kann der Mieter, wenner denn wieder zurechnugsfähig ist, per Vollmacht jemanden bestimmen der die Sachen einlagern darf, wenn denn alle einverstanden sind.

Also haben wir kein Recht die Sachen zu bekommen weil er es nicht schriftlich gesagt hat? Das heißt wenn er in 2 Monaten noch nicht so weit ist sind seine Sachen weg ??? (er liegt gerade im künstlichen koma)

@Redangel3005

Zunächst nicht, denn es besteht zunächst der vorrangige Anspruch der Gäubiger eventuell verwertbare Gegenstände zu veräussern. In der Regel bringt sowas jedoch nicht viel, es könnte aber eine wertvolle Briefmarkensammlung dabei sein. Je länger die Behandlung des ehemaligen Mieters dauert um so höher steigen die Kosten und sei es nur durch die Einlagerung.

So traurig die ganze Angelegenheit für alle Beteiligten sein mag, letztlich kommt so eine Zwangsräuming nicht von jetzt auf gleich. Sowas hat eine monatelange Vorgeschichte.

So weit ich weiß geht das nicht, aber das Problem ist nach einem Selbstmordversuch gilt man (teilweise sein gesammtes Leben lang) in bestimmten Punkten oder überall als unzurechnungsfähig. Somit können andere Familienmitglieder entscheiden, was mit dem persönlichen Eigentum geschieht. Ich fände es aber in Anbetracht der Tatsache - pardon wenn ich mich jetzt so ausdrücke - unter aller Sau, die Wohnung zu räumen! Am besten ist es, erst mal zu warten was die Diagnose ist. Wird die Person eingewiesen? Befristet oder für das gesammte Leben? Als unzurechungsfähig eingestuft? Wenn sie in ein betreuutes Heim kommt, kann man in erwägung ziehen, die Wohnung zu räumen. Aber nur dann, denn es gibt viele die es danach doch wieder auf den richtigen Weg schaffen (kommt aber auch auf das Alter an... die meisten über 30 packen das - soweit ich weiß - nicht mehr)

Ich fände es auch scheiße (sorry) wenn sie die Wohnung geräumt haben aber wissen tu ich es nicht ich möchte nur nicht das falls er de4n nochmal aus dem KH kommt mit nicht dran steht nicht mal Klamotten etc.

@Redangel3005

Desswegen sollte man da erst mal warten was der Psychologe sagt - eine Einweisung gibt es zu hundert Prozent. Warscheinlich ist der Ablauf erst mal geschlossene, dann offene aber halt lange Zeit 6 Monate ist es so um den Dreh rum, meistens länger. Danach gibt es natürlich entweder noch weiter ambulante Betreuung oder aber weiterer Verlauf Wohnheim... Warte erst mal einen Monat ab was dann noch kommt! Aber der Vermieter will die Wohnung hoffentlich nicht räumen? Weil das gilt als Krankheit, die ist nicht Ansteckend und er darf das warscheinlich laut Gesetz sowieso nicht, außer er bekommt das Geld nicht mehr.

@Lalapeja

Ich weiß es nicht ob sie nicht schon geräumt ist ich gehe davon aus. Das Problem ist das ich nicht warten möchte aus Angst das die Kosten immer höher gehen und wir etwas machen hätten können ! Weil die Einlagerung ist ja auch teuer oder wenn der Vermieter es noch nicht getan (also umentschieden nach dem anblick) sich mit dem zu einigen irgendwie ..

@Redangel3005

Hmm der Kommentar gestern wurde also nicht gepostet :) Also ich hoffe, dass der Vermieter nicht geräumt hat, sonst würde ich von ihm erwarten die Sachen irgendwo einzulagern (und zwar günstig!!). Das müsstet dann ihr zahlen (oder wer das auch immer übernimmt). Aber eigendlich, bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht rechtens ist. Es lag kein Befund vom Psychologen vor, dass er für lange Zeit in eine Klinik muss und selbst dann hat die Person die im KH liegt immer noch das Recht auf die Wohnung, solange sie bezahlt wird. Ich würde wirklich mit dem Klinikpsychologen mal einen Termin ausmachen und darüber reden, weil es ja auch für die Angehörigen schwer ist... Die ganzen Fragen sind offen und es hilft einem erst mal keiner!

Die Sachen werden vermutlich eingelagert. Wo, muss du den Gerichtsvollzieher fragen, der die Zwangsräumung durchgeführt hat. Er kann dir auch alles weitere beantworten.

Wenn der Klinikaufenthalt begrenzt wird, warum sollte die Wohnung geräumt werden?

Eine Zwangsräumung gibt es nur wenn schon erhebliche Mietrückstände aufgelaufen sind, und nach einem sehr aufwändigen und langen Prozess.

Dann werden die Einrichtungsgegenstände eingelagert und können gegen Zahlung der Kosten ausgelöst werden.

Zahlung der Kosten sind dann nur die Räumung oder auch den aufgelaufenen Mietrückstand?

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