Zwang des Arbeitgebers/der Chefin - Kann sie uns als Leiterin des Bürgerbüros im öffentlichen Dienst das tragen der Headsets auferlegen?

5 Antworten

Als erstes bitte den Personalrat einschalten!
Hier in NRW gibt das LPVG unter Mitbestimmungsrechte (§§ 72, 74) "Maßnahmen zur Hebung der Arbeitsleistung und Erleichterung des Arbeitsablaufes" eine Möglichkeit zur Mitbestimmung her. Damit kann sich der PR zumindest mit dem Bürgermeister an einen Tisch setzen und die Dinge beraten. Deine Kollegin die mit Funkstrahlen argumentiert muss damit rechnen, dass sie bestenfalls versetzt wird, schlimmstenfalls bekommt Sie eine ordentliche Kündigung falls Sie nach dem neuen TvÖD eingestellt ist. Bei alten BAT`ler ist das anders.
So oder so, setz dich mit deinem Personalrat zusammen, der sollte Dir in der Sache eine bessere Auskunft geben als das hier der Fall ist. Der PR kennt die Zusammenhänge im Haus und weiss auch mit wem er sprechen muss um zumindest "etwas" zu erreichen. Sollten die auch ratlos sein, dann erkundige dich ob jemand von dem PR in einer Gewerkschaft ist, dann sollen die sich dort schlau machen.
Aber Vorsicht, das ganze ist eine zweischneidige Sache und sollte nicht mit Trotz sondern mit gegenseitigen Respekt behandelt werden. Das Ding könnte sonst nach hinten los gehen, da die Verwaltung leider immer am längeren Hebel sitzt.

Viel Glück!
P.S. bei uns ist das auch gemacht worden, und die Frauen hatten eher Angst wegen der "Frisuren" (kein Scherz) und selbst das konnte gelöst werden, indem Ohrklipser und Kopfbügel angeschafft wurden. :)

Das Strahlungs-Argument muss nicht berücksichtigt werden, da negative Auswirkungen nicht bewiesen sind und der Elektrosmog eh allgegenwärtig ist. Erst wenn die gekauften Teile ganz miserable SAR-Werte haben, sehe ich zumindest eine theoretische Chanche, dass auf andere Modelle zurückgegriffen werden muss.

Was sagt denn die Arbeitnehmervertretung dazu?

Das ist vom Direktionsrecht deines Arbeitgebers gedeckt, er darf(in gewissen gesetzlichen Grenzen) bestimmen was genau(arbeiten im Bürgerbüro) Du wie (mithilfe eines Headsets) tust.

Und die Vorstellung, irgendwelche gesundheitsschädigenden Strahlungen würden einem Headset innewohnen, die ein normales Telefon nicht hat, mögen einige Leute denken, und einige halbgare Wissenschaftler der Aluhutfraktion auch glauben. Da es aber keinerlei belastbare Beweise für diese These gibt, wird dein Arbeitgeber das auch ohne weiteres von dir verlangen können.

naja zu deinem Job gehört es zu telefonieren und die Headsets sind das Telefon welches an deinem Arbeitsplatz vorhanden ist also ja schon ich bezweifle dass es einen § gibt der besagt dass sich der AN das Telefon aussuchen kann.

Diese Entscheidung wird von sogenannten Direktionsrecht getragen. Wenn die Arbeitsmittel den technischen Voraussetzungen der Arbeitssicherheit entsprechen, muß der AN es hinnehmen.

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