Zusammenziehen mit meiner Freundin möglich?

5 Antworten

Wenn du weder Hilfe für Umzug, Kaution, Renovierung usw.benötigst, dann könntest du auch ohne vorherigen Antrag auf Übernahme der Kosten für Umzug und Wohnung umziehen, solltest halt den Umzug und eine Kündigung der Wohnung so planen das keine doppelte Mietbelastung auf dich zukommt.

In diesem Fall müsstest du aber aufpassen das die neue Warmmiete nicht höher als deine bisherige ist, denn mehr würde das Jobcenter dann nicht zahlen, auch wenn die neue Warmmiete immer noch angemessen nach dem SGB - ll wäre.

Das schlimmste was nach dem Umzug passieren kann, dass Jobcenter stuft euch gleich als BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) ein, was ohne Kind usw.in der Regel erst nach einem Jahr des Zusammenlebens passieren dürfte und dann stünde dir / euch keine 424 € Regelbedarf mehr zu sondern nur noch jeweils 382 €.

Wenn deine Freundin also außer Bafög - Kindergeld nichts weiter an Einkommen hätte, dann würde es auf die Gesamtsumme ankommen, was sie monatlich für die Ausbildung an Kosten aufbringen muss und was dann die neue Wohnung warm kosten würde.

Angenommen die Wohnung würde angemessene 600 € warm für 2 Personen kosten, dann läge dein Anteil bei 300 € und da sollte deine derzeitige Warmmiete nicht darüber liegen, solltest du ohne vorherige Zusicherung vom Jobcenter umziehen.

Deiner Freundin stünden dann die anderen 300 € als Bedarf zu, dazu dann die 382 € Regelbedarf, dann läge der Bedarf min.bei angenommenen 682 € pro Monat.

Mal angenommen sie würde 735 € Bafög - bekommen + 194 € Kindergeld = 929 € pro Monat und kein weiteres Einkommen haben, dann könnte sie von den 735 € Bafög - pauschal 100 € Freibetrag abziehen, damit sollen die Kosten für die Ausbildung gedeckt werden.

In diesen 100 € sind 30 € Versicherungspauschale enthalten, sie müsste also für ihre Ausbildung nach Abzug der 30 € erst einmal nur 70 € einsetzen, würden die notwendigen Aufwendungen höher sein, dann müsste sie das nachweisen, was dann über den 70 € liegt kann sie dann zusätzlich in Abzug bringen.

Also von den angenommenen 735 € Bafög - blieben nach Abzug der 100 € pauschal nur noch 635 € anrechenbares Bafög - übrig, dazu dann die 194 € Kindergeld, da wären wir bei um die 829 € und davon könnten dann erhöhte Aufwendungen über 70 € abgezogen werden.

Angenommen es würden dann noch 750 € gesamtes anrechenbares Einkommen bleiben, dann müsste erst einmal ihr eigener Bedarf von angenommen 682 € gedeckt werden, bevor dann ein evtl.übersteigender Betrag auf deinen Bedarf angerechnet werden dürfte.

Hei , was ihr machen könnt damit es keine Bedarfsgemeinschaft ist / wird eine kostenbeteiligungsvereinbarung aufsetzen, so wäre es dann eine Haushaltsgemeinschaft ( es gibt die kennenlernfrist § 7 abs. 3a Nr.1 SGB II ) und das JC dürfte dann gelegentlich nur die Hälfte der Miete einbehalten …… so läuft es zumindest bei mir … mein Freund hat einen Vollzeitjob und ich hab einen Teilzeitjob und Alleinerziehend ( mein Freund ist nicht der Vater meines Kindes ) du kannst umziehen wohin du möchtest nur wie schon erwähnt wurde darf die neue Wohnung natürlich nicht teurer sein als die jetzige und die umzugkosten musst du selbst tragen ………allerdings was ihr nicht machen solltet ist eine gemeinsame neue Wohnung beziehen da kann das Jobcenter dies als Bedarfsgemeinschaft anerkennen ……… wenn du möchtest kann ich dir gerne einen Vordruck geben 😉

Viel Glück

Wenn Du keinerlei Unterstützung vom JC brauchst, kannst Du ohne Weiteres zu Deiner Freundin ziehen. Das kann Dir niemand verbieten.

Oh, das ist mir jetzt auch neu.

Danke für die Info :-)

Wer bezahlt denn die Wohnung deiner Freundin? Egal ob Eltern oder BAB, auch die haben ein Wörtchen mitzureden!

Was dich betrifft, du kannst auch ohne Zustimmung vom Jobcenter umziehen, wenn du die Kosten (Umzug, Renovierungen, Kaution usw.) alleine trägst. Natürlich darf die neue Wohnung dann nicht teurer sein als die alte.

https://www.hartz4.de/umzug-ohne-genehmigung/

Das Hauptproblem wird aber sein, einen Vermieter zu finden, der dem jungen Glück zwischen HartzIV-Empfänger und Azubi eine Chance gibt.

Keiner von euch wird sich die neue Wohnung alleine leisten können! Wenn es also zwischen euch nicht klappt...

Das wird auch ein Hauptargument beim Jobcenter sein, wenn du dort um Unterstützung bittest. Dazu kommt, dass ihr nach 12 Monaten als Bedarfsgemeinschaft geltet und deine Freundin dich mit ihrem kleinen Lehrlingsgehalt im nächsten Jahr "durchfüttern" müsste.

Warum muss es denn eine gemeinsame Wohnung sein? Keiner kann euch verbieten, beim jeweils anderen zu essen, schlafen, kochen, duschen usw., solange ihr zwischendurch immer wieder in eure eigenen vier Wände zurückkehrt.

Natürlich hält dich auch keiner davon ab, dir einen Job zu suchen und eine neue Wohnung (groß genug für zwei) selbst zu finanzieren... Falls das tatsächlich geplant ist, solltest du mit der Umzieherei sowieso warten, damit die Lage dann auch zum Job passt...

Meine Freundin bezahlt ihre Wohnung vom Bafög was sie bekommt. Durch ihr Zimmerchen was sie dort hat geht aber auch schon über die Hälfte von dem Bafög drauf. Deswegen wäre es für uns beide rein finanziell besser zusammen zu wohnen da dann ein großer Teil an Miete eingespart wird.

Mich hält auch niemand ab einen Job zu suchen außer meine Kürzliche Operation am Rücken.

Ich werde mich einfach nochmal ans Jobcenter wenden auf der Hoffnung eine anzunehmbare Antwort zu bekommen. Danke für deinen Ausführlichen Text

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