Zusammenziehen abgelehnt, geht das?!

3 Antworten

Im Jobcenter arbeiten auch meist nur angelernte Mitarbeiter, die sich mit den ganzen Regeln nicht richtig auskennen.

Sie sollen nochmal nachfragen. Eigentlich sollte ein Zusammenzug gehen. Es wäre ja dann eine Bedarfsgemeinschaft.

Die Dame dort ist immer die gleiche und lehnt grundsätzlich fast alles ab

Wenn der Freund U25 ist, ist die Aussage des Jobcenters korrekt.

Deine Schwester und ihre Tochter bilden ihre eigene Bedarfsgemeinschaft. Sollte das Kind aber vom Freund sein, wäre ein Widerspruch sinnvoll.

Ja ist er...das ist ja ber ungeschickt, gibt es da keine möglichkeit?!

@ohMensch

U25?

Leider gibt es da nichts außer einem Job.

@beangato

falsch... wenn ein "Kind" unter 25 eine eigene Lebensgemeinschaft gründen will, dann hat sich das Jobcenter da rauszuhalten. Wo gibts denn so was, dass einem ein Amt vorschreiben will zu welchem Zeitpunkt eine Lebensgemeinschaft gegründet werden darf ?
Davon einmal ganz abgesehen: Das Jobcenter zahlt jetzt für die Frau und das kind. Es zahlt auch für den Freund. Also ZWEIMAL Miete .... zieht das Paar zusammen zahlt das Jobcenter nur einmal Miete - und diese Kosten fallen für das Amt wohl viel geringer aus...

@beast

Wo gibts denn so was, dass einem ein Amt vorschreiben will zu welchem Zeitpunkt eine Lebensgemeinschaft gegründet werden darf ?

In Deutschland.

"Ziehen diese einfach ohne Genehmigung der Behörde um, werden bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres die Kosten der Unterkunft nicht mehr erstattet und die Regelleistung wird auf 80% des Eckregelsatzes abgesenkt."

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2007/sonderbehandlungu25.aspx

Der Freund würde nur seinen Regelsatz, wie oben geschrieben, erhalten, Miete wird nicht gezahlt.

Und genau DAS war die Frage:

aber geweigert die Kosten (Miete) zu übernehmen

Auszugsgründe können sein:

"(§ 22 Abs. 2a Satz 2 SGB II)

Der kommunale Träger ist zur Zusicherung [der KdU-Leistungserbringung nach einem Umzug] verpflichtet, wenn

1.der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,

2.der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder

3.ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt."

Gleiche Quelle wie oben.

Er kann ja umziehen, aber eben, OHNE dass die Kosten übernommen werden.

Klar dürfen die zusammenziehen. Sie bilden dann eine Bedarfsgemeinschaft. Dem Mitarbeiter auf dem Amt war es wohl die letzten Tage etwas zu warm ?

Ich glaube immer mehr, die handeln nach lust und laune

@ohMensch

genau das tun sie auch. Hart bleiben - Widerspruch einlegen mit der Begründung dass eine Lebensgemeinschaft gegründet wird. Lass Euch den Paragraphen zeigen in dem steht, dass ein Zusammenzug von einem Job abhängig ist, und wo steht dass unter 25 keine Lebensgemeinschaft gegründet werden darf ( und das steht nirgendwo ) - notfalls einen Termin beim Chef des Jobcenters verlangen. Du sollst mal sehen, wie schnell dann ein Zusammenzug möglich ist.

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