Zum Personalgespräch geladen, kann ich mich durch den BR vertreten lassen?

3 Antworten

Du schreibst, dass die GF "den Betriebsrat" zum Gespräch geladen habt und dass die "junge Frau" keine Erfahrung als BR hat und sich arbeitgeberfreundlich verhält.

In einem Kommentar schreibst Du, dass Ihr einen BR gewählt habt und Ihr 21 MA seid. Wenn diese 21 MA wahlberechtigt sind, besteht Euer BR aus drei Betriebsratsmitgliedern. Warum ist da nur diese "junge, unerfahrene Frau" dabei?

Du hast doch das Recht, ein Betriebsratsmitglied Deiner Wahl zu diesem Gespräch mitzunehmen.

Dazu stellt sich mir die Frage, wer hat die denn gewählt, wenn sie so arbeitgeberfreundlich und Chefsekretärin ist? Ihr seid doch noch 17 MA aus dem ehemaligen Mitarbeiterkreis. Da müssen ja Deine Kollegen die Dame gewählt haben.

Was Dein Ansinnen betrifft, dass ein Betriebsratsmitglied Dein "Sprecher" sein soll: Das funktioniert nicht. Zur Unterstützung oder Vermittlung kann ein BRM dienen aber nicht um für Dich zu sprechen während Du nur dabei sitzt. Das BRM ist nicht Dein Anwalt, da verwechselst Du wohl etwas.

Wenn ich von Kollegen zu solchen Gesprächen gebeten werde, haben wir erst einmal ein Vorgespräch, damit ich auch genau weiß, worum es geht. Wir sprechen dann darüber, was unbedingt gesagt werden muss, wie man auf Vorwürfe reagieren kann und ob man evtl. Vorschläge hat, wie man solche Situationen in Zukunft vermeidet.

Ich bin dann erst einmal nur als "stiller Beobachter" dabei und höre mir beide Seiten an. Anschließend wird versucht gemeinsam zu einer Lösung zu kommen.

Sollte mal jemand auf die Idee kommen, mich mitzunehmen, stillschweigend neben mir zu sitzen und von Anfang an darauf warten, dass ich seine "Verteidigung" übernehme, würde ich ihm mitteilen, dass das nicht mein Job ist.

Vielen Dank, du hast das Problem gut erkannt. Ein Vorgespräch hat nicht stattgefunden. Ich habe übrigens vergessen zu erwähnen, dass ich auch Ersatzmitglied des Betriebsrates bin.

Nur diese Frau ist Mitglied, weil der Betriebsrat eine weibliche Person haben muss, wenn sich eine Frau aufstellen lässt.

@Sonie1969
Nur diese Frau ist Mitglied, weil der Betriebsrat eine weibliche Person haben muss, wenn sich eine Frau aufstellen lässt.

Ja, ja, die Minderheitenquote.

Du kannst Dir Dein Betriebsratsmitglied trotzdem selbst raussuchen und musst nicht diese Dame als Deinen "Beistand" akzeptieren.

Ist die eigentlich Betriebsratsvorsitzende, dass sie bei den Gesprächen dabei ist? Bei uns lädt die GL immer die Betriebsratsvorsitzende (mich) zum Gespräch und nicht eines der anderen Betriebsratsmitglieder (wir sind 13).

Andere BRM gehen nur in Gespräche, wenn der oder die AN das so wünschen.

@Hexle2

nein, sie hat selbst entschieden, das Personalgespräch wurde heute 10min vorher geladen. Wenn du mich fragen würdest, hatte sie Langeweile...

Der Betriebsrat vertritt zwar die Interessen der Arbeitehmer, aber er agiert nicht etwa wie ein Anwalt, der dann alleine "dich" vetritt. Das kann er schon deshab nicht, weil er nur im Rahmen von gültigen Rechtsvorschriften handeln kann und nicht allein für dich, sondern für alle Arbeitnehmer zu stehen hat. Er könnte also deine Interessen dann nicht ausschließlich vertreten, wenn dadurch andere Arbeitnehmer betroffen wären.

Du hast allerdings die Möglichkeit, einen Vertreter des BR deiner Wahl (sofern terminlich möglich) zur Teilnahme zu bitten und solltest dich nach Möglichkeit vorher mit diesem abstimmen und ihm erklären, wo deine Anliegen sich befinden.

Ich als Betriebsrat würde mich auch schwer hüten, die Meinung eines Arbeitnehmers zu vertreten, ohne dass dieser selbst zu Wort kommt, denn ich wäre mir nicht sicher, ob ich wirklich in seinem Sinne reden würde.

Ich kann mich eigentlich alleine vertreten. Und wenn unsere Geschäftsführung neuerdings über veraltete Mails diskutieren will statt sich um das Tagesgeschäft zu kümmern, dann wird das seine Gründe haben. Wenn das qualifizierte Fachpersonal flüchtet und die Stellen unbesetzt bleiben, spricht das eine deutliche Sprache. Ich bin Ersatzmitglied des Betriebsrates und eigentlich würde ich der netten Damen gerne ihre Aufgaben erklären. Der Betriebsrat existiert jetzt seit knapp 6 Monaten und es gab noch nicht eine einzige Betriebsratssitzung, wäre nach meiner Vorstellung mindestens 1 Stunde wöchentlich der Fall. Es gibt ja genug Probleme.

Nur diese Frau ist Mitglied, weil der Betriebsrat eine weibliche Person haben muss, wenn sich eine Frau aufstellen lässt.

Hallo,

meines Erachtens nach ist die Sachlage wie folgt:

Der Betriebsrat dient dazu, die Interessen der Arbeitnehmer/-innen zu schützen, fordern und vertreten.

Bei einem offiziellen Personalgespräch hast du als Arbeitnehmer die Möglichkeit, ein Mitglied des Betriebsrates hinzuzuziehen. Das ist gem. Gesetzgebung dein Recht. Dabei muss es nicht die Betriebsratsvorsitzende sein.

So ist meine Einschätzung.

Gruß

der betriebsrat ist auch immer gerne dabei - aber es geht konkret um die frage - kann ich den betriebsrat für mich sprechen lassen?

@Sonie1969

Hallo, meines Erachtens nach nicht. Er kann dir beistehen und dich bei der Vertretung deiner Interessen unterstützen.

@Rotax100

das ist das problem - im augenblick erklärt mir der betriebsrat nur die wünsche der GF und vertritt also die GF - macht die Sache nicht einfach - aktuell streiten wir darüber, dass ich meinen Vorgesetzten auf einen Rechtschreibfehler hingewiesen hatte - ob das notwendig ist, daraus ein Personalgespräch zu machen, steht in einem anderen Buch. Also momentan lädt die GF den Betriebsrat und der geht dann auf uns los.

@Sonie1969

Das ist leider ein oft vorhandenes Phänomen- der Betriebsrat wird von GF unter Druck gesetzt. Mir stellt sich hier die Frage, ob das Unternehmen soviel Zeit und Ressourcen zur Verfügung hat, solch einen Vorfall zu disktutieren. Wenn die Situation eskaliert, sollten sich die Parteien an die Schlichtungsstelle wenden. Andernfalls kanst du meines Erachtens nach einen Anwalt mit einbeziehen.

@Rotax100

ich bemängle schon länger den Umgang, seit unsere Firma von den französischen Heuschrecken übernommen wurde. von unseren ehemaligen 80 Mitarbeitern sind inzwischen noch 17 da. keiner wurde bisher gekündigt, aber der BR wurde dieses Jahr gewählt, da wir nur noch 21 waren. Ich werde wohl rausgeekelt, weil mein Gehalt zu hoch ist. Das aber ausgerechnet der BR das profiliert, daher meine Ambition.

Muss ich eine Gesprächsnotiz beim Personalgespräch unterschreiben? Welche Möglichkeiten hat ein Arbeitnehmer seinen Vorgesetzten in die Schranken zu weisen?

Hallo, folgender Sachverhalt: Ich arbeite in einer großen Industriefirma mit mehreren Tausend Angestellten in Schichten. Mein direkter Vorgesetzter, entstanden aus den eigenen Reihen, also keiner der Management oder ähnliches studiert oder gelernt hat, scheint mich seit geraumer Zeit auf den Kieker zu haben und sucht permanent Fehler oder Verfehlungen meinerseits. Hauptsächlich geht es um Einhaltung der Pausenzeiten, wobei man sagen muss, dass unser Job selbst in der Pause außerhalb der Fabrik eher Bereitschaft und ständige Erreichbarkeit via Smartphone bedeutet(Entstördienste), also Pausenzeiten schlecht definierbar sind. Nun ist es so, dass mein Vorgesetzter eine Gesprächsnotiz aufsetzen und sich mit mir zusammensetzen will um ein Personalgespräch zu führen. Da alle meiner Kollegen meiner Schicht und die anderer Schichten quasi dieselben „Verfehlungen mit Überziehung der Pausenzeiten“ haben, aber nur ich anscheinend als Sündenbock angekreidet werde, werfe ich meinem Chef mangelnde Führungskompetenz und Objektivität vor, ganz zu schweigen von der Unfähigkeit seine Leute zu motivieren und als Vorbildfunktion in Sachen Arbeitssicherheit. Es gibt selbst schriftliche Anweisungen von ihm die Arbeitssicherheit außen vor zu lassen, was quasi ein NoGo ist. Dies nur am Rande. Mit ähnlichen Worten habe ich Ihn auch schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen, ich glaube seitdem versucht er mir eins auszuwischen. Ich habe vor, eine etwaige Gesprächsnotiz mit in etwa „Ich bin mit den Inhalt mangels Objektivität NICHT einverstanden.“ zu unterschreiben… oder ist es besser einfach gar nicht zu unterschreiben? Ich weiß, dass unser Verhältnis ein Missverhältnis ist und das ich aufgrund dessen, dass ich kein Mitarbeiter bin, der sich „unterbuttern“ lässt, es sicherlich auch gewissermaßen herauf beschworen habe. Ich sehe es aber nicht ein, dass man mir Dinge vorwirft und ankreidet, die bei anderen Kollegen durchgewinkt werden. Im Allgemeinen kann man sagen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird und es seitens der Abteilungsleitung oder darüber Versäumnisse gibt, die eine geregelte Linie innerhalb der unteren Führungsebene gewährleistet. Mit anderen Worten, jeder Schichtleiter macht wie es ihm am besten passt und wenn ein Mitarbeiter einen Vorgesetzten hat, der es genau nimmt, hat man Pech gehabt und sollte tunlichst vermeiden auf die Versäumnisse bei anderen Mitarbeitern oder Schichtleitern hinzuweisen, weil man dann ja über den Tellerrand schaut und Fehler bei anderen sucht. Sie sehen, ich bin etwas „angefressen“ mit meiner Meinung. Kann ich in irgendeiner Weise etwas dagegen tun, rechtlich oder mittels Gesprächen mit dem Betriebsrat oder dem Abteilungsleiter, also dem Vorgesetzten meines Chefs? Kann man mir arbeitsrechtlich einen Strick daraus drehen, wenn ich nicht klein bei gebe oder sollte ich vielleicht doch besser die Füße still halten und „Dienst nach Vorschrift“ machen?

Vielen Dank für Eure Antworten, Anregungen und Meinungen…

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