Zu viel bezahlte Kapitalertragssteuer bzw. Abgeltungssteuer zurückholen?

5 Antworten

Hallo !

Folgende Steuererklärungen sind noch möglich -> 2017, 2016, 2015 und 2014 (die 2013 hätte am 31.12.2017 beim Finanzamt im Briefkasten liegen sollen, damit diese Berücksichtigung findet... zum Glück gem. Sachverhalt irrelevant).

Schauen wir mal weiter...

,,Eine Steuererklärung muss Sie nicht mehr machen. Sie ist ca. 4 Jahre Rentnerin."

Wenn das FA Geld wittert, kann die Aufforderung seitens des FA erfolgen die Steuererklärung/en einzureichen. 1.650,00 € monatliche Bruttorente sind gar nicht mal so wenig... auch unter Berücksichtigung des steuerfreien Anteils.

,,Wie gehen wir nun am Besten vor, sofern überhaupt noch was zu machen ist?"

An eurer Stelle würde ich die Besteuerungsgrundlagen deiner Oma in ein zuverlässiges Steuerprogramm einpflegen und schauen, wie hoch das zu versteuernde Einkommen ausfällt. Liegt es unter dem Grundfreibetrag.. oder vielleicht knapp drüber, dann lohnt sich die Abgabe der Steuererklärung/en.

Wie gehabt... solange keine Aufforderung zur Abgabe erfolgt, könnt ihr die Steuererklärungen für die Jahre 2014-2017 bis spätestens 31.12.2018 beim FA einreichen.

In Anbetracht des Sachverhaltes... finde ich, kann auch ein Laie die Erklärungen erstellen. Ich verwende privat das Steuerprogramm vom Aldi. Andere schwören auf Wiso... wiederum welche auf Elster. Im Netz gibt es eine Fülle von unseriösen Programmen, wo man mal eben 5 Zahlen reinhackt und ein völlig sinnloses Ergebnis ausgekotzt wird ;)

Im Grunde benötigt man folgende Formulare -> Mantelbogen, Anlage Vorsorgeaufwand, Anlage R und Anlage KAP. Belege sollten (zumindest) vorhanden sein -> Rentenanpassungsmitteilungen, Steuerbescheinigungen der Bank.

Als erstes prüfen, ob es Sinn macht, oder nicht. Bei Fragen rund um Einkünfte aus Rentenbezügen wird dir hier sicherlich geholfen.

Steuererklärungen für 2015 und 2016 machen. Denn so weit ich weiß ist es für 2014 zu spät. Da freud sich der deutsche Staat das ihr ihm warscheinlich was geschenkt habt.

Klar das mit dem Freistellungsauftrag ist prima. Ob es sich jedoch lohnt die Arbeit einer Steuererklärung zu machen bezweifele ich jedenfalls bei mir.

Halt Dumm gelaufen, wenn ich mal den Freustellungsauftrag vergesse.

,,Denn so weit ich weiß ist es für 2014 zu spät."

Damit liegst du leider daneben.. diese kann man noch bis zum 31.12.2018 einreichen.

Mir scheint, der Steuerabzug erfolgte, weil kein Freistellungsauftrag in Höhe des Sparerpauschbetrages bei der Bank vorliegt. Damit das also in diesem und auch in den nächsten Jahren nicht wieder so vorkommt, umgehend der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Die Bankmitarbeiter können dabei helfen.

Für die zurückliegenden Jahre eine Steuererklärung abgeben und in der Anlage KAP eine "kleine Veranlagung" gem. § 32d Absatz 4 (https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__32d.html) beantragen. Damit werden nur die Kapitalerträge im Rahmen des Sparerpauschbetrages steuerfrei gestellt.

Mit Elster oder einem ordentlichen Steuerprogramm geht das auch.

Steuererklärung machen und dabei Anlage KAP ausfüllen und mit abgeben.
Ist auch noch für 2014 möglich. 💸👍

Einkommensteuererklärungen abgeben.

Dun dun.

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