Zu einen bestimmten Beruf gezwungen werden?

5 Antworten

Ich schließe mich den anderen an: Dein Vater darf Dich auf keinen Fall zwingen, einen Beruf zu lernen, der Dich langweilt. Wenn Du jetzt 14 bist und Dein Vater "bald nicht mehr in der Lage sein wird", diesen Beruf zu machen, dann bist Du sowieso viel zu jung! Er soll sich einen anderen "Nachfolger" suchen, einen besonders begabten Lehrling, der diese Arbeit gerne macht und froh ist, dass sein Chef ihn fördert. Diesen Fehler machen viele ältere Selbstständige: Sie denken, es MUSS jemand aus der Familie den Betrieb weiterführen, auch wenn die Nachkommen das nicht können oder wollen. Da muss Dein Vater umdenken lernen.

Und es ist überhaupt nicht in Ordnung, dass er versucht, Dir einzureden, aus Dir würde anderweitig nichts werden: So eine "Voreinstellung" von zuhause ist eine schwere Last! Organisiere doch mal ein Gespräch mit einem Erwachsenen Deines Vertrauens, der auf Deiner Seite ist (ein Lehrer, Onkel, Nachbar) ein Gespräch mit Deinem Vater und sage ihm, dass er aufhören soll, Dich schlecht zu machen und aufhören soll, Dich in einen Beruf zu zwingen. Wenn Dein Vater ausrastet ist es gut, einen Zeugen dabei zu haben. Mach von dem Gespräch entweder einen Tonmitschnitt oder ein ausführliches Protokoll, das der Zeuge unterschreiben soll.

Wenn alles immer schlimmer wird: Geh zum Jugendamt und schildere ihnen die Situation, dass Du zuhause fertig gemacht wirst. Zeige Ihnen auch das Protokoll. Sie werden dann wohl mit Deinem Vater ein Gespräch führen. Falls Du vor dem Abi ausziehen willst, ist es gut, wenn es vorher schon diverse Gespräche mit dem Jugendamt etc. gegeben hat, dann glauben die Dir auch, dass es zuhause "nicht mehr geht". Aber vielleicht muss es ja gar nicht so weit kommen, vielleicht hört Dein Vater mit dem Druck auf, wenn er merkt, dass Du nichts unversucht lässt, Dein eigenes Leben zu leben. Letzter Tipp: Streng Dich in der Schule an, mach Dein Abitur, dann läuft die ganze Kritik "aus Dir wird nichts!" von selbst ins Leere.

Laß ihn doch reden, mach Dir noch nicht soviele Gedanken und Sorgen, was wird, denn Du hast noch mindestens 4 Jahre bis zum Abi und da kann noch viel passieren. Entscheidend wird letzendlich für Dich sein, für was Du geeignet bist und was Du machen möchtest. Kurz vor dem Abi kannst Du Berufstests im Internet machen oder Dich von einem Berufsberater beim Arbeitsamt beraten lassen. Deine jetzige Schulzeit solltest Du genießen und lernen in der Gegenwart zu sein. Alles wirkliche passiert immer Jetzt.Laß Dich also nicht von den Sorgen Deines Vaters anstecken.

Sollte das wirklich so sein wie du schreibst würde ich mich nicht unter Druck setzen lassen. Es ist dein Leben und das kann dir dein Vater nicht vorher bestimmen nur weil er diesen Weg für dich vorsieht. Ich würde dir raten das Abi zu machen und zu studieren. Sollte es eskalieren würde ich ausziehen. Solange du in die Schule gehst Ausbildung oder Studium machst ist dein Vater unterhaltspflichtig bis du 25 bist. Das was dein Vater sagt sind keine Argumente sondern er vertritt einen Standpunkt und versucht seine Wunschgedanken auf biegen und brechen auf dich zu projezieren.

Falls er dich weiterhin zwingt, das darf er nicht, wegen irgend einem Menschenrecht, das das Recht auf freie geistige Entfaltung oder so. Kannst du ihm ja sagen, fall er dann immer noch rummäkelt, rufs Jugendamt :D

Wie wäre es, wenn du mal deinen Vater fragst, wie er zu diesem Beruf gekommen ist und was ihm daran gefällt. Eine andere Frage könnte auch sein, wie er sich selbstständig machen konnte, ob ihn das viel gekostet hat - an Geld, an Zeit ...

Vielleicht wird das ein gutes Gespräch, bei dem du ihn besser verstehen kannst, warum ihm das wichtig ist, dass du das Geschäft übernimmst.

Dann kannst du ihm ja erklären, was für Vorstellungen du für dein Leben hast. Dass das, was ihm wichtig war (Klaviere bauen / stimmen, ein eigenes Geschäft ...) für dich in einem anderen Bereich (so es den für dich gibt ;) ) gilt, oder halt zumindest nciht für seinen Beruf ....

Wichtig ist, dass du das Gespräch ruhig angehst und nicht gleich in die Luft gehst, wenn dich eine Äußerung deines Vaters ärgert. Ist mit 14 nicht einfach, aber versuche es mal.

Alternativ - oder wenn das Gespräch nix bringt - hol dir einen anderen Erwachsenen dazu, einen Onkel, Freund deines Vaters etc. Der dich unterstützt und deinem Vater deine Position erklärt und hilft, dass ihr euch gegenseitig verstehen - oder zumindest respektieren könnt.

Was möchtest Du wissen?