Zeugen Jehovas Kinder, Sorgerechtsentzug bei Lebensgefahr?

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Es gibt auch Blutersatz, oder künstliches Blut. http://de.wikipedia.org/wiki/Blutersatz

Ich habe eine interessante Abhandlung gefunden (eine Wachturm kritische Seite von ehemaligen und heutigen Zeugen Jehovas!), worin steht, dass sich der Arzt bei unmündigen Kindern über die Entscheidung der Eltern hinwegsetzen darf und MUSS, allerdings nur dann, wenn es um Leben und Tod geht und es keine Alternative gibt. Der Link folgt :-)

Hallo Nudelsternchen

Zu einer ausgewogenen Beurteilung der hier anstehenden Frage, mag dieser Hinweis hilfreich sein:

„Alle, die mit Blut zu tun haben und chirurgische Patienten betreuen, müssen die Möglichkeiten der fremdblutfreien Chirurgie in Betracht ziehen“ (Prof. Dr. Joachim Boldt, Professor für Anästhesie, Ludwigshafen).

Weitere Details kann man hier nachlesen

http://www.watchtower.org/x/20000108/article_03.htm

@Abundumzu

Ausgerechnet ein Bericht vom Wachturm!?

Jedenfalls sind die Möglichkeiten "fremdblutfreien Behandlung" bei plötzlichen und hohen Blutverlusten, wie es bei einem Unfall der Fall sein könnte, sehr beschränkt.

Das sind nur einige Todesfälle von Blutübertragungen!!Da wird nie von geredet,nur wenn mal einer stirbt,der Blut ablehnt!!Das wird in den Medien hochgepuscht!!

Transfusionsreaktionen Fieber Leukozyten-Antikörper Blutplättchen-Antikörper Pyrogene Allergien Hämolyse (Unverträglichkeit des Spender- und Empfängerblutes) Übertragung von Krankheitserregern Serumhepatitis Malaria Syphilis Zytomegalie Grobe bakterielle Verunreinigung Herzüberlastung Zitratvergiftung Kaliumvergiftung Anormale Blutung Unverträglichkeit des Spender- und Empfängerblutes Massive Transfusion Isosensibilisierung Transfusionshämosiderose Verschiedenes Thrombophlebitis Luftembolie Injektion von Fremdkörpern 121 Diese zahlreichen möglichen Transfusionszwischenfälle sind tatsächlich schwerwiegend, da manche sogar einen tödlichen Verlauf nehmen können. Betrachten wir einige davon. 122 In der Tabelle sind zunächst einige der „Sofortreaktionen“ aufgeführt. Eine Fieberreaktion kann gewöhnlich erfolgreich behandelt werden. Doch wie James W. Linman, Professor der Medizin, berichtet, „kommen schwere Fieberreaktionen vor, die bei akut kranken Patienten so belastend sein können, daß sie lebensgefährlich sind“58. Fehler in der Blutgruppenbestimmung führen zu einer hämolytischen Reaktion, die mit einer schnellen Zerstörung der roten Blutkörperchen verbunden ist und zu Nierenversagen, Schock und Tod führen kann. Hämolytische Reaktionen sind besonders für Patienten unter Narkose gefährlich, da die Symptome erst dann bemerkt werden mögen, wenn es zu spät ist59. 123 „Übertragung von Krankheitserregern“ steht ebenfalls auf der Liste der möglichen Risiken. Sind von diesem Gebiet her echte Gefahren zu erwarten? 124 Hepatitis B (Serumhepatitis) ist eine besonders gefürchtete Komplikation bei Bluttransfusionen. Das Spenderblut kann, ohne daß Verdacht besteht, das Hepatitisvirus enthalten, das die Gesundheit des Blutempfängers schädigen oder sogar zum Tod führen kann. Je mehr Transfusionen jemand empfängt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Serumhepatitis. Dazu ist jedoch keine große Menge Blut erforderlich. Es reicht schon weniger als ein Tropfen aus; man kann sich die Krankheit bereits von einem millionstel Milliliter infiziertem Blut zuziehen60. 125 Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß man sich durch eine Bluttransfusion eine Hepatitis zuzieht? Das hängt teilweise davon ab, wo man lebt, denn das Auftreten von Hepatitis infolge einer Transfusion ist häufiger in Ländern zu beobachten, in denen ein Teil des Blutes von bezahlten „Spendern“ stammt, von Leuten also, die ihr Blut verkaufen. 126 Nach einer Schätzung, die oft in medizinischen Zeitschriften zu lesen ist, tritt bei einem Prozent der Patienten infolge einer Bluttransfusion Hepatitis auf61. Die Tatsachen zeigen jedoch, daß der Prozentsatz in Wirklichkeit viel höher liegt. Das liegt daran, daß die Serumhepatitis eine Inkubationszeit von bis zu sechs Monaten hat, so daß die Krankheit möglicherweise erst lange nach der Transfusion auftritt. Dr. John B. Alsever und Dr. Peter van Schoonhoven schrieben in der Zeitschrift Arizona Medicine: „Die Häufigkeit ihres Vorkommens lag im Laufe der letzten 10 bis 15 Jahre in den Blutbanken großer Gemeinden bei etwa 1 % bei gemeldeten rückwirkend angestellten Studien klinisch evidenter Krankheitsfälle. Wenn man jedoch Blutempfänger vorsorglich in 2- bis 4wöchigen Abständen im Labor untersucht, stellt man eine bis zu zehnmal größere Häufigkeit der Infektion fest.“62 127 Betrachten wir die Sache von einem anderen Gesichtspunkt aus. Oft hieß es, daß es in den Vereinigten Staaten jährlich 30 000 Fälle von Transfusionshepatitis gibt mit 1 500 bis 3 000 Todesfällen63. Wenn dem so wäre, dann wäre es schlimm genug. Doch gemäß den Informationen des staatlichen Zentrums für Infektionskrankheitsbekämpfung beläuft sich eine vorsichtige Schätzung der Serumhepatitisfälle jährlich auf 200 000 oder mehr64. Und wer kann die Gesamtzahl aller Fälle von transfusionsbedingter Hepatitis für ganz Nord- und Südamerika, Europa, Afrika und Asien schätzen? 128 Natürlich sehen einige Personen die Möglichkeit einer Hepatitis infolge einer Bluttransfusion als ein gerechtfertigtes Risiko an. Ein Arzt mag argumentieren: „Mir ist es lieber, mein Patient lebt mit einer Hepatitis, die ich behandeln kann, als daß er stirbt, weil er keine Transfusion erhalten hat.“ Doch eine solche Argumentation ist keine gültige Grundlage dafür, die Verweigerung einer Transfusion aus Gewissensgründen als „selbstmörderisch“ und unannehmbar zu betrachten

Dank der modernen Medizin sind Bluttransfusionen nur in den seltensten Fällen notwendig. Die Zeit wo gesagt wurde, man kann nur mit Bluttransfusion überleben, ist vorbei, nur einige (besonders ältere Ärzte) sehen das halt nicht ein. In Deutschland gibt es etwa 700.000 Ärzte die ohne Bluttransfusion operieren. Es reicht normalerweise schon wenn man Blutersatzmittel (z. B. Kochsalzlösung) oder einfach einen sog. Cell-Saver benutzt. Also eine Art verlängerter Kreislauf der das Blut bei einer OP "auffängt", reinigt und wieder in den Körper leitet. Solche Maßnahmen werden von ZJ normalerweise auch akzeptiert, sodass eine Bluttransfusion nicht nötig wird. Dementsprechend ist auch kein Sorgerechtsentzug notwendig. Das klingt manchmal so als würden ZJ ihre Kinder mit freuden sterben lassen. Aber im Gegenteil, sie akzeptieren jede mediz. Maßnahme um das Kind zu retten, außer halt Bluttransfusionen.

Theoretisch ja, da die Ärtzte eigentlich zur Lebensrettung des Kindes verpflichtet sind, wenn das Kind die Transfusion nicht selber ablehnt. Vermutlich muss da aber im Vorfeld noch das Jugendamt ran. (In jedem Fall dürfen die Ärtzte die Bluttransfusion mit Einwilligung des Kindes vornehmen)

und wenn das Kind erst 3 oder 4 Jahre alt ist!

@Nudelsternchen

Dann werden die Ärtzte sicherlich ein Amt einschalten, da das Kind nicht über einen gestzlich anerkannten eigenen Willen verfügt (blöd formuliert, aber ich denke du weißt was ich meine).

@Celeston

Leider kann kein Arzt etwas gegen den Willen der Eltern, eines minderjaehrigen Kindes unternehmen!!

DER STANDPUNKT DER ZEUGEN Jehovas Zeugen sind mit medizinischer und chirurgischer Behandlung einverstanden. Es gibt unter ihnen zahlreiche Ärzte und sogar Chirurgen. Doch die Zeugen sind äußerst religiöse Menschen, die glauben, daß ihnen Bluttransfusionen verboten sind aufgrund von Bibelstellen wie: „Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen“ (1. Mose 9:3, 4). „[Ihr sollt] sein Blut ausgießen und es mit Staub bedecken“ (3. Mose 17:13, 14). Und enthaltet euch „von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut“ (Apostelgeschichte 15:19-21).1 Diese Verse sind zwar nicht medizinisch formuliert, aber nach der Auffassung der Zeugen schließen sie eine Transfusion von Vollblut und die Verabreichung von Konzentraten aus roten Blutkörperchen und Plasma sowie weißen Blutkörperchen und Blutplättchen aus. Doch das religiöse Verständnis der Zeugen schließt nicht völlig den Gebrauch von Blutbestandteilen wie Albumin, Immunglobulinen und Faktoren zur Blutgerinnung aus; jeder Zeuge muß für sich entscheiden, ob er sie akzeptieren kann.2 Da die Zeugen glauben, daß das Blut, wenn es den Körper verlassen hat, beseitigt werden sollte, akzeptieren sie keine „Autotransfusion“ von zuvor entnommenen sogenannten „Eigenblutkonserven“. Ebenfalls auf Ablehnung stoßen Verfahren zur Blutverdünnung und zur Sammlung von Blut während der Operation, wenn sie mit der Aufbewahrung von Blut verbunden sind. Doch viele Zeugen sind einverstanden mit der Verwendung eines Dialysegerätes und einer Herz-Lungen-Maschine sowie der Wiederverwendung von Blut, das während der Operation ausströmt, sofern bei all diesen Verfahren kein zusätzliches Blut verwendet und der Kreislauf außerhalb des Körpers nicht unterbrochen wird; der Arzt sollte sich bei dem jeweiligen Patienten nach dessen Gewissensentscheidung erkundigen.2 Die Zeugen sind nicht der Meinung, daß die Bibel direkt etwas über Organverpflanzungen sagt; daher müssen Entscheidungen über Hornhaut-, Nieren- oder andere Gewebetransplantationen von dem einzelnen Zeugen getroffen werden. GROSSE CHIRURGISCHE EINGRIFFE MÖGLICH Obwohl es Chirurgen oft abgelehnt haben, Zeugen zu behandeln, weil durch deren Einstellung zur Verwendung von Blutprodukten „dem Arzt die Hände gebunden“ schienen, vertreten heute viele Ärzte die Ansicht, daß es sich dabei lediglich um eine zusätzliche Schwierigkeit handelt, die eine besonders hohe Anforderung an ihr Können stellt. Da die Zeugen nichts gegen Salzlösungen oder kolloidale Ersatzflüssigkeiten, Elektrokaustik, hypotone Anästhesie3 oder Hypothermie einwenden, sind diese Verfahren erfolgreich praktiziert worden. Gegenwärtige und künftige Anwendungen von Hydroxyäthylstärke4, intravenösen Eisendextraninjektionen hoher Dosis5, 6 und des Ultraschallskalpells7 sind vielversprechend und stoßen auf keine religiösen Einwände. Und wenn sich der neuentwickelte Fluorkohlenwasserstoff Fluosol-DA8 als ein sicherer und wirksamer Blutersatzstoff erweist, wird seine Verwendung dem Glauben der Zeugen nicht entgegenstehen. Im Jahre 1977 berichteten D. A. Ott und D. A. Cooley9 über 542 Herzkranzgefäßoperationen, die ohne Bluttransfusion an Zeugen vorgenommen wurden, und schlußfolgerten, daß diese Operationen „mit einem annehmbar geringen Risiko“ durchgeführt werden könnten. In Erwiderung auf unsere Anfrage hielt Cooley vor kurzem einen statistischen Rückblick auf 1 026 Operationen, davon 22 Prozent an Minderjährigen, und kam zu dem Schluß, „daß das Risiko bei Operationen an Patienten aus der Gruppe der Zeugen Jehovas im Grunde nicht größer ist als bei anderen“. Michael E. DeBakey, M. D., teilte mit, „daß in der Mehrzahl der Fälle [von Zeugen Jehovas] das Risiko einer Operation ohne Bluttransfusionen nicht größer ist als bei Patienten, denen wir Blut übertragen“ (persönliche Mitteilung, März 1981). Veröffentlichungen berichten auch von erfolgreichen größeren urologischen10 und orthopädischen Operationen11. G. Dean MacEwen, M. D., und J. Richard Bowen, M. D., schrieben, daß hintere Wirbelfusionen „erfolgreich an 20 minderjährigen Zeugen vorgenommen wurden“ (unveröffentlichte Quelle, August 1981). Sie fügten hinzu: „Der Chirurg muß die Philosophie entwickeln, das Recht des Patienten, eine Bluttransfusion zu verweigern, zu respektieren und dennoch chirurgische Eingriffe auf eine Weise vorzunehmen, die dem Patienten Sicherheit bietet.“ H. Herbsman12 berichtet über Erfolge bei einer Anzahl von Fällen (Jugendliche eingeschlossen) „mit enormem Blutverlust infolge von Unfällen“. Er räumt ein, daß die „Zeugen etwas im Nachteil sind, was die Bedingungen für das Blut anbelangt. Dessenungeachtet ist es völlig klar, daß wir Alternativen zur Bluttransfusion haben.“ Er macht die Beobachtung, daß viele Chirurgen aus „Furcht vor rechtlichen Folgen“ davor zurückschrecken, Zeugen als Patienten anzunehmen. Aber er zeigt, daß das keine berechtigte Sorge ist. RECHTLICHE BEDENKEN BEI MINDERJÄHRIGEN Die Zeugen unterzeichnen bereitwillig das Formular der Medizinischen Gesellschaft Amerikas, das die Ärzte und das Krankenhaus von der Haftung13 befreit, und die meisten Zeugen Jehovas tragen eine datierte, zusätzlich von zwei anderen unterschriebene Karte bei sich, die in Zusammenarbeit mit medizinischen und juristischen Experten entstanden ist. Diese Dokumente sind für den Patienten (oder seine Hinterbliebenen) verbindlich und bieten den Ärzten Schutz, denn Richter Warren Burger erklärte, ein Verfahren wegen standeswidrigen Verhaltens würde in einem Fall, in dem eine Verweigerungserklärung unterzeichnet worden sei, „unbegründet erscheinen“. Zudem äußerte sich J. J. Paris14 in einer Analyse „aufgezwungener medizinischer Behandlung und religiöser Freiheit“ wie folgt: „Ein Kommentator, der die Literatur überprüfte, berichtete: ‚Ich habe keinen einzigen Beleg für die Behauptung gefunden, der Arzt mache sich durch sein Versäumnis, einem unwilligen Patienten eine Transfusion aufzuzwingen, strafbar.‘ Das Risiko scheint eher das Produkt eines phantasievollen Rechtsgeistes als eine realistische Möglichkeit zu sein.“ Die Haftung für Minderjährige stellt das größte Problem dar. Oft führt es zu Gerichtsverfahren gegen die Eltern aufgrund vernachlässigter Sorgepflicht. Doch derartige Maßnahmen werden von vielen Ärzten und Rechtsanwälten in Frage gezogen, die mit solchen Fällen vertraut sind und glauben, daß die Zeugen für eine gute medizinische Behandlung ihrer Kinder sorgen. Da sie nicht darauf aus sind, sich vor der elterlichen Verantwortung zu drücken oder sie einem Richter oder jemand anders zu überlassen, dringen die Zeugen darauf, daß die religiösen Grundsätze der Familie berücksichtigt werden. Dr. A. D. Kelly, ehemaliger Sekretär der Medizinischen Gesellschaft Kanadas, schrieb: „Die Eltern von Minderjährigen und die nächsten Angehörigen bewußtloser Patienten haben das Recht, den Willen des Patienten darzulegen. . . . Ich bewundere nicht das Vorgehen eines Gerichts, das sich um 2 Uhr nachts versammelt, um ein Kind der Obhut seiner Eltern zu entreißen.“15 Es ist selbstverständlich, daß die Eltern bei der Behandlung ihrer Kinder ein Mitspracherecht haben, wenn es zum Beispiel um das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen einer Operation, einer Bestrahlung oder Chemotherapie geht. Aus moralischen Gründen, die über die Frage des Transfusionsrisikos16 hinausgehen, bitten die Zeugen darum, an ihrem Kind eine Behandlung vorzunehmen, gegen die keine religiösen Einwände bestehen. Das stimmt mit dem medizinischen Grundsatz der Behandlung des „ganzen Menschen“ überein, wobei man nicht die möglichen bleibenden psychischen und sozialen Schäden eines Verfahrens übersieht, das die grundlegenden Glaubensauffassungen einer Familie verletzt. Im ganzen Land werden jetzt häufig in großen Zentren, die mit den Zeugen Erfahrungen haben, Patienten — selbst wenn es sich um Kinder handelt — aus Institutionen übernommen, die nicht bereit sind, Zeugen zu behandeln. DIE HERAUSFORDERUNG AN DEN ARZT Es ist verständlich, daß die Behandlung von Zeugen Jehovas ein Dilemma für den Arzt mit sich zu bringen scheint, der sich der Erhaltung des Lebens und der Gesundheit verpflichtet fühlt, indem er alle ihm zur Verfügung stehenden Verfahren einsetzt. In der Einleitung einer Artikelserie über größere Operationen an Zeugen räumte J. P. Harvey17 ein: „Ich ärgere mich über die Glaubensansichten, die meine Arbeit stören könnten.“ Aber er fügte hinzu: „Vielleicht vergessen wir zu schnell, daß die Chirurgie eine Kunst ist, die von den persönlichen Fertigkeiten einzelner abhängt. Fertigkeiten können verbessert werden.“ Professor Bolooki18 sprach von einem beunruhigenden Bericht, der besage, daß eines der größten Unfallkrankenhäuser in der Dade County (Florida, USA) „von vornherein die Behandlung“ von Zeugen Jehovas ablehne. Er wies darauf hin, daß „bei dieser Gruppe von Patienten die meisten chirurgischen Eingriffe mit einem geringeren Risiko verbunden sind als sonst“. Er führte weiter aus: „Obwohl die Chirurgen meinen mögen, daß sie eines Instrumentes der modernen Medizin beraubt werden, . . . bin ich davon überzeugt, daß sie, wenn sie diese Patienten operieren würden, eine Menge lernen würden.“ Stiese Ärzte sorgen dadurch für eine Behandlung, die dem allgemeinen Wohlbefinden des Patienten att die Behandlung von Patienten, die Zeugen Jehovas sind, als Problem zu betrachten, sehen immer mehr Ärzte die Situation als eine medizinische Herausforderung an. Um der Herausforderung zu begegnen, haben sie für diese Patientengruppe eine Verfahrensweise entwickelt, die in zahlreichen medizinischen Zentren des ganzen Landes akzeptiert wird.

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