Zeitarbeit ja oder nein?

25 Antworten

Ein ganz klares, deutliches NEIN zur Versklavung 2.0!
Für den Aufbau einer langfristig guten beruflichen Perspektive rate ich davon ab. Die meisten sind Abzocker, die einen vor Ablauf von zwei Jahren wieder raushauen, weil sie sonst einen unbefristeten Vertrag mit allen zugehörigen Pflichten unterschreiben müssen. Davor werden alle nur erdenklichen Versprechungen gemacht. Das ist Herumspielen mit der Hoffnung Verzweifelter, allein aus diesem Grund moralisch total daneben und auf keinen Fall unterstützenswert.
Auch Firmen, die Zeitarbeiter einstellen, sind mit großer Vorsicht zu genießen. Sie machen das aus vielerlei Gründen, die nicht gerade für sie sprechen, z.B.:
- weil die Personalentwicklung und -rekrutierung nicht vernünftig funktioniert
- weil sie Defizite im Geschäftsmodell über den Einsatz von Billig-Arbeitskräften ausgleichen müssen um konkurrenzfähig bleiben zu können
- weil das Management die Verantwortung für das eigene Versagen nicht anerkennt und diejenigen dafür büßen lässt, die am Ende der Nahrungskette stehen
- weil sie durch den Einsatz von Zeitarbeitern die betriebsinterne Angst und Zwietracht schüren, da die Festangestellten Angst bekommen, durch Zeitarbeiter ersetzt zu werden und sich durch gezieltes Vorgehen gegen die Zeitarbeiter dagegen wehren
- usw. usw. usw.
Wer sich trotz der Warnungen darauf einlassen will, sollte vorher zumindest Testberichte von Mitarbeitern und Ex-Mitarbeitern bei diesen Firmen lesen und sich so darüber informieren, was dort abgeht. Z.B. hier: http://www.dooyoo.de/arbeitsvermittlung/randstad-deutschland/Testberichte/
Wer mehr Hintergründe darüber erfahren will, der kann nach meinem Blog guggln.
Gruß, finde-deine-aufgabe

Entschuldiguzng aber das ist schon sehr einseitig betrachtet. Dass es viele Zeitarbeitsfirmen gibt,die nur befristet und nie über 2 Jahre einstellen stimmt leider, wird aber auch immer weniger. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man auch 20 Jahre und länger, bis zur Rente in einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt sein kann. Im Übrigen machen das viele Firmen, auch große Konzerne. Besonders bei der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkjt können es sich Zeitarbeitsfirmen kaum noch leisten, jemanden nach kurzer Zeit wieder rauszuschmeißen. Denn wie alle Firmen hat auch die Branche damit zu kämpfen, dass es immer weniger gute Arbeitssuchende gibt.

Dann: um Defizite im Geschäftsmodell auszugleichen? In der Wirtschaft ist es bei vielen Firmen nun einmal üblich, Schwankungen in den Auftragseingängen zu haben. Da ist es nunmal sehr praktisch wenn man von heute auf morgen zehn oder 15 Leute weniger bezahlen muss. Denn für Unternehmen, die Zeitarbeit nutzen ist ein Leiharbeiter in der Regel immer teurer als ein eigener Mitarbeiter. Die Flexibilitäzt ist eben der riesige Vorteil. Zeitarbeit ist letztlich vor allem deshalb ein recht großer Erfolg in Deutschland, weil wir einen guten Sozialstaat haben, der unter anderem einen sehr engen Kündigungsschutz vorsieht. Wenn einem Unternehmen auf einmalein Großkunde wegbricht ist es dem Unternehmen ja gar nicht möglich im Fall der Fälle jemanden zu kündigen, zumindest nicht ohne Abfindungszahlungen. Da bezahlt man lieber etwas mehr für seine Leute, wenn die Auftragslage gut ist, kann dann aber auch von einem Tag auf den anderen Leiharbeiter abmelden und damit zehn weniger bezahlen müssen. Wenn überhaupt wird Zeitarbeit also genutzt, um strukturelle Defizite gegenüber anderen Standorten auszugleichen. Ob das gut oder schlecht ist steht auf einem anderen Blatt, das würde den Zeichenrahmen hier sprengen. Fakt ist aber, dass Zeitarbeit glücklicherweise nicht mehr so schlimm ist wie noch vor einigen Jahren. Und meiner Meinung nach wird sich die Lage in den kommenden Jahren auch weiter entspannen.

Dass es unter den Zeitarbeitsfirmen einige schwarze Schafe gibt streite ich nicht ab, aber es werden glücklicherweise weniger.

Also wenn du nix findest, aber einen Job gelernt hast, mit dem das klappen könnte, dann würde ich darüber nachdenken nach und nach selbständig zu werden. Sich selbst ausbeuten kann man nur schwer. Hängt aber natürlich vom erlernten Beruf ab.

Bevor man gar nicht arbeiten geht, ist das eine Lösung und ich habe auch schon einige gehört, die in einem Betrieb über eine ZAF gearbeitet haben und danach von dem Betrieb übernommen wurden. Also manchmal auch ein Sprungbrett so eine ZAF.

Hab' ich ganz viel früher mal gemacht. War in Ordnung.
Aber auf Dauer mag ich mir das lieber nicht vorstellen: Weniger als die Stammbelegschaft verdienen, aber genauso viel arbeiten und dann noch der "Buhmann" sein.

Ich würde nicht mehr in einer Zeitarbeitsfirma arbeiten weil das mir bis jetzt nie was gebracht hat außer Ärger.

Meine letzte Zeitarbeitsfirma war recht extrem.

Die haben ja meine Drei Nachtschichtzuschläge gezahlt obwohl sie es mussten.

Ich hatte es versucht mit den zu klären und die sagten es wird überprüft.

Aber daraus war wohl nichts geworden worauf ich den schon eine ordentlich lange Frist gegeben hatte.

Danach war nichts und ich musste einen Anwalt einschalten und siehe da sie reagierten und möchten bzw. müssen bezahlen.

Rechtfertigen sich warum sie es nicht zahlen müssten.

Haben aber Angst vor Gericht zu ziehen.

Was möchtest Du wissen?