Zeitarbeit ablehnen wenn ich Minijob bekomme?

5 Antworten

Mit einem Minijob wirst du aber nicht unabhängig von der staatlichen Hilfe. So lange du die in Anspruch nimmst, musst du JEDE Arbeit annehmen, so lange nicht gegen Gesetze verstoßen wird. Ob du dieses Stellenangebot jetzt schriftlich oder am Telefon bekommen hast, ist vollommen egal. Der Sachbearbeiter hast das vermerkt, und will auf jeden Fall wissen, was daraus geworden ist.

Ja leider, vor allem musste er noch direkt den Kommentar ablassen 'der Herr ... hat noch jeden vermittelt bekommen, würde mich schon sehr wundern wenn das bei Ihnen nicht klappt'

super...

Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat immer Vorrang. Und auch wenn du das Angebot nicht schriftlich bekommen hast, so habe ich dennoch verstanden, dass dein Arbeitsvermittler und der Chef der Zeitarbeitsfirma sich kennen. Der würde deinen Arbeitsvermittler sicher sofort in kenntnis setzen, dass du abgelehnt hast und eine Ablehnung ohne wichtigen Grund hat eine Sanktion zur Folge.

Auch wenn die Arbeit über die Zeitarbeitsfima schlecht bezahlt ist, wird da sicher mehr bei rum kommen, als bei einer Aushilftätigkeit/Minijob. Und das ist es nunmal, worauf es dem Amt ankommt, dass die weniger für dich zahlen müssen.

Richtig!

Das is echt blöde... Ich hab ja absolut nichts gegen Arbeit, ganz im Gegenteil. Ich möchte nicht zuhause rumsitzen... Aber mich kotzt es an dass man gezwungen wird so nen sch+++ Job zu machen der mit der eigenen Qualifikation nichts zu tun hat und noch dazu total unterbezahlt ist.. Und wenn ich dann noch lese was andere über diese Zeitarbeitsfirma zu sagen haben könnt ich heulen...

Vor allem,da du anscheinend bei deinem SB warst, kann es seind,das er es in eine EGV oder so aufgenommen aht,das du dich dort bewerben sollst?

@Indivia

Nein das hat er nicht. Genau am gleichen Tag musste ich eine neue EGV unterschreiben, weil die alte abgelaufen war, aber dass ich mich gezielt auf diesen Zeitarbeitsjob bewerben muss hat er dort nicht reingeschrieben.

Du hast doch in dem Callcenter sicher eine Probezeit. Wenn die Arbeit gar nichts für dich ist, dann stell dich dazu noch etwas dämlich an, und dann übernehmen sie dich sowieso nicht. Sie wollen doch überall die eierlegende Wollmilchsau zum Minitarif, da bist du schneller wieder draußen, als du denkst.

Wenn sie sittenwidrig niedrige Löhne zahlen (dazu gehören auch zahlreiche unbezahlte Überstunden), kannst du das dem JobCenter sagen und dort aufhören.

Ansonsten ist es in der Tat so: Die sozialversicherungspflichtige Arbeit hat immer Vorrang. Du kannst also nicht wegen des Minijobs ablehnen.

Du darfst es nicht ablehnen, aber Du musst Dich ja nicht ins beste Licht setzen, wenn Du Dich dort vorstellst. Als ich (alleinerziehend!) eine Stelle, befristet für ein halbes Jahr in Portugal angeboten bekommen habe musste ich mich bewerben. Aber wie die Bewerbung ausgesehen hat kannst Du Dir sicher vorstellen. So würde ich es auch immer wieder machen. Und das rate ich jedem, der auch solche wunderbaren Vorschläge bekommt. Viele Rechtschreibfehler, falscher Name der Ansprechperson, Mappe zerknittert, ein paar Tintenflecke waren die Sachen, die ich mir habe einfallen lassen. Vielleicht fällt Dir ja noch mehr ein.

..

Oh je du solltest einfach mal so nach Portugal? Wie bescheuert ist das denn?? Ich frag mich echt was die sich bei diesen Jobangeboten denken... man man... eine schlechte Bewerbung zu schreiben kommt für mich aber leider nicht in Frage, da der ZaF Typ in engem Kontakt mit meinem SB steht und dem sicherlich mitteilen würde, wenn ich eine schlechte Bewerbung abgebe. Da mein SB was für gute Bewerbungen ich sonst schreibe wüsste er dann sofort, dass ich das mit Absicht gemacht --> Sanktion.

@Zuckerwatte

Wo steht denn wie Du die Bewerbung zu schreiben hast? Nirgends. Dafür gibt es keine Sanktion.

Die Zeitarbeit ist m.E.n. "die Crux" des Jahrhunderts. Aber für die Entleiher eine wunderbar praktische Lösung und für die PAV einfach nur ein Geschäft mit "der Ware" Mensch.

Achtung, mal grundsätzlich: Es versteht sich doch wohl von selber, dass die eigene Einsatzbereitschaft auch von der Anerkennung (z.B. über die Bezahlung)/Wertschätzung der Firma Dir gegenüber abhängt.

Der "Schluss" ist ganz einfach: Gute Arbeit gegen faire Bezahlung, bei "Armutslohn" jedoch sinkt dann automatisch auch die Motivation und grundsätzlich die gesamte Einsatzbereitschaft.

Dass Menschen sich entsprechend verhalten ist doch ganz nachvollziehbar.

Stimme ich dir absolut zu, aber leider bleibt mir wohl kaum eine Wahl, Jobs von dieser Zeitarbeitsfirma abzulehnen, wenn der Herr sie mir anbietet. Er hatte mir am Telefon eben diesen Call-Center Job angeboten. Ich habe ihn nicht direkt abgelehnt aber gefragt, ob er nicht etwas hätte, was eher meinen beruflichen Qualifikationen entspricht. Daraufhin meinte er ich solle ihm mal meinen Lebenslauf schicken, er schaut sich den dann an und sucht mir dann was passendes raus und meldet sich dann wieder telefonisch um einen Termin zum Vorstellungsgespräch zu machen... Das war am Donnerstag, jetzt ist es Mittwoch, noch habe ich nichts von ihm gehört. Aber wenn er dann doch anruft bleibt mir kaum die Wahl nein zu sagen... ich werde mir dann einfach mal angucken was da für Bedingungen im Vertrag stehen und wie der Arbeitsplatz ist. Wenn es wirklich so schlimm ist wie ich befürchte, dann habe ich genug chronische gesundheitliche Probleme, um mich krank schreiben zu lassen. Von dem was ich gehört habe reichen zum Teil schon 3 Tage krank sein aus um so eine Stelle gekündigt zu bekommen. Dann bleibt mir hoffentlich genug Zeit selbstständig eine vernünftige Stelle zu finden...

Was möchtest Du wissen?