Zahlungserinnerung per Einschreiben mit Rückschein aber nicht per Einschreiben Eigenhändig ist rechtlich gültig, obwohl die Unterschrift von anderem Person...?

2 Antworten

100% rechtssicher ist nur die förmliche Zustellung durch den Gerichtsvollzieher.

Diese macht aber nur bei extrem großen Forderungen überhaupt Sinn, da sie sehr teuer ist und die meisten Richter nicht so weltfremd sind und sich auf Argumentationen man habe ein leeres Blatt versendet einlassen.

Grundsätzlich rate ich dir aber den Rückschein sein zu lassen und stattdessen per Einwurfeinschreiben zuzustellen und wenn möglich vorab per Fax oder Email. Das wird dann zu 99% ausreichend sein.

Wenn du die Zustellung an der amtlichen Meldeadresse des Schuldners nachweisen kannst ist die Mahnung i.d.R. in dessen Machtbereich angekommen.

Wenn du die Zustellung an der amtlichen Meldeadresse des Schuldners nachweisen kannst ist die Mahnung i.d.R. in dessen Machtbereich angekommen.

Und der Machtbereich umfasst auch andere Familienmitglieder. Im übrigen gilt auch bei Gerichtsvollziehern, dass die Ersatzzustellung an ein Familienmitglied möglich und gültig ist.

Im Endeffekt zählt ja nur, dass man nachweist, dass ein Brief ankam. Wenn der Vater den wegwirft, statt dem Kind auszuhändigen, ist das ein Problem, das zwischen den beiden zu klären ist und einem Gläubiger kann das herzlich egal sein.

Du kannst alles einklagen, denn du hast von einem Empfänger die Unterschrift. Also ist Paket bei einem Familienmitglied angekommen. Dies bezeugt die Unterschrift.  

Paket? Es geht hier um einen Brief

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