Zahlt meine private Haftpflichtversicherung einen KFZ-Schaden?

5 Antworten

Welche Versicherung ist zuständig?

Für die Schäden am Baum die KFZ-Haftpflicht des Fahrzeugs.

Wenn ihr den Schaden am Baum nicht habt aufnehmen lassen und einfach gefahren seid, gratuliere ich dir, du hast dich strafbar gemacht.

Da keine VK besteht, kommt es darauf an. Evtl. Glasschäden zahlt die Teilkasko nach Abzug der SB.

Bei einer Gefälligkeitshandlung bleibt der Bekannte auf dem Schaden sitzen, da für denjenigen der die Gefälligkeit ausführt ein stillschweigender Haftungsausschluss gilt.

Sollte es sich widererwartend nicht um eine Gefälligkeit gehandelt haben oder du hättest zumindest grob fahrlässig gehandelt, könnte ein Anspruch gegen dein Bankkonto bestehen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die Klausel in privaten Haftpflichtversicherungen, dass Schäden, die durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeuges entstehen, ausgeschlossen sind, ist üblich und rechtlich in Ordnung.

Wenn Du z.B. die Heckscheibe zerstört hättest, indem Du den Kofferraum mit überstehenden Gegenständen beladen hast und dann trotzdem die Heckklappe zugeschlagen hast, zahlt die Privathaftpflicht, nicht aber, wenn Du das Auto genutzt hast (den ersten Fall habe ich selbst erlebt).

Beim beschriebenen Fall würde nur eine Vollkaskoversicherung zahlen.

Der Schaden muss also entweder vom Besitzer des Autos (der dich ja als Fahrer beauftragt hat) und/oder von Dir selbst bezahlt werden (wenn Du deine Schuld als so gravierend ansiehst). Das müsst ihr unter euch aushandeln.

So weit korrekt. Aber Be- und Entladeschäden gehören ebenfalls zum KFZ-Betrieb.

@DerHans

Beladen habe ich. Mein Freund hat nur die Klappe zugeknallt ohne auf die noch nicht passende Lagerung der Einräder zu achten. War wohl gerade die richtige Konstellation, dass die Versicherung zahlen wollte.^^

@derLordselbst

Die Klappe zuzuschlagen gehört zum Beladen dazu. Da würde die private Haftpflicht auf die Benzinklausel verweisen.

@DerHans
Aber Be- und Entladeschäden gehören ebenfalls zum KFZ-Betrieb.

Findest du aber bei vielen Versicherern in der Privathaftpflicht, zumindest im Premium-Segment mittlerweile inkludiert.

@kevin1905

Da die Versicherung damals gezahlt hat, habe ich die Rechtsgültigkeit des Vorgangs seltsamerweise nicht hinterfragt.^^

Das zahlt dein Bekannter aus eigener Tasche, da Du im Auftrag von ihm gefahren bist.

Anders sehe es aus wenn Du dir das Fahrzeug von ihm ausgeliehen hättest.

Deine PHV kommt aber in beiden Fällen für keinen Schaden auf welcher durch Gebrauch eines Kfz passiert ist ( Benzinklausel).

Versicherung würde für den Eigenschaden nur eine Vollkasko aufkommen.

Diesen Schaden würde nur eine Vollkaskoversicherung zahlen, welche es ja nicht gibt. Der Schaden bleibt also bei euch hängen.

Wirklich streiten kann man jetzt, ob du für einfach Fahrlässigkeit deiner Bekannten gegenüber haftest, wenn du in ihrem Interesse handelst. Dazu müsste eine solche Vereinbarung stillschweigend getroffen worden sein.

Wahrscheinlich würde man dies verneinen und du müsstest den Schaden zahlen.

Deine Privathaftpflichtversicherung wird das nicht zahlen.

Entgegen der hier ueberwiegend vertretenen Meinung, nach der du den Schaden nun selbst zahlen musst, sehe ich hier keinen Grund fuer eine Haftung deinerseits. Es handelte sich um eine reine Gefaelligkeitsleistung (du wolltest ihn fahren weil ihm nicht gut war). Damit bist du kein rechtgeschaeftliches Schuldverhaeltnis eingegangen und haftest somit auch nicht fuer den Schaden am Auto.

So isses.

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