Zahlt Krankenkasse die Heilpraktikerkosten?

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Kein Heilpraktiker würde für das mikrige Honorar, das die Kassen zahlen, sein Pendel schwingen, bzw. die Wünschelrute zucken lassen. Vor ein paar Jahren haben die Heilpraktikerverbände lautstarkt das Recht auf Kassenabrechnung gefordert, wurden dann aber ziemlich kleinlaut, als sie erfahren haben, wie wenig ein Allgemeinmediziner mit elfjähriger Ausbildung bekommt, und was demnach ein ungelernter Heilpraktiker zu erwarten hätte ...

Das Sachleistungsprinzip der Kassen sieht vor, dass Leistungen zulasten der GKV nur von medizinischem Fachpersonal mit Kassenzulassung in Rechnung gestellt werden dürfen. Da Heilpraktiker aber weder das eine sind, noch das andere haben, müssen die Kunden privat zahlen.

wurden dann aber ziemlich kleinlaut, als sie erfahren haben

Hätten die klugen Heilpraktikerverbände das nicht auch schon vorher in Erfahrung bringen können ? Oder ist das geheime Kommandosache zwischen den Ärzten und den Kassen ?

@Hardy6

Nö, geheim ist das absolut nicht. Das Problem ist, dass die meisten Leute irrtümlich glauben, Kassenärzte verdienen wahnsinnig viel, die Kassen selbst machen mit dem Minihonorar keine Reklame, weil ihnen die Dumpingpreise, die ihnen die Behandlung ihrer Versicherten wert ist, letztendlich peinlich sind, und den Hausärzten glaubt man nicht, wenn sie darauf hinweisen, dass sie pro Quartal und Kassenpatient nur zwischen 33 und 42 Euro bekommen - egal, wie oft sie den Patienten behandeln müssen (im Durchschnitt ca. 3 x).

Ich persönlich bin der Meinung, es wäre sehr sinnvoll, dass HP auf Kassenkosten behandeln müssen und zwar adäquat zu ihrer Qualifikation :-O. Dann hätte das Heilpraktikerunwesen in Deutschland ganz schnell ein Ende.

@Djoser

Nö, geheim ist das absolut nicht. Das Problem ist, dass die meisten Leute irrtümlich glauben

Das die Leute das irrtümlich glauben ist ja noch irgendwie verständlich aber dass die vereinigten Homöopathen sich nicht vorher erkundigten, find ich schon lustig ( euphemistisch ausgedrückt )

Ich persönlich bin der Meinung, es wäre sehr sinnvoll, dass HP auf Kassenkosten behandeln müssen und zwar adäquat zu ihrer Qualifikation :-O. Dann hätte das Heilpraktikerunwesen in Deutschland ganz schnell ein Ende.

Ja das Volksbegehren würd ich auch sofort unterschreiben.

Und die Homöopathen unter den Heilpraktikern müssen trotzdem eine mindestens zweistündige Erstanamnese durchführen. Andernfalls sie wegen eines Kunstfehlers oder Kurpfuscherei verklagt werden könnten.

Hallo,

ich sehe da evtl. 2 Möglichkeiten:

1) Suchen eines Vertragsarztes mit Zusatzbezieichnung "Naturheilverfahren" oder Homöopathie"

http://www.kbv.de/arztsuche/178.html -> Bundesland über die Landkarte suchen

2) eine private Zusatzversicherung abschließen (hilft aber nicht für die bestehende Erkrankung):

.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Zusatzversicherungen-fuer-Kassenpatienten-143-Angebote-im-Test-4132568-4140473/

Ggf. auch ein Angebot der gesetzl. Krankenkasse für eine private Zusatzversicherung einholen.

Gruß

RHW

Also meines Wissens sind Heilpraktikerkosten generell private Kosten.

Das beste ist, du würdest vor Inanspruchnahme einer solchen speziellen Behandlung deine Krankenkasse anrufen und dich dazu beraten lassen. Bei speziellen chronischen Krankheiten kann es schon denkbar sein, das deine Kasse einen Prozentsatz übernehmen wird. Aber ansonsten ist es generell Privatsache.

da musst du einfach nur dort anrufen, und dann weißt du es schon :-) meine kk z.b. übernimmt die kosten für homöopathische behandlungen, allerdings nur bei ausgewählten ärzten. meine ärztin ist z.b. eine fachärztin, die aber auch rein homöopathisch behandelt. man kann sich das aussuchen, wie man das will. ich finde das super, denn sie hat somit auch alle wichtigen geräte in der praxis. das ist eine gute alternavive der krankenkassen. die meisten machen das so...

BEK ist zwar gut - aaaber die Kosten für einen Heilpraktiker werden nicht übernommen

mh okay weiß du wieviel man da so zahlen muss?

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