Zahlt eine Rechtschutzversicherung auch dann, wenn man Klage gegen jemanden erhebt?

5 Antworten

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Die Kosten, die durch die Durchsetzung eigener Ansprüche verursacht werden, werden erstattet, vorausgesetzt natürlich, dass der Versicherungsvertrag die entsprechenden Rechtsgebiete einschließt.

Auch wenn die Aussichten einer eventuellen Klage gering sind, müssen die Kosten erstattet werden, wenn der eigene Anwalt den Klageweg befürwortet. (s. Stichentscheid gem. §18 Abs. ARB 2000)

Bei der sog. Mutwilligkeit (s. § 114 ZPO und § 1 ARB75)  besteht kein Versicherungsschutz (s. ARB Kommentar Harbauer/Bauer zu §18 ARB94/2000 RdNr 2 mit weiteren Verweisen).

Strafverfahren, in denen der VN als Nebenkläger auftritt, um  eventuelle Schadenersatzforderungen durchzusetzen, sind nicht absicherbar.

Der letzte Absatz stimmt so nicht, es gibt sehr wohl Rechtsschutz für Opfer von Gewaltstraftaten (eigene Nebenklage gegen den Täter).

Ja klar, dafuer schliesst man sie ja vor allem ab. Allerdings muss natuerlich die Art der Klage versichert sein (Verkehrsrechtschutz, Berufsrechtschutz, Privatrechtschutz) und vor allem, die Versicherung prueft vorher, ob die Klage auch hinreichende Aussicht auf Erfolg hat.

Sind die Chancen, mit der Klage durchzukommen von vornherein gering, zahlt die Versicherung nicht.

petrapetra64: Hast Du mit Deiner RV gute Erfahrungen? Falls  ja, verrate mir bitte, welche es ist.

Ich persönlich habe leider die Erfahrung gemacht, dass meine RV grundsätzlich nie irgendetwas bezahlt hat. (Ich habe die inzwischen natürlich gekündigt, ich bezahle ja nicht für etwas, dass ich dann nicht bekomme...)

Mein Vater dagegen, der sehr streitlustig ist, kriegt irgendwie jeden Mist bezahlt.

Du solltest den konkreten Fall vorher Deiner RV vorlegen und fragen, ob Du Deckung hast oder nicht. Nicht, dass DU plötzlich mit ner Riesen-Rechnung da stehst...

Nein, nicht selbst fragen sondern das den Anwalt machen lassen. Nur der kann dann auch gegenüber der RSV eine Klage u.ä. erklären, begründen und ggf. rechtfertigen.

@DolphinPB

...oder so. Aber da hatte ich auch den Fall, dass ich dem Anwalt sagte, er solle nur aktiv werden, wenn eine Deckungszusage kommt. Die kam nicht und er legte trotzdem los... super...

@DolphinPB

Wenn man einen Anwalt mit der Anfrage auf Rechtsschutz betraut, hat man dafür separate Kosten zu übernehmen, die der Versicherer nicht zahlt.

@Buerger41

Unsinn, der Anwalt besorgt die Deckungszusage, das ist in seinem Interesse und kostenlos.

@DolphinPB

Klar, Sie als Nichtjurist woissen ja alles besser.

Mannomann, was Sie alles so behaupten.

@DolphinPB

Das stimmt leider nicht. Aus der Sicht des Anwalts ist die Anfrage bei der Versicherung bereits eine Dienstleistung, die er dem Klienten in Rechnung stellt. Die Höhe der Vergütung hierfür ist mir allerdings unbekannt. Aber bekanntlich arbeiten Anwälte zwar häufig vergeblich, ab er nie umsonst! :-)

Kommt darauf an, worum es genau geht und was versichert ist. Einfach zum Anwalt gehen, der soll eine entsprechende Deckungszusage der Versicherung einholen. Wird sie erteilt, zahlt die Versicherung auch, wenn nicht, dann nicht.

Der Rv den Fall vortragen und eine Deckungszusage anfordern. Wenn die Kalge nach Prüfung Aussicht auf Erfolg hat, dann kommt in aller Regel auch die Zusage für eine Kostenübernahme. Diese erstmal für die 1. Instanz.

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