Zahlt die Versicherung eine Delle im Auto?

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Hallo,

solange der "Kumpel" weder Eigentümer noch Halter noch Fahrer des Autos ist, kann der Schaden seiner Privat-Haftpflichtversicherung gemeldet werden.

Diese ist hier eintrittspflichtig, da die Voraussetzungen für einen Leistungsfall gegeben erscheinen.

Auch kann sie sich nicht auf eine Leistungsfreiheit berufen, da die sog. "kleine Benzinklausel" als möglicher Ausschlussgrund hier nicht zum Tragen kommt.

Ein Einschalten der eventuell bestehenden Vollkasko ist somit nicht notwendig.

Viele Grüße

Loroth

Ich nehme mal an er war Beifahrer und hat eine Privathaftpflichtversicherung (PHV).

Was andere hier wegen "Gebrauch des Kfz" schreiben ist zwar richtig, aber eine PHV zahlt auch dann einen Schaden durch Kfz, wenn der Versicherte (also der Schädiger) zum Zeitpunkt des Schadens weder Halter noch Fahrer noch Eigentümer noch Besitzer des Kfz war. So stehts in den Besonderen Bedingungen für die PHV.

Wenn er diese vier Eigenschaften alle NICHT hat (Halter, Fahrer, Eigentümer, Besitzer), dann hat er Versicherungsschutz für den versehentlich verursachten Schaden.

Dabei ist die Schuldfrage aber gar nicht angesprochen. Wenn der Fahrer so parkt, dass der Beifahrer ohne Schaden aussteigen kann, kommt es ja gar nicht zum Schaden

Klaro... wenn es keinen Schaden gibt, ist auch keiner Schuld dran.

Gescheite Privat Haftpflichtversicherungen leisten heutzutage auch bei einigen Schäden im Zusammenhang mit dem Gebrauch eines Kfz. Der hier geschilderte Fall fällt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jedoch nicht darunter.

Du hast die Möglichkeit den Fall über eine evtl. vorhandene Vollkasko regulieren zu lassen. Unter der Annahme, dass der Schaden aber nicht all zu hoch sein wird, wird das kaum Sinn machen. Nach Abzug der SB wird nicht viel übrig bleiben und du wirst nächstes Jahr zurückgestuft (außer ein Rabattschutz ist vereinbart).

Dein Kumpel ist dir vom Prinzip her schon zum Schadenersatz verpflichtet aber du wirst ihn ja bestimmt nicht verklagen wollen, der Freundschaft wegen. Aber der Freundschaft wegen könnte er sich ja auch an den Kosten beteiligen. Müsst ihr wohl untereinander klären.

Gibt es eine stichhaltige Begründung, warum eine PHV hier NICHT leisten sollte?

@Loroth

Den allgemeinen Ausschluss "Nutzung von Kfz" gbit es schon noch. Aber wie gesagt sind in modernen PHV einige Dinge dann wieder eingeschlossen aber diese müssen konkret benannt sein. Beim vorliegenden Fall glaube ich da nicht dran. Kann am Montag im Büro mal genauer in "unsere" Bedingungen und Fallbeispiele schauen (arbeite bei einem großen dt. Versicherer).

Ein Beispiel was bei guten Anbietern mitversichert wäre bzw. sein sollte: Beifahrer öffnet Tür und beschädigt dabei einen Anderen (Auto das daneben steht, Radfahrer etc.). Sollte sowohl von der PHV des Beifahrers als auch von der des Fahrers (vermutlich dann nachrangig nur falls Beifahrer keine PHV hat) gedeckt sein in guten Bedingungen.

@Loroth

Moment mir fällt erst jetzt auf, dass ich die Formulierung in der Frage nicht korrekt gelesen hatte. "Mit mir im Auto" bedeutet natürlich nicht "mit meinem Auto".

Von daher hast du mit deiner Antwort recht, er ist in dem Fall nicht Nutzer des Fahrzeugs gewesen. Also: Schaden der PHV melden und hoffen dass ein Bearbeiter dran kommt, der nicht so verpeilt ist wie ich heute.

Daumen nach oben für Loroth.

Ich fürchte nein, zumal das Ding ja auch schon da ist. Und wenn eine Versicherung so etwas bezahlen würden, mache ich den ganzen Tag nur Dellen. Mehr verdienen geht ja fast gar nicht, oder?

Der Fahrer hat darauf zu achten, dass Mitfahrer ungefährdet ein- und aussteigen können. Da es deine eigene Schuld ist, wirst du den Schaden auch selbst bezahlen müssen.

Was für eine abenteuerliche Antwort!

Bitte, bitte, nicht weiter beachten, da leider zum wiederholten Male falsch!

@Loroth

Aber da ist doch etwas dran, oder? Wenn meine Mitfahrer noch nicht aussteigen können, bin ich doch zuständig, denen dabei zu helfen. Deine Kritik verstehe ich daher nicht.

@schleudermaxe

Wo steht in der Ausgangsfrage irgendetwas, dass der Beifahrer nicht aussteigen konnte?

Und selbst wenn: Wieso sollte DAS den Beifahrer aus der Haftung befreien??

Ich bleibe bei meiner Aussage, dass die Antwort von DerHans - zumal in dieser Pauschalität - falsch ist.

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