WWas fordert das Arbeitsamt wenn man sich nach 78 Wochen Krankengeldbezug arbeitsuchend?

1 Antwort

Bist Du während der Krankheit arbeitslos geworden, oder warst Du es vorher schon?

Falls Du während der Krankheit arbeitslos geworden bist, hast Du dich hoffentlich - auch trotz Erkrankung - arbeitslos gemeldet.

Warst Du vorher schon arbeitslos gemeldet und hast ALG I bezogen, hat der Leistungsanspruch geruht und wird, sofern noch Anspruch besteht, nach Ablauf der 78 Wochen Krankengeldbezug wieder weiter in Form von ALG bezahlt.

Du musst Dich aber umgehend, am besten gleich am letzten Tag der AU, wieder persönlich beim Arbeitsamt melden und einen erneuten Antrag stellen!

Ab dem Tag, an dem Du dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehst, musst Du dich persönlich beim Arbeitsamt melden -  für den Antrag auf ALG zu stellen.

Am besten nimmst Du Unterlagen der Krankenkasse (Aussteuerungsbescheid, Bestätigung über erhaltene Entgeltersatzleistungen u. ä.) gleich mit zum Arbeitsamt.

Lieben Dank für so eine ausführliche nette Antwort!

Ich wurde letztes Jahr krank, 5 Wochen später kam die Kündigung. Ich habe mich sofort beim Arbeitsamt gemeldet und soll erst wieder kommen wenn ich gesund bin.

Was denken die sich denn wenn ich 78 Wochen krank war und sofort nach der Aussteuerung mich arbeitssuchend melde? Muss mein Arzt mich am Tag der Aussteuerung gesund schreiben?

@spu89

Wurde während der langen Erkrankung denn weder vom behandelnden Arzt noch von der Krankenkasse einmal eine Reha-Maßnahme vorgeschlagen oder angesprochen?

Da Du nach der Aussteuerung nicht mehr krankenversichert bist, musst Du Dich beim Arbeitsamt melden!

Bist Du weiterhin arbeitsunfähig, kannst Du "Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit" beantragen.

Das ist eine Sonderform des Arbeitslosengelds und überbrückt die Zeit ohne Arbeitslosengeld - weil Du ja nicht vermittelt werden kannst.

Du bekommst das Geld solange, bis eine andere Leistung, z.B. Weiterbildung oder Rente, gezahlt wird, oder Du wieder arbeitsfähig und damit vermittelbar bist.

Wende Dich so schnell wie möglich persönlich an einen Berater des Arbeitsamts - oft werden solche Situationen auch individuell behandelt.

Alles Gute!

Was möchtest Du wissen?