Würdet ihr ohne weiteres eine Immobilie ohne Auflagen auf das eigene vollj. Kind übertragen?

5 Antworten

Frag meine Tante.

Nach Übertragung des Hauses wurden binnen 13 Jahren aus 50000€ Restschulden, 130000€ Hypothekenschulden trotz 2 Mieteinnahmen. Weitere 5 jahre später hat mein Cousin das Haus verkauft und hat nach Abzug der Bankschulden ca. 20000€ für sich gehabt. Ach ja verkaufen konnte er nur weil er meine Tante Ihr Wohnrecht ausgeredet hat. Sie wohnt jetzt im Erdgeschoß Ihres vormals eigenen Hauses zur Miete. Es hängt vom Menschen ab aber erlaube mir aufgrund meiner Erfahrungen eine gewisse Skepsis.

Man kann auch eine Klausel in den Notarvertrag aufnehmen das unter bestimmten Bedingungen die Schenkung binnen den ersten 10 Jahren rückgängig gemacht werden kann.

Das lässt sich nicht allgemnein gültig beantworten und nicht ohne Kenntnis der gesamten Familien- und Wirtschaftssituation. Deshalb z.B. mit einem Notar unter Offenlegung aller Umstände über diese Frage sprechen; eine Plattform wie diese hier kann da keine verantwortungsvolle und belastbare Antwort geben. Man sieht das ja nan den bisherigen Antworten; sie enthalten nur Gemeinplätze, mit denen nicht viel anzufangen ist, außer dem - zutreffenden - Rat, eine Übereignung nicht ohne Vorbehalt eines Nießbrauchs für den Schenker oder einen anderen nötigen Vorbehalt (Rückübertragungspflicht) vorzunehmen.

Ich dachte schon, die Einbauküche in deiner Mietwohnung wäre dein größtes Problem.

Sie sollte die Ausbildung abgeschlossen haben und sesshaft geworden sein. Dann ist der Bedarf da. Ob du dann eine Auflage einbauen möchtest oder nicht ist natürlich deine Entscheidung. Ich schätze dich aber als Toyotafahrer eher als sicherheitsorientiert ein, sodass das ohne Auflage wohl nichts wird.

Du hast Recht. Habe das ja mit der Auflage erst heute dazu gelernt! Ich finde das ist eine gute Idee.

Ohne Auflagen niemals, egal in welchem Alter (naja, wenn man 95 wäre, vielleicht). Eine Rückversicherung wäre für mich obligatorisch.

Man weiß nie wie sich die Verhältnisse (und die Kinder) entwickeln. Da hat sich schon mancher gewundert und gewisse Entscheidungen später bereut.

Welche Auflagen, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich würde mich von einem auf Erbschaftsfragen spezialisierten Notar beraten lassen.

Wie sollte eine Rückversicherung aussehen, Deiner Meinung nach?

@albatroz1101

Da möchte ich keine Tipps geben, das hängt zu sehr von der individuellen Situation ab, die man hier nicht ausbreiten kann. Außerdem fehlt mir die entsprechende Erfahrung.

Daher meine Empfehlung einer Beratung durch einen spezialisierten Notar. Das kostet nicht die Welt und man erhält rechtlich abgesicherte Informationen. Die Ausgabe lohnt sich auf jeden Fall und bringt mehr als die mehr allgemeinen Empfehlungen hier.

Einige sinnvolle Hinweise als Grundlage für so eine Beratung gab es hier ja auch schon.

Kann Sinn machen, aber gerade bei Schenkungen von Immos innerhalb der Familie unter Auflage wird derart viel Blödsinn gemacht, dass man nur abraten kann.

Um dieses berühmte Beispiel Schenkung & Nießbrauch bleibt zu erklären: Der Nießbrauch verhindert die Abschmelzung der Erbschaftssteuer, das Auseinanderfallen von Grundbuch und Besitz ist eh Kokolores und eine mögliche Rückabwicklung meist teurer als die Immo wert ist bzw. ein wasserdichter Notarvertrag derart komplex, dass alle Parteien am besten je einen Anwalt adoptieren ...

Ergänzend: Meine Kindern erhalten die Immos, wenn wir beide tot sind.

@Majorie22

... wenn dann noch welche da sind :-)

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