Wohnungsschäden zahlen trotz Übergabeprotokoll

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Wird im Übergabeprotokoll bei Rückgabe der Mieträume deren ordnungsgemäßer Zustand bestätigt, so schließt dies nicht nur einen vermieterseitigen Anspruch auf Durchführung von Schönheitsreparaturen aus, sondern auch einen Zahlungsanspruch aus einer Kostenquotenklausel (AG Lörrach 4 C 382/03 WM 2003, 438).

Der Mieter kann nach seinem Auszug nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die im Wohnungsübergabeprotokoll nicht vermerkt sind. Der Vermieter kann sich auch nicht darauf berufen, dass einige Schäden bei der Wohnungsbesichtigung nicht sofort zu erkennen waren (LG Braunschweig 6 S 175/94 WM 97, 470).

Bescheinigt der Vermieter in einem Wohnungsabnahmeprotokoll, dass die Wohnung mangelfrei ist, kann er im Nachhinein keine Schadensersatzansprüche geltend machen (AG Köln 217 C 469/98 WM 2001, 153).

Jedes dieser zitierten Urteile ist eine Einzelfallentscheidung. Mir ist keine Grundsatzentscheidung des BGH bekannt. Dennoch werfen diese Urteile ein bezeichnendes Licht auf die vermutlich rechtsunwirksamen Machenschaften der Vermieterin.

Wie gesagt ich habe ein Übergabeprotokoll mit der Unterschrieft und das die Wohnung komplett ohne Schäden oder Mängel übergeben worden ist. Jetzt droht die Vermieterin mir mit Anwälten.

Das Protokoll gilt für offensichtliche Mängel, der Vermieter hat aber noch 6 Monate Zeit um Ansprüche für verdeckte mängel zu machen, jedoch muss er Ihnen die Gelegenheit geben, die Mängel zu beheben.

Nach 6 Monaten erlischt kann er nur noch Forderungen für die Nebenkostenabrechnung geltend machen.

Meine Vermieterin hat kurzer Hand einen Maler damit beauftragt die Wohnung komplett zu renovieren damit die neue Mieterin einziehen kann.

Da hat die Vermieterin übereilt gehandelt, jetzt bleibt Sie auf den kosten sitzen.

Jetzt droht die Vermieterin mir mit Anwälten.

Schreiben Sie ihr zurück, dass Sie nichts zahlen müssen, da man Ihnen weder die Mängel gemeldet noch eine Frist zur Behebung der Mängel gesetzt hat.

Folgenden Link sollten Sie öffnen und den Text kopieren und der Vermieterin schicken:

http://www.hausundgrundddf.de/fileadmin/Dokumentenablage/Download/Merkblaetter/Die_Nachfrist_bei_Ende_des_Mietvertrages.pdf ________________________________________________________________________

Dann dürfte sich die Sache mit den Renovierungskosten erledigt haben.

Und eine Nebenkostenabrechnung in der die Verbrauchte Menge vom Gas fehlt so wie auch das Datum.

Sie können die Abrechnung prüfen lassen.

MfG

Johnny

Du hast schriftlich das die Wohnung ohne Mängel übergeben wurde,und wenn der Nachmieterin da irgendetwas nicht gefällt dann kann das nicht Dein Problem sein,es kann doch nicht ernsthaft vom Vermieter angenommen werden das Du eine Wohnung so zu übergeben hast das der Nachmieter damit zufrieden ist.Da kannst Du gelassen abwarten,und brauchst keine Angst vor weiteren Kosten haben.Was die Nebenkostenabrechnung betrifft muss die verbrauchte Menge angegeben sein,da auch der Abrechnungszeitraum,hast Du den Zählerstand bei der Wohnungsübergabe nicht abgelesen?

Verdeckte Schäden können trotz einer mängelfreien Rückgabe auch nach Mietende festgestellt werden. Dabei sind die Umstände der Rückgabe zu berücksichtigen. Der Vermieter hat nach Feststellen eines Mangels zu beweisen, dass der ehemalige Mieter der Verursacher war. Wird das offenbar, dann ist der ehemalige Mieter zur Beseitigung aufzufordern. Reagiert der Mieter nicht in einer angemessenen Frist, kann der Vermieter zur Selbsthilfe greifen und Schadensersatz fordern - allerdings nur in einer Frist bis zu 6 Monaten nach Mietende. Danach könne an den ehemaligen Mieter keine Forderungen mehr geltend gemacht werden. Bitte prüfe, was für dich zutrifft.

Einer unvollständigen NK-Abrechnung ist zu widersprechen und nur in den Teilen nachzuzahlen, die berechtigt und richtig sind.

Bei der Übergabe war die Vermieterin mit dem Ehemann da. Wir haben nichts verheimlicht sogar schäden die wir verursacht haben angegeben und bzw. gesagt das wir die schon beseitigt haben. Es war hell also keine Schlechten Lichtverhältnise und genug Zeit um sich alles genau anzuschauen.

@chefiboy

Da du nichts über einbehaltene Kaution sagst, kann ich annehmen, dass entweder die Kaution nie verlangt war oder bereits an dich zurück gegeben wurde. Nun will die Vermieterin sich eine zusätzliche Einnahme verschaffen und du sollst der Geldgeber sein. Dazu baut sie eine Drohkulisse auf, die keine Substanz hat. Widersprich allen Forderungen nachweislich durch bezeugten Briefeinwurf und verwendemeine zutreffenden Argumente wie auch von @johnnymcmuff vorgetragen wurde. Sollte dennoch Anwaltspost ins Haus flattern, so muss du dieser ebenso entgegnen.** Achtung!** Einem gerichtlichen Mahnbescheid solltest innerhalb 14 Tage nach Zustellung ohne Grund widersprechen.

@Gerhart

Oh Kaution genau, das war eine Mietaval sprich die Commerzbank hat die für uns hinterlegt. Die hat auch versucht mit allen mitteln dadran zu kommen, bloß die Zahlen auch nicht. Also kommt es jetzt ständig das mit dem Anwalt.

@chefiboy

Tja, manche Vermieter wollen eben mit dem Kopf durch die Wand. Sei du die Wand - der Vermieter hat eine weiche Birne.

Wenn du ein unbeanstandetes Übergabeprotokoll hast, können keine Schäden mehr nach gemeldet werden. Die Vermieterin hätte die Abnahme verweigern müssen.

Ich rate selten zum Anwalt, aber hier wäre das angebracht.

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