Wohnungsrenovierung nach Todesfall?

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Hier kommt es erst mal auf den Mietvertrag an. Vor 40 Jahren war es noch üblich, das man die Wohnung besenrein übergeben musste, da man beim Einzug selber renovieren musste. Wenn dem so ist, dann muss die Wohnung halt nur besenrein übergeben werden. Räumen müßt ihr sie auf jeden Fall selber. Hier heißt es Angebote einholen. Meist ist es so, wenn man Freunde und Nachbarn durch die Wohnung führt und die dürfen sich mitnehmen was sie wollen, das der ein oder andere Kubikmeter von allein verschwindet.

Wenn nicht besenrein, dann braucht ihr nicht das renovieren, was der Vermieter sowieso sanieren muss. Bad und Küche ist draußen. Bei meiner Mutter war es so, dass ich aber die Streichung der Türen und Fußleisten leisten musste. Da pro Zimmer aber nur zwei Steckdosen waren, musste die Vermieterin alle Wände schlitzen und damit war ich aus der Nummer raus. Es blieben aber die Decken.

Kurzum, ich habe mich mit der Vermieterin zusammen gesetzt und vernünftig gesprochen. Ich habe mich mit Bargeld an der Rechnung beteiligt und sie hat die Wohnung vorher vermieten können, was sie nicht hätte müssen. Ich hatte damit die Kosten der Räumung, keinen Ärger und heute noch einen netten Kontakt, denn wir schreiben uns zu Weihnachten. Ein Anwalt kostet 250 Euro für die Beratungsstunde. Ob man den Prozess ganz gewinnt, ist fraglich und dann bleiben anteilig noch Anwaltskosten über. Suche das Gespräch.

Hätte, könnte, wollte - ein Blick in den Vertrag und: Klarheit :-)

Wenn ihr diese Kosten vermeiden wolltet, hättet ihr das Erbe ausschlagen müssen. Dazu ist es jetzt zu spät.

Ob, und in welchem Unfang die Wohnung renoviert werden muss, bestimmt alleine der Mietvertrag, den habt ihr mit geerbt.

Mit dem Tod der Tante ging deren Mietverhältnis gem. § 564 BGB auf die Erben über. Sofern hierin eine Renovierungspflicht ("Schönheitsreparaturen") wirksam vereinbart wurde, wäre diese nunmehr von der Erbengemeinschft, genauer dem Nachlass der Verstorbenen als Erbfallverbindlichkeit, zu tragen. Dies lässt sich mit einem Blick in den Mietvertrag schnell feststellen.

Diese Renovierung könnte demnach ebenso wie Schäden an der Mietsache durch dem VM von der Kaution einbehalten bzw. auf Kosten der Erben durchgeführt und ggf. eingeklagt werden :-(

Diese Vertragspflicht hat mit der erwartetetn, aber nicht geschuldeten Modernisierung der Wohnung durch den VM nun rein garnichts zu tun :-O.

Hat keiner der Miterben die Wohnung übernehmen wollen, stand der Erbengemeinschaft ein außerordentliches Kündigungsrecht zu: spätestens nach 3 Monaten wäre der MV beendet.

Warum die Erbengemeinschaft diese Kündigung so lange nicht aussprach, vermag ich nicht zu erkennen (Unkenntnis? Mangelnde Mitwirkungspflicht?). Hier wäre eine interne Regelung, wonach die unnötig aufgelaufenden Mietkosten dem Schuldigen auferlegt und von seiner Erbquote abgezogen werden, im Fall seiner fehlenden Mitwirkungspflicht durchaus denkbar.

G imager761

Es mangelte bei den beiden Miterben um reine Schikane! Auch haben diese erst letzte Woche ihre Unterlagen bei Amtsgericht abgegeben. Auch kommt dazu, dass das Gericht sehr lange mit der Feststellung der Erben tätig war.

Im Mietvertrag selbst sind keine Renovierungsregelungen getroffen worden. Hierbei handelt es sich um einen über 30 J. alten Mietvertrag.

Das war doch bestimmt noch ein alter Mietvertrag. Wenn dem so ist, braucht ihr gar nichts machen. Klopf das doch auch mal vorsichtig beim Vermieter ab.

Ich denke auch, dass der nach vierzig Jahren bestimmt ne Modernisierung vornehmen will, um die zukünftige Miete deutlich höher ansetzen zu können.

Hätte, könnte, wollte: ein Blick in den Vertrag und: Klarheit :-)

Der Mietvertrag der Anfang 1970 abgeschlossen wurde liegt bereits beim Anwalt und ich habe ihn aufgefordert dieses genau zu prüfen. Die Stromleitungen und die Sicherungen sind veraltet. Von den sanitären Anlagen gar nicht erst zu reden.

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