Wohnung mieten von Wohnungsgenossenschaft

5 Antworten

Ich bin auch bei einer Wohnungsbaugenossenschaft. Bei der HBH in Hamburg. Wenn Du Mieter bei einer Wohnungsbaugenossenschaft bist, zeichnest du Genossenschaftsanteile. Das also eine Art Anteile am Genossenschaftskapital. Die Höhe richtet sich nach der qm Zahl Der Vorteil einer Genossenschaft ist, dass die Mieter teilweise über die betrieblichen Belange mit entscheiden können. Die Leistungen einer Genossenschaft kann variieren. Ich habe mit meiner Genossenschaft nur gute Erfahrungen gemacht. So bin in eine vollständig renovierte Wohnung eingezogen."Nachteil" ist das Du dich genau an die Bestimmungen der Genossenschaft halten musst, z.B .bauliche Veränderungen oder gar die Tapetenfarbe sind genau vorgeschrieben.

Das mit der Tapetenfarbe halte ich für übertrieben. Wichtig ist, dass du beim Auszug wieder weiß streichst.

Bezahle ich diese Anteile auch als ALG2 Empfänger? Wie hoch ist das ca. im Monat bei einer Fläche von 53,94m²??

Darf man da nix selber streichen usw.?

@Hayzel

Als die Wohnung durch die Genossenschaft renoviert wurde, konnte ich keinen Einfluss auf die Tapetenfarbe nehmen. (siehe Soldier) Die Genossenschaftsanteile betragen ca. 1500 - 2100 € .

Die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften haben wegen ihrer Renovierungsklauseln vor einigen Jahren vom obersten Gericht kräftig eins auf den Dassel bekommen. Es ist sinnvoll sich von einem Mieterverein beraten zu lassen. Ich selbst war bei Mieter helfen Mietern und habe viel Geld gespart.

Es kommt sehr auf die Wohnungsgenossenschaft an, die sind genau so individuell wie andere Wohnungsbau-Unternehmen. In der Regel wirst Du Mitglied bei der Wohnungs-Geno, das heißt Miteigentümer. Die Geschäftsanteile, die man bezahlen muss, sind ganz verschieden. Manche Genos erwarten nur eine Einzahlung von wenigen Geschäftsanteilen à 50 Euro, andere legen für jede Wohnung fest, wie viel man einzahlen muss.

In der Regel - auch hier gibt es Ausnahmen - wird dann keine Kaution verlangt. Jede Genossenschaft hat eine Satzung, in der genau geregelt ist, welche Rechte die Mitglieder haben. Außerdem muss man fragen, ob und wie viel Dividende für die Geschäftsanteile gezahlt wurde. Geht es der Genossenschaft schlecht, zahlt sie nix. Geht es der Genossenschaft gut, kannst Du bis zu 5 % Zinsen für Deine Geschäftsanteile bekommen.

Du kannst in Genossenschaften ein bisschen mitbestimmen. Meistens wählen die Mitglieder 'Vertreter', die dann auf der Vertreterversammlung bestimmen, wie der Gewinn verteilt wird und wer in den Aufsichtsrat kommt. Für den Aufsichtsrat kandidieren ebenfalls Mitglieder der Geno. Für Dich als Mieter sind das dann auch Ansprechpartner_innen für Beschwerden. Das kann mal ganz hilfreich sein. Ich war mal Vertreter einer Genossenschaft. Eine Nachbarin beschwerte sich, dass ihr kaputter E-Herd nicht repariert wurde. Da habe ich dann einen Brief geschrieben und flugs bekam sie einen neuen E-Herd.

Vorteile: Du brauchst dich um nix zu kümmern. Evtl wird die Hausordnung sogar von einer Firma übernommen. Du brauchst keine Makler-Provision zu zahlen (meist so um die 2,4 Nettomieten), die du am Ende nicht wieder zurück bekommst. Kaution ja, bekommst du aber wieder, wenn du ausziehst.

Nachteile: Vielleicht relativ alte Wohnungen oder Standard-Baustil.

Danke für die schnelle Antwort :)

Keine Provision? Muss man denen denn sonst was zahlen? Vermittlungsgebühr oder so was? Die machen das doch nicht umsonst...

Ist die Kaution bei denen denn geringer als normal?

Eine alte Wohnung im Standard-Stil ist mir total egal, Hauptsache weg von hier!

@Hayzel

Wenn du von Privatpersonen oder Genossenschaften mietest, zahlst du keine Provision. Der Rest wird von Maklern vermittelt und die bekommen eine Provision, welche der Nachmieter zahlen muss. Das ist dann deren Verdienst, dass sie die Arbeit für den Vermieter übernommen haben.

Kaution weiß ich nicht genau, so um die 2000€ vielleicht. Habe jetzt keinen Vergleich.

@Soldier79

2000€ auf einen Schlag???? Als ALG II Empfänger? Woher nehmen?

Es gibt auch Genossenschaften, die ihre Wohnungen über Makler anbieten. Das ist unabhängig von der Rechtsform. Es gibt auch viele Neubauwohnungen bei Genossenschaften.

Du zahlst Genossenschaftsanteile, keine Kaution als Sicherheit.

<Du wirst Genosse ,das ist dann wie ein Deponat..

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